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Test
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29.05.2015

Softube Saturation Knob Test

Effekt Plug-In für VST/AU/AAX/RTAS und Propellerhead Reason Rack Extension

Analoge Distortion und Tube Warmth satt für lau!

Der Saturation Knob ist das einzige kostenlose Plug-In in Softubes Portfolio. Er modelt die Verzerrung einer Ausgangsstufe. Mit dem Umsonst-Tool lassen sich im Handumdrehen Basslines aufwärmen, aber auch Drums bis zur Unkenntlichkeit „crunchen“. Neben den herkömmlichen Plug-In-Formaten bietet Softube den Effekt aber außerdem auch als Rack-Extension für die Propellerhead DAW Reason an.

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Details

Installation

Um den Saturation Knob zu erhalten, muss man den Softube Haupt-Installer von der Hersteller-Homepage herunterladen und ausführen. Hierbei werden alle momentan erhältlichen Plug-Ins installiert – ohne entsprechende Lizenz kann man diese allerdings nicht nutzten. Aus einer Liste kann man aber die Produkte auswählen, die man aktivieren möchte, so dass auch nur diese im eigenen Plug-In-Ordner auftauchen. Mac-User können indes überflüssige Gigabyte von ihrer Festplatte räumen, indem sie kurzerhand die „Softube Plug-Ins Control (VST AU AAX)“ App anschließend im „Programme“-Ordner löschen.

GUI

Wer ein Freund von One-Knob-Effekten ist, wird sich sicher auch schnell mit dem aufgeräumten Look des Saturation Knob anfreunden können. Per Kippschalter lässt sich  aber noch zusätzlich – je nach Anwendungsbereich – zwischen den Modi „Keep High“, „Normal“ und „Keep Low“ wechseln. Der prominente Drehregler darüber bestimmt dann entsprechend die Intensität des Effekts bzwbeziehungsweise den „Drive“. „Keep High“ lässt hohe Frequenzen bei der Verzerrung außen vor, „Keep Low“ sorgt logischerweise dafür, dass Bässe trotz Verzerrung nicht schwammig werden. Der Normal-Mode hingegen erklärt sich von selbst. Über dem Drehregler leuchtet außerdem bei der Entstehung harmonischer Distortions/Clipping ein kleines LED auf.

Wie unschwer zu erkennen ist, versteckt sich im Saturation Knob kein unnötiger Schnick Schnack, allerdings ist das Plug-In damit in seinen Funktionen auch limitiert, was aber nicht schlecht sein muss. In den Vollversionen von Softube, wie beispielsweise auch Console 1, bietet der integrierte Drive-Effekt teilweise noch weitere Verzerrungs-Modi.  

Klang

Klanglich kann mich der Saturation Knob voll überzeugen. Von dezenter Aufwärmung bis hin zu drastischen Verzerrungen ist alles möglich. Besonders gut gefällt mir der Keep Low Mode, da er trotz stärkeren Verzerrungen den Punch bei Basslines beibehält. So kann man beispielweise auch zu tiefe Kicks mit einem Low-Cut beschneiden und anschließend mit dem Saturation Knob anfetten, um den Druck in höhere Lagen zu verschieben. 

Die Zerrungen des Saturations Knobs klingen dabei nie digital oder kalt, selbst in den Extremeinstellungen singt die Zerre immer sahnig und warm. Beispielsweise hab ich das Gefühl, dass der sonst von mir viel geschätze Overdrive von Ableton immer etwas „clippiger“ klingt, der Saturation Knob hingegen klingt trotz viel Verzerrung „analog“. 

Interessant ist es auch, den Stauration Knob dezent eingestellt auf alle Spuren im Mix zu verteilen. Hierbei stellt sich nicht nur ein „wärmerer“ Gesamtsound ein, sondern auch die „gefühlte Lautstärke“ nimmt zu. Aber hört doch lieber selbst:

Fazit

Das Saturation Knob Plug-In von Softube ist kostenlos und macht seine Sache sehr gut. Was soll man da also noch kritisieren? Mit diesem gutklingenden Umsonst-Tool kann man einzelnen Spuren dezent anwärmen bis komplett zerstören, so dass es zur Pflicht wird, sich dieses Plug-In zu installieren!

  • Pro:
  • einfach und übersichtlich
  • mit jeder gängigen DAW kompatibel
  • hochwertiger Klang
  • Contra:
  • kein Contra

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