Test
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05.10.2019

Pearl Casey Cooper The Igniter 14x5 Snare Test

Snaredrum

Feuer und Flamme

Pearl Casey Cooper „The Igniter“ 14x5 Snaredrum heißt unser heutiges Testobjekt. Bei der auffällig gestylten Trommel handelt es sich um die Signature Snare eines der bekanntesten Schlagzeug-YouTuber, besser bekannt unter seinem Kanalnamen „COOP3RDRUMM3R“. Mit seiner Mischung aus spektakulären Drumcovers, Homestories, Anleitungs- und Equipmentvideos hat er sich im Laufe der vergangenen Jahre eine Gemeinde von über zwei Millionen Abonnenten erarbeitet. Feuer sowie die Farben schwarz und rot gelten unter Fans als seine Erkennungszeichen, bei der Konstruktion seiner Signature Snare lag es also nahe, diese Elemente einzubauen. Laut Marketing soll das Instrument jedes Drumset besser klingen lassen und „out of the box“ einen tollen Sound liefern. Davon dürften nicht nur Einsteiger träumen. 

Technisch haben wir es allerdings nicht mit Hexenwerk zu tun, sondern mit einer recht einfach gehaltenen, erschwinglichen Holz-Snaredrum, hergestellt aus bekannten Zutaten aus dem Pearl Baukasten. Ob es den „Casey Cooper Signature Sound“ gibt, wage ich auch zu bezweifeln. Wie vielen anderen YouTubern geht es auch Casey Cooper wohl eher darum, die Zuschauer auf seine Reise mitzunehmen, zu der ganz offenbar auch eine stetige Weiterentwicklung seiner spielerischen und klanglichen Fähigkeiten gehört. „To ignite“ heißt übersetzt übrigens entzünden. Und streng genommen handelt es sich auch nicht um eine Signature Snare, sondern – so Pearl – um eine „Collaboration“. Passt zur Social Media Generation doch fast noch besser. Wie feurig das Testobjekt tatsächlich ist, lest ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details

Der Kessel besteht aus Ahorn- und Pappelholz 

Ein Poster! Das erste, was mir beim Auspacken der Igniter Snare in die Hände fällt, ist tatsächlich ein Poster, beidseitig bedruckt. Die eine Seite zeigt den Initiator der Trommel, Casey Cooper, mit brennenden Sticks hinter seinem Pearl Acrylset, auf der anderen finden sich die 40 Rudiments der Percussive Arts Society, eingerahmt von Bildern anderer bekannter Pearl Endorser. 

Das Feuermotiv setzt sich auch beim speziellen Folienfinish der Trommel fort. Lodernde Flammen, mittig unterbrochen von zwei umlaufenden, roten Streifen verleihen der Snare ein durchaus schickes Aussehen. Der Kessel selbst besteht aus einer deutlich weniger spektakulären, sechs-lagigen Holzkonstruktion aus chinesischem Ahorn- und Pappelholz. Wie viele Lagen von welcher Holzsorte verwendet werden, ist über die Pearl Website nicht herauszufinden, rein optisch würde ich auf zwei Lagen Pappel und vier Lagen Ahorn tippen. Pappel gilt übrigens als eher weiches, warm klingendes Holz, während es sich bei Ahorn um eine deutlich härtere Art handelt. Beim Umdrehen der Snare fällt gleich das breite und tiefe Snarebed ins Auge, welches einfach herunter geschliffen wird, die Form der Gratung also nicht beibehält.   

Die Hardware ist auf das Wesentliche reduziert

Dass sich die Besonderheiten der Igniter auf das Finish beschränken, zeigt auch die einfache Hardware-Ausstattung ohne jegliche Extravaganzen. Bis auf wenige Abweichungen gleicht sie jenen der Pearl Modern Utility Holzsnares. Acht doppelseitige „Bridge Type“-Böckchen mit Messinggewindehülsen sind für das Tuning zuständig, passend zum Konzept werden sie mit roten Kunststoffunterlagen am Kessel verschraubt. Bei den Spannreifen kommen 1,6 Millimeter starke, dreifach geflanschte Standardmodelle zum Einsatz. Auch die einfache Abhebung und das Butt End dürfen als „Brot und Butter“- Ware gelten, welche sich bereits an vielen Snaredrums der Marke Pearl bewährt hat. Interessanterweise hat sich Pearl bei den beiden Teilen  eine Unterlage gespart. Ein verchromter, 20-spiraliger Snareteppich und eine Fellkombination aus Remo UT Fellen aus chinesischer Produktion runden das Paket ab. 

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