Test
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14.02.2019

Praxis

Für die erste Kennenlernrunde lassen sich die zum Lieferumfang gehörenden Sample-Packs nutzen. Sie enthalten jeweils 96 Samples und sind sehr gut aufeinander abgestimmt, sodass man mit diesen sehr einfach gut klingende Phrasen und Pattern generieren kann. Wer keine eigenen Samples besitzt oder nutzen möchte, kann zusätzliche Sample-Packs ab einem Preis von 2,29 Euro direkt in der App erwerben. Die Auswahl ist groß und deckt zahlreiche aktuelle Dance-Styles ab, wie Trap, Grime, aber auch Hardcore Techno, Latin House und Psytrance.

Eigene Packs können durch die Samples aus den erworbenen Packs zusammengestellt werden, aber natürlich auch durch Importe aus iTunes, AudioCopy und AudioShare oder via Drag&Drop aus einem iPad-Ordner. Interessant finde ich zudem die Option, Loop-Samples direkt aus der DJ App Cross importieren zu können. Dieses gelingt über Hotcue-Punkte und auf Wunsch auch im laufenden Betrieb – klasse! Die extrahierten Loop-Samples werden von Remixlive an das aktuell gewählte Tempo in der App angepasst, sodass sich die neu kreierten Samples direkt nutzen lassen.

Weitere Alternativen zur Generierung neuer Inhalte stehen durch verschiedene Aufnahmeoptionen zur Verfügung. Zum einen können Samples per Mikrofon aufgezeichnet werden, hier lassen sich interessante Field-Recording-Mitschnitte zur Untermalung nutzen und zum anderen können auch Pattern per Fingerdrumming aufgezeichnet werden.

Einsatzszenarien

Wie eingangs erwähnt, kann Remixlive in verschiedenen Szenarien genutzt werden. Verwendet man diese „standalone“ zu Hause oder im Studio, lassen sich variantenreiche musikalische Phrasen oder abwechslungsreiche Drum-Pattern erzeugen und mit der internen Recording-Funktion aufzeichnen. Die Aufnahmen können per E-Mail verschickt oder zu Soundcloud hochgeladen werden. Die auf diese Weise generierten Inhalte lassen sich in Remix-Decks in Traktor Pro, in den Sampler von Serato DJ Pro oder ein anderes DJ-Programm laden und zur Ergänzung eines DJ-Sets nutzen.

Alternativ lässt sich Remixlive aber auch direkt als ergänzender Zuspielspieler in ein DJ-Set einbinden. Zur Synchronisation dient die System- und Software-übergreifende Funktion Ableton Link, die per Netzwerk mit den verschiedenen Programmen und Apps agiert. Sobald Ableton Link in allen beteiligten Programme und Apps aktiviert wird, synchronisieren sich die Tempi von selbst.

Die Liste der Ableton-Link-fähigen Programme wächst kontinuierlich, sodass sich hier eine große Auswahl bietet. Für macOS und Windows kann man die DJ-Programme Traktor Pro, Serato DJ Pro, Cross, VirtualDJ 2018 oder natürlich Ableton Live für eine gemeinsame Session auswählen.

Theoretisch lässt sich Remixlive auch mit einem klassischen Plattenspieler- oder CD-Player-Setup kombinieren, sofern man die aktuelle Track-Geschwindigkeit ermittelt hat, doch leider fehlt es hier an einer Nudge-Funktion, um das Pattern passgenau anschieben oder abbremsen zu können – vielleicht kommt dieses Feature ja noch.

Ganz gleich ob man Remixlive standalone oder synchronisiert nutzt, lassen sich kreative Pattern mit Leichtigkeit generieren. Die fertigen Packs sind dazu perfekt zusammengestellt, sodass Fehlbedienungen kaum möglich sind. Neben den tonalen Abstimmungen sorgen die Start-Quantisierungen dafür, dass das musikalische Ergebnis immer stimmig ist. Bei eigenen Sample-Zusammenstellungen sollte man hier entsprechend sorgfältig vorgehen, denn ein Vorhören von Samples ist nicht möglich. Die Samples lassen sich mit den Bordmitteln der App bequem bearbeiten und in Echtzeit mit den gut klingenden Effekten modifizieren.

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