Test
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11.05.2018

Fazit
(5 / 5)

Kurz und auf den Punkt: Das Ding ist eine Granate. Wirklich. Sony baut mit seinem C-100 ein Mikrofon, das wirklich exorbitante Leistungen zeigt. Es ist äußerst detailliert, frisch und besonders breitbandig bis weit in den Ultraschallbereich hinein. Ein echter Allrounder ist es nicht, aber eine sehr gute Ergänzung zum klassischen Großmembraner. Dabei ist es nicht nur als Instrumentenmikrofon, Raummikro, Atmo- und Geräuschmikro sehr gut geeignet, sondern auch bei manchen gesprochenen oder gesungenen Stimmen die perfekte Wahl. Aber eben nur bei manchen. Die Umschaltbarkeit wird im Ultraschallbereich nicht vollzogen, was zu einer leichten Charakteränderung außerhalb der Hauptachse führt. Ein Problem anzukreiden, für das es bei anderen Mikros nicht einmal die Grundlage gibt, weil es das entsprechende Feature nicht gibt, würde mir aber schwerfallen und wäre alles andere als fair. Ich kann festhalten: Das Sony C-100 ist ein unkonventionelles und extraordinäres Mikrofon, welches durch eine hohe Herstellungsqualität und eine stimmige Preisgestaltung punktet. Was Mikrofone angeht, ist Sony in der Pro-Audio-Branche mit dem C-100 definitiv „back in the game“. 

  • Pro
  • absolut hervorragende Transientendarstellung
  • enorme Detailtreue, auch abseits der Hauptachse
  • stabile Patterns
  • sehr gutes HPF
  • klein und leicht
  • fairer Preis
  • guter Windschutz
  • Contra
  • keins
  • FEATURES UND SPEZIFIKATIONEN
  • Membranen: Ultraschallkapsel (Backplate-Elektret) und randkontaktierte Doppelmembran-Kondensatorkapsel (umschaltbar)
  • Richtcharakteristiken: Kugel, Niere, Acht
  • Betriebsspannung: 48 V
  • Frequenzgang: 20 Hz–50 kHz
  • THD+N: mind. 19 dB bei Nierencharakteristik
  • Übertragungsfaktor: 28,2 mV/Pa bei Nierencharakteristik
  • maximaler Schalldruckpegel: 132 dB
  • Preis: € 1490,– (Straßenpreis am 09.05.2018)
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