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09.08.2015

Reloop RMX-22i Test

2+1-Kanal DJ-Mischer mit integrierten Effekten

Mit dem RMX-22i bringen Reloop einen 2+1-Kanal DJ-Mischer auf den Markt, der mit einem günstigen Preis und einer Menge Features aufwarten kann. Dazu zählen eine integrierte Effektsektion, die umschaltbare EQ-Charakteristik und regelbare Fader-Kurven. „Tablet-DJs“ haben zudem die Möglichkeit, ein iPad oder Smartphone via mitgeliefertem Y-Split-Kabel als Zuspieler zu verwenden. Wie sich das Reloop-Pult im Test schlägt und ob es sich in der RMX-Familie behaupten kann, lest ihr hier. 

Details

Grundsätzlich handelt es sich beim RMX-22i um einen typischen 2+1-Kanal Mischer, der Audiosignal intern digital verarbeitet. Die beiden Hauptkanäle ermöglichen den Anschluss von Plattenspielern und CD-Playern, der Zusatzkanal kann mit einem Mikrofon oder einem Aux-Gerät (beispielsweise MP3-Player) bespielt werden. Das „i“ im Namen verrät jedoch eine Besonderheit, denn das Pult hält pro Kanal auch Miniklinkenanschlüsse für die Audioversorgung via mobile Device bereit, in meinem Fall ein iPad. Diese Inputs sind Prinzip bedingt (das iPad kann ja nur ein einziges Stereosignal ausgeben, das via mitgeliefertem Adapterkabel geteilt wird) mono ausgelegt. Seiner DJ-App (Traktor, Djay etc.) muss man dann noch mitteilen, dass sie im Split-Output-Betrieb agieren soll und schon lassen sich die Decks extern mit dem RMX-22i mischen.

In den beiden Hauptkanälen wartet eine Dreiband-Klangregelung auf ihren Einsatz, deren Regelverhalten sich zwischen „Classic" und „Kill" umschalten lässt. Im Mikro/Aux-Kanal steht ein Zweiband-EQ (High/Low) zur Klangoptimierung bereit. Das Signal beider Kanäle lässt sich mit dem integrierten Effektgerät weitergehend verbiegen, wobei das gewählte Programm (White Noise, Filter, Bit Crush, Gate) für beide Kanäle gilt, der Effektanteil dagegen mittels zweier Instant-FX-Potis individuell regelbar ist. Über zwei 45 Millimeter lange Linefader landen die beiden Einzelkanäle dann auf dem ebenso langen Crossfader, von wo aus sie der Master-Summe übergeben werden. Ein Aufdruck auf der Faceplate verrät, dass sich das Crossfader-Modul bei Bedarf durch das RMX-Innofader-Kit ersetzen lässt, das mit 79,- Euro zu Buche schlägt.

Auspacken

Dem Karton entnehme ich den Mischer selbst, ein externes Netzteil, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung und ein Y-Miniklinkenkabel (Stereoklinke auf zwei Monoklinken-Stecker) zum Anschluss meines iPads.

Anschlüsse

Der Blick auf die Rückseite offenbart ein ziemlich vollständiges Sortiment an Verbindungsmöglichkeiten. Von links nach rechts sehe ich den Power-Wippschalter, gefolgt von einem Stereo-Cinch-Ausgang (Master), dem sich zwei symmetrische XLR-Buchsen für das Summensignal anschließen. Rechts daneben sitzt der Booth-Ausgang, ausgelegt als Cinch-Buchsenpaar.

Darüber logieren die Eingänge der Hauptkanäle, jeweils ausgerüstet mit einer Miniklinkenbuchse (mono) für das Tablet und einem Cinch-Buchsenpärchen für CD und Plattenspieler nebst Erdungsschraube sowie einem 3,5-Millimeter-Klinkeneingang für das Faderstart-Signal. Ob dieses über den Cross- oder Channelfader gegeben wird, legen zwei Dip-Switches fest. Drehe ich den Mixer zur Stirnseite, sehe ich links zwei Kopfhörerbuchsen (Standard- und Miniklinke), rechts eine XLR/Klinke-Kombi-Mikrofonbuchse und einen Stereo-Miniklinkenport für zusätzliche Zuspieler (Aux).

Erster Eindruck

Schon beim Herauswuchten des RMX22i aus seiner Verpackung kündigt das stattliche Gewicht von 3,7 kg an, dass hier mit einem Vollmetallgehäuse gearbeitet wird. Tatsächlich ist der Mixer in eine solide Stahlwanne integriert, die von einer für die Festinstallation geeigneten, metallic-lackierten Frontplatte abgeschlossen wird. Diese Lackierung erschien mir je nach Lichteinfall etwas unangenehm reflektierend und sie macht dann den dezenten Farbcode, der sich in den Bereichen schwarz, weiß, grau und hellblau (FX-Potis) bewegt, etwas schwer entzifferbar.

Fader, Taster und Potis geben beim ersten Betasten ein vertrauenerweckendes taktiles Feedback. Was die wahrgenommene Wertigkeit des Mischers ebenfalls steigert, sind die ordentlich versenkten Montageschrauben und die an allen Stellen sauber gefertigten Kanten der Frontplatte. In Anbetracht einer Arbeitsfläche von 25,4 Zentimetern in der Breite und 35,5 in der Tiefe (bei einer Höhe von 10,4 Zentimetern) bietet der RMX22i eine mehr als großzügige Arbeitsfläche für die überschaubare Anzahl an Bedienelementen.

Weil die rechte Flanke komplett unbestückt ist, ergibt sich allerdings ein optisches Ungleichgewicht, was das Layout ein wenig unausgewogen erscheinen lässt. Wohlgemerkt ist dies lediglich ein visueller Effekt und er hat keinerlei Auswirkung auf die Bedienung. Jeder DJ sollte auf Anhieb mit dem Mischer zurechtkommen. Hier kann man durchaus eine Empfehlung für Einsteiger aussprechen.

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