Test
2
18.12.2009

Wie man es auch dreht und wendet, das NT2000 kann nicht überzeugen, zu auffällig sind die Missstände gegenüber den Konkurrenten. Besser als viele Mikros der "Gossen"-Klasse ist es allemal, doch geht es auch deutlich besser. Schade, denn Røde haben der Welt schon bewiesen, was für hervorragende Mikrofone sie zu bauen imstande sind. Wer den Kauf eines NT2000 wirklich in Erwägung zieht, begeht allerdings auch den klassischen Fehler, zu viel Ausstattung für zu wenig Geld verlangen zu wollen. Auch wenn wir es uns als Kinder so vorgestellt haben mögen: Die Australier hängen nicht mit dem Kopf nach unten - genauso wenig können sie die Gesetze der Wirtschaft und der Physik auf den Kopf stellen. Daher: Für ein vernünftiges umschaltbares Mikrofon muss einfach deutlich mehr Geld auf den Tisch gelegt werden. Auch sind frei wählbare Einstellungen keine tolle Ingenieursleistung. Derartige Gimmicks sind in der Praxis keine Hilfe (im Gegenteil!) und technisch nicht zu rechtfertigen.

  • Pro
  • Rauscharmut
  • Contra
  • matte Höhen
  • unausgeglichene Mitten
  • Einstellmöglichkeiten technisch und praktisch fragwürdig
  • Technische Spezifikationen
  • Empfängerprinzip: 2 x Druckgradientenempfänger (mit Laufzeitglied)
  • Richtcharakteristik: stufenlos von Kugel über Niere bis Acht
  • Wandlerprinzip: Kondensator
  • Betriebsspannung: 48V Phantomspeisung
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz (keine Toleranzangabe)
  • Übertragungsfaktor: 36 mV/PA
  • THD+N: 7 dB (A-bewertet)
  • maximaler Schalldruckpegel: 147 dB SPL
  • Ausgang: XLR
  • Preis: 559,- Euro UVP
3 / 3

Verwandte Artikel

User Kommentare