Test
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25.05.2019

Praxis

Mit leichter Wischbewegung anspielen geht hier nicht...

...zumindest kommt dann kein Crashsound aus den Extremes. Aber der Reihe nach. Zunächst möchte ich vorausschicken, dass ich persönlich nicht zur von Paiste anvisierten Zielgruppe für die Extremes zähle, mein Setup beinhaltet eher leichte Becken. Es dauert also ein bisschen, bis ich mich an die von den Testkandidaten bevorzugte Behandlung gewöhnt habe. Und zu der gehört es, ordentlich angeschlagen zu werden. 7A Stöcke sollte man dazu gar nicht erst in Erwägung ziehen, Spaß macht es eher ab 5B aufwärts. Denn die Extremes fühlen sich tatsächlich so an, wie ihre Bauweise und ihr Aussehen vermuten lassen, nämlich wie mittelschwere Rides. Um ihnen einen hochauflösenden Crashsound zu entlocken, empfiehlt es sich, richtig Gas zu geben. Ihr tonales Spektrum liegt im mittleren bis hohen Bereich, wobei sie die für 2002 Becken typische, leicht silbrige Auflösung besitzen, die schon bei den leichteren Geschwistermodellen für eine gute Präsenz sorgt. 

Wie erwartet, lassen sich die Testmodelle allesamt problemlos als Ride-Becken verwenden, inklusive voll nutzbarer Kuppen. Das Einsatzgebiet für die Extremes ist klar umrissen. Diese Becken brauchen entweder einen angemessenen „Gegner“ in Form lauter Amps oder große Räume beziehungsweise Bühnen. Dann spielen sie ihre beträchtlichen Stärken in Bezug auf Volumen und Aggressivität aus und klingen entsprechend gut. Offenbar war das Entwicklungsziel der Paiste Designer, den 2002 Crashsound in wirklich extrem lauten Umgebungen zu erhalten, und genau das machen die Instrumente auch. Wer hingegen gerne alleine im kleinen, ungedämmten Zimmer spielt, sollte sich überlegen, ob die moderateren Modelle aus der 2002 Linie nicht vielleicht doch die bessere Wahl sind. Äußerst sauber ist Paiste auch hier wieder die tonale Abstimmung der drei Becken untereinander gelungen. 

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