Hersteller_Avid Software
Test
10
06.07.2016

Praxis

Dieser Testbericht fußt überwiegend auf meinen Erfahrungen mit der Hardware Pro Tools HD Native, auch wenn ich die dazugehörige Software Pro Tools HD 12.5 teilweise auf Rechnern ohne Avid-Audio-Interface betrieben habe. Sicherlich gibt es Hardware-bedingte Unterschiede, die aus meiner Sicht aber für die in Rede stehenden neuen Funktionen in Pro Tools unerheblich sind.

Der erste Eindruck

Da ich direkt von Pro Tools 12.3 auf 12.5 upgegraded habe, kamen die beiden neuen Funktionen Freeze und Online Collaboration in einem Rutsch neu zu mir. Rein äußerlich fallen sie nur an wenigen Stellen auf. Für Freeze gibt es ein Schneeflocken-Symbol im Track-Header des Edit-Fensters und entsprechende Menü-Funktionen. Für die Online-Zusammenarbeit gibt es an einigen Stellen relevante Menü-Einträge und die Unterscheidung zwischen Sessions (lokal Pro-Tools-Dokumente) und Projects, so heißen nämlich die „Sessions“ in der Cloud. 

An mehreren Stellen bin ich „Online“ auf Beschwerden von Nutzern gestoßen, die sagten, dass sie mit der Stabilität des Programms sehr unzufrieden seien. Diesem Eindruck kann ich mich nicht anschließen, denn Pro Tools 12.5 lief bei mir ähnlich stabil und zuverlässig wie 12.3. Diese Diskussionen gibt es aber immer und eigentlich auch bei so gut wie jeder DAW.

Speziell im Zusammenhang mit Pro Tools ist in den vergangenen Jahren immer wieder aufgefallen, dass ein einzelnes Plug-In die erhöhte Absturzhäufigkeit bei manchen Usern verursachte. Dieses Plug-In muss in der abstürzenden Session noch nicht einmal verwendet werden, ihr Verweilen im Plug-In-Ordner reicht schon aus. In solchen Fällen bleibt dem Benutzer zur Identifikation des Übeltäters nichts anderes als alle Drittanbieter-Plug-Ins zu entfernen und Schritt für Schritt wieder zu integrieren, bis der Verursacher gefunden ist – ein zeitraubender Prozess. Ein entwicklungstechnischer Fortschritt an dieser Stelle würde allen Nutzern die Arbeit sehr erleichtern. Nur mal so als Vorschlag von mir.

Die Neuerungen in Pro Tools 12.4: Freeze

Die „Weihnachts“-Version 2015, die auch unter dem Namen 12.4 bekannt ist, kam vor allen Dingen mit einem neuen Feature: der lange angekündigten Freeze-Funktion. Dieses Merkmal kann man mit dem Quick Rendering in Videobearbeitungsprogrammen vergleichen, denn mit einem Klick auf das Schneeflocken/Freeze-Symbol der betreffenden Spur werden alle Echtzeit-Plug-Ins der betreffenden Spur offline in eine Audiodatei gerendert. Das spart zum Beispiel bei komplexen Software-Instrumenten enorm viel CPU-Leistung und entlastet unter Umständen auch die Delay-Kompensation. Nachteil: Die Freeze-Funktion friert nicht nur alle Plug-Ins sondern auch den aktuellen Stand des Arrangements ein. Die resultierende Audiodatei lässt sich weder verschieben, verkürzen oder sonst wie editieren. Im Vergleich zur mit Pro Tools 12.3 vorgestellten Commit-Funktion, die eine vergleichbare Funktionalität bietet, die resultierenden Audiodateien aber zum freien Editieren auf neue Audiospuren legt, ist die Freeze-Funktion also recht unflexibel. 

Der Vergleich der beiden Funktionen führte bei mir dazu, dass ich Commit anfänglich als das „intelligentere Freeze“ bezeichnet habe. Nach längerer Betrachtung beider Funktionen kann ich aber mittlerweile verstehen, dass beide Merkmale durchaus ihre Berechtigung haben. Aber schauen wir uns mal im Detail an, was die Freeze-Funktion so kann: Es gibt drei Wege, um den Freeze einer Spur zu initiieren: über das Track-Menü, über einen Rechtsklick auf den Track-Namen im Edit-Fenster oder über das Schneeflocken-Symbol. Sobald eine Spur „eingefroren“ ist, ändert sich die Darstellung der Wellenform in semi-transparent und die Insert-Slots werden ausgegraut. 

Eine der größten Stärken der Freeze-Funktion ist, dass sie wie die Track-Commit-Funktion (neu seit Pro Tools 12.3) die Möglichkeit bietet, nur bis zu einem bestimmten Insert einzufrieren und die weiteren Plug-Ins im Zugriff des Benutzers (sprich: editierbar) zu belassen. Zum „Auftauen“ genügt ein Klick auf das Schneeflocken-Symbol. Außer Instrument oder Audio Tracks lassen sich sogar Aux Tracks einfrieren. Wie bei den anderen Spurtypen auch lassen sich anschließend aber nur noch Track Volume und Pan einstellen/automatisieren. Externe Hardware Inserts profitieren nicht von der Freeze-Funktion, weil sie als Offline-Prozess ausgelegt ist, externe Hardware aber nur in Echtzeit zu bouncen wäre.

Die neue Freeze-Funktion spielt aus meiner Sicht ihre Stärken vor allen Dingen beim Einsatz von Software-Instrumenten aus. So ist es leicht möglich, nur das Instrument-Plug-In einzufrieren („Bis zu diesem Insert einfrieren...“) und vollen Zugriff auf die anderen Mix-Parameter zu behalten. Selbst bei Multi-Output-Instrumenten kann man definieren, ob nur der Instrument-Track oder auch die zugehörigen Aux Tracks eingefroren werden sollen. Freeze kann in diesen Fällen auf schnellstem Wege viel CPU-Leistung freischaufeln, um zum Beispiel eine Gesangsaufnahme mit kleinem Audio-Buffer zu einem opulenten Playback mit vielen Software-Instrumenten zu ermöglichen. Track Commit ist dann die bessere Funktion, wenn man die betreffende Spur an einen Mitstreiter versendet oder sich so gut wie sicher ist, dass diese Spur nicht wieder „aufgetaut“ werden muss. Technisch steckt hinter Freeze und Commit das gleiche, es ist aber sehr praktisch, dass der Benutzer sich entscheiden kann, welche der beiden Funktionen in seinem aktuellen Anwendungsfall die elegantere Lösung bietet. 

By the way: Die gefreezten Files befinden sich im Session-Ordner im Unterordner „Rendered Files“. Sie lassen sich aber von da aus problemlos in andere Ordner kopieren und wie „normale“ Audiofiles weiterverarbeiten. Außerdem bot 12.4 einige neue Keyboard Shortcuts für Crossfade Settings im Batch Fade Dialogfenster und zahlreiche kleinere Bugfixes.      

Die Neuerungen in Pro Tools 12.5: Online Collaboration

Mit großer Spannung erwartet wurde Avids lange angekündigte Plattform zur Online-Zusammenarbeit. Dabei geht es um eine Cloud-basierte Kooperation, bei der der Initiator sich Mitstreiter zu seinem Pro-Tools-Projekt einlädt und die Online-Verwaltung der Session-Datei sowie sämtlicher Mediendateien von Avid auf dem Server übernommen wird. Drei Projekte (so heißen die Online-Versionen von Sessions) mit bis zu 500 Megabyte Speicherplatzbedarf sind kostenfrei.

Wer mehr Speicherplatz und/oder Projekte benötigt zahlt 10,71 Euro pro Monat (fünf Projekte, 20 Gigabyte Speicher) oder 22,61 Euro (zehn Projekte, 60 Gigabyte Speicher). Bei allen drei Angeboten kann der Initiator bis zu zwei Mitstreiter pro Projekt einladen. Es ist auch zu betonen, dass dieses Feature nur nutzbar ist, sofern man einen aktuellen Pro Tools Upgrade Plan besitzt, also aktuell für ein Pro Tools Abo bezahlt.

Sobald man Pro Tools 12.5 installiert hat, muss man einen User Account für den Cloud-Service anlegen. Dieser User Account wird mit dem Avid Master Account verknüpft und enthält auch die Box „Display Name“ mit dem Namen, mit dem man in der Avid Artist Community auftauchen will.

Das Dashboard

Das sogenannte Schnellstart-Fenster (Dashboard) kam neu mit Pro Tools 12 und erweitert seit 12.5 die Möglichkeiten des Nutzers: Neben den letzten Sessions gibt es einen neuen Reiter der die (Online-) Projekte anzeigt und der Reiter „Erstellen“ lässt den Benutzer ein neues Projekt (Online) oder eine neue Session (lokal) erstellen. 

Von den inhaltlichen Möglichkeiten unterscheiden sich Projekte und Sessions ansonsten nicht. Wie von den lokalen Sessions bekannt, können auch Projekte aus Templates aufgebaut werden oder Session-Daten importieren.

Über das Dashboard im Bereich „Erstellen“ sieht der Benutzer wie viele Projekte er in der Cloud angelegt hat und wieviele ihm noch zur Verfügung stehen. Unter „Projekte“ werden nicht nur die eigenen angezeigt, sondern auch solche, zu denen man von anderen Usern eingeladen wurde. Diese Navigation ist gut gelungen und nach meiner Meinung auch übersichtlich, zumal Projekt-Dokumente mit einem anderen Symbol als lokale Sessions angezeigt werden. 

Projekte in der Cloud benötigen einen lokalen Cache

Die Online Collaboration in Pro Tools läuft nicht peer to peer (von einem Rechner zum anderen) sondern über einen Cloud-Server. Selbst wenn ich „live“ mit einem Partner verbunden bin, werden die von mir freigegebenen Spuren zunächst auf den Server übertragen und dann auf den Rechner des Mitstreiters. Je nach Voreinstellung geht diese Übertragung ohne weitere Klicks und sehr schnell über die Bühne. Klar ist jedoch eines: Ein Projekt kann nicht live aus der Cloud abgespielt werden, es muss immer erst auf den Rechner des Nutzers übertragen werden. Dafür bestimmt man in den Pro Tools Voreinstellungen (Preferences) einen Speicherort. Voreingestellt ist die System-Festplatte, die in vielen Fällen nicht der geeignete Ort für diese Dokumente ist. Der Speicherort kann aber problemlos geändert werden und ist anschließend für alle Projekte entsprechend voreingestellt.

Projekte anlegen

Projekte können auf verschiedene Art und Weise erstellt werden. Selbstverständlich kann man bei Null anfangen und Spur für Spur neu erstellen. Es gibt aber auch mehrere Möglichkeiten, Sessions oder Session-Bestandteile in Projekte zu integrieren. Die Funktion „Save Session Copy In“ mit der man die Möglichkeit hat, eine Session mit all ihren Bestandteilen an einen anderen Ort zu speichern, bietet jetzt auch die Möglichkeit, eine Session direkt in ein Projekt umzuwandeln. Das ist sicherlich der schnellste Weg, um die eigene Arbeit einem Mitstreiter zur Verfügung zu stellen. 

Es ist aber auch möglich, ein leeres Projekt anzulegen und lediglich einzelne Session-Elemente über die Funktion „Import Session Data“ in das Projekt zu integrieren. Diese Möglichkeit empfiehlt sich vor allen Dingen dann, wenn eine Session so komplex ist, dass sie für den Mitstreiter unübersichtlich wäre.

An dieser Stelle zeigt sich für mich, wie durchdacht das Pro Tools Ökosystem ist. Neben den sehr guten und umfangreichen Möglichkeiten, Session-Daten zu importieren, unterstützen auch die beiden neuen Funktionen Commit Tracks und Freeze den Projekt-Betreiber bei der Verwaltung eines Projekts. Damit lassen sich zum Beispiel komplexe Spurgruppen wie multimikrofonierte Drums, Bläser oder Streicher schnell zu einer Stereospur zusammenfassen. Diese Maßnahmen verringern nicht nur die Komplexität des Projekts sondern auch den Speicherbedarf in der Cloud. 

Projekte in der Praxis

Ein Projekt in der Cloud ist zunächst nichts anderes als ein Backup der betreffenden Session auf einer aushäusigen Festplatte. Für sinnstiftende Nutzung benötigt man Mitstreiter. Und die findet man in der Avid Artist Community. Somit ist der erste notwendige Schritt, dort ein Profil anzulegen. Das geht schnell und unkompliziert direkt in Pro Tools (siehe Abbildung), weil die Daten aus dem Avid-Master-Account weitgehend übernommen werden. Man gibt sich noch einen Anzeigenamen und legt fest, ob man angezeigt werden soll, wenn andere Anwender das Avid-Verzeichnis durchsuchen.

Anschließend war meine Enttäuschung groß, weil sich hinter dem Avid-Künstlerverzeichnis bisher leider nicht viel befindet. Im Artist-Chat-Fenster kann ich nach anderen Benutzern suchen, dabei kann ich entweder den Namen, die E-Mail-Adresse oder ein anderes Attribut benutzen, das der Gesuchte in seinem Profil genannt hat.

Ich hatte mir vorgestellt, dass es zum Beispiel eine Liste gäbe, auf der sich andere Pro-Tools-Nutzer mit ihren Fähigkeiten anpreisen oder ähnliches – leider Fehlanzeige. Um zu einem Kollaborateur zu kommen, muss ich anfänglich wohl auf meine real-world-Kontakte zurückgreifen und mich mit mir bekannten Personen im Avid-Universum „befreunden“. Dazu musste ich dem anderen Nutzer eine Kontaktanfrage stellen, die er bestätigen musste. Der Vorgang ist mit dem beim Internet-Video/Telefonie-Dienst Skype bekannten Verfahren mehr oder weniger identisch. Anschließend kann einer der beiden Mitstreiter ein Projekt in die Cloud stellen und den Partner einladen, an dieser Session mitzuarbeiten. So weit, so gut.

In der Praxis lief zunächst alles erwartungsgemäß. Ich konnte meine Session hochladen und meinen Mitstreiter einladen. Die auf der lokalen Festplatte knapp 230 Megabyte große Session erforderte auf dem Server nur noch 170 Megabyte an Speicherplatz. Diese Ersparnis ist dem Umstand zu verdanken, dass Avid auf den Servern mit Datenkompression arbeitet. Das hat mir gut gefallen.

Mein Mitstreiter, der Gitarrist Uwe Bossert, war zu dieser Zeit in den USA und vielbeschäftigt, so dass er erst einige Tage später dazu kam, mir ein paar Spuren auf meinen Track zu spielen. Bis dahin habe ich dieses Project immer wieder mal geöffnet, kleine Edit- und Mix-Arbeiten vorgenommen, aber keine weiteren Mediendaten hinzugefügt. Nach einigen Tagen, aber noch bevor Uwe seine Spuren spielte, bekam ich beim Öffnen des Projects die Meldung, dass mein Speicherplatz auf dem Server aufgebraucht sei. Da ich kein weiteres Project angelegt hatte, konnte ich mir nicht erklären, warum sich das Dokument so aufgebläht hat. Um die Problematik zu lösen, schlug Pro Tools mir vor, nicht verwendete Clips zu löschen und das Project dann zu speichern (siehe Abbildung).

Leider ließ sich das nicht realisieren, denn jeder weitere Speicherversuch auf dem Server scheiterte. Uwe konnte zwar seine Spuren zu dem Project spielen, erhielt aber die identische Fehlermeldung. Interessanterweise konnte ich anschließend seine Clips zwar auf den Spuren sehen, aber lediglich als leere Hülsen. Letztendlich habe ich versucht, alle Spuren bis auf die Drums aus dem Project zu löschen, um an Uwes Spuren zu gelangen – leider ohne Erfolg.

Nachdem meine lokalen Ansprechpartner bei Avid auch keinen Rat mehr wussten, habe ich mich an den Support gewendet, der mir den Rat gab, das Project lokal als Session zu speichern, es anschließend in der Cloud zu löschen und es dann nochmal von vorne zu versuchen. Um sicher zu gehen, dass uns dabei keine Daten verloren gehen, bat ich meinen Mitstreiter Uwe, seine Spuren lokal zu sichern, damit sie nicht durch meine Löschaktion verloren gehen. 

Als ich das Project anschließend noch einmal neu angelegt habe, wiederholte sich der Verlauf. Ich konnte dokumentieren, dass mein Project nach jedem Speichern um etwa 40 MB angewachsen war, obwohl ich gar keine weiteren Files hinzugefügt hatte.

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Cloud Collaboration waren somit zumindest unglücklich, um es vorsichtig zu betiteln. Hinzu kommen die organisatorischen Schwierigkeiten, von denen mir ein Kollege aus Berlin erzählte. Er ist im Besitz von drei Pro-Tools-Lizenzen, die alle über seinen persönlichen Avid-Master-Account laufen. Eine Lizenz nutzt er selbst auf seinem Rechner, die beiden anderen werden von Mitarbeitern genutzt. Online Collaborations zwischen zwei Pro-Tools-Lizenzen aus einem Master Account sind aber nicht möglich. Auf seine Nachfrage beim Support, ob man die Lizenzen nicht nachträglich in weitere Master Accounts übertragen könne, erhielt er eine abschlägige Antwort. 

Zur Ehrenrettung muss ich allerdings hinzufügen: Als ich den deutschen Avid-Mitarbeitern von diesem recht ungeschickten Vorgehen des Supports berichtete, kümmerten sie sich um eine Lösung des Problems. Schließlich hatte mein Kollege die Pro-Tools-Lizenzen zu einem Zeitpunkt erworben, als es Cloud Collaboration noch nicht gab und die Bedeutung des Avid Master Accounts noch nicht abzusehen war.

Zwischenfazit

Und wie fällt nun das Urteil über Pro Tools 12.5 aus? Aus meiner Sicht gemischt. Die grundsätzliche Weiterentwicklung der Software ist gut. Im praktischen Alltag habe ich vor allen Dingen mit der später im Test erschienenen Version 12.5.1 so gut wie keine Probleme gehabt. 

Das neue Merkmal Cloud Collaboration ist aber noch nicht ausgereift und war für mich im Test nur eingeschränkt nutzbar. Dabei hatte Pro Tools zu Beginn der 2000er-Jahre schon eine Version im Angebot, die über das Res-Rocket-Network eine Cloud-basierte Zusammenarbeit ermöglichte. Das funktionierte sogar ganz passabel, scheiterte aber daran, dass zu jener Zeit Festplattenspeicher im Internet noch recht teuer war und so zu wenig Pro-Tools-Nutzer dieses Angebot wahrnahmen. 

Aber auch die DAW-unabhängigen Versuche einiger anderer Anbieter erzielten eine zu geringe Nachfrage bei den Nutzern. Letztendlich ist die technische Bereitstellung eines solchen Services nur eine Seite der Medaille, zu einem Erfolg wird das ganze nur, wenn das Angebot von den Nutzern auch tatsächlich (kostenpflichtig) nachgefragt wird. 

Noch gar nicht berücksichtigt ist bislang, dass eine Zusammenarbeit mit fremden Personen eigentlich auch einen bürokratischen Überbau benötigt, damit die Übertragung von Rechten und die Zahlung von Entgelten im System sichergestellt ist. Momentan erfordert die Cloud Collaboration sehr viel beiderseitiges Vertrauen, das man in der Regel wohl nur zu Personen hat, die man ohnehin schon kennt. Ebenfalls mangelt es an Möglichkeiten, sich die Mitstreiter aus einer Art „Katalog“ auszusuchen beziehungsweise sich selbst als Künstler mit seinen Fähigkeiten darzustellen. Wie ich aus vertrauenswürdigen Quellen in Erfahrung bringen konnte, sind alle diese Dinge schon angedacht, werden sich aber erst im Laufe der Zeit realisieren lassen.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare