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Test
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19.05.2010

Palmer PDI-09 The Junction Test

Speakersimulation für die Hosentasche

Wer sich dem Thema Speakersimulation nähert, der muss wissen, dass er damit ein Fass ohne Boden aufmacht. Die Variablen, die beim Abmiken einer Gitarrenbox auftreten, sind nicht nur zahlreich, sondern auch sehr unterschiedlich. So hängt das Ergebnis maßgeblich davon ab, welcher Speaker verwendet wird. Schon hier gibt es unzählige Möglichkeiten. Der eine schwört auf traditionelle Greenbacks, der andere auf Hanfspeaker oder alte Blue Bulldogs, die immer gerne mit dem Vox AC 30 in Verbindung gebracht werden und für viele das Nonplusultra darstellen. Das nächste Glied in der Kette ist das Mikrofon. Soll es ein SM 57 oder ein MD 421 sein, oder sogar ein Royer Bändchenmikro? Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, in welchem Abstand und in welcher Position das Mikrofon vor dem Lieblingslautsprecher positioniert wird.

Mit „The Junction“ stellt Palmer eine kleine DI-Box vor, die zusätzlich eine einfache Speakersimulation mitbringt. Passive Filter „verbiegen“ den Frequenzgang des Endstufensignals in etwa so, wie es auch ein Gitarrenlautsprecher tut. Dazu muss man wissen, dass sich diese deutlich von Hi-Fi Lautsprechern unterscheiden. Sie geben nur einen kleinen Teil des Frequenzspektrums wieder und formen den Klang dadurch entscheidend mit. Besonders die Mitten werden von Gitarrenlautsprechern gut übertragen, während Frequenzen unter 60 Hertz und über 4 kHz stark beschnitten sind. Nur so sind verzerrte Klänge überhaupt erträglich, denn schließt man einen zerrenden Marshall-Amp an eine Fullrangebox an, ähneln die Sounds eher dem Kreischen einer Kreissäge als einem „Still Got the Blues“.

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