Hersteller_Ortofon
Test
5
02.02.2012

Ortofon Concorde S-120 Test

Komplett-Tonabnehmer mit sphärischer Diamantnadel

Lauter Kraftprotz

Der S-120 aus dem Hause Ortofon ist das neueste Mitglied der Concorde-Familie. Das „S“, steht dabei für Serato und soll wohl suggerieren, dass dieser Tonabnehmer besonders gut für das bekannte Scratch Live DVS (Digital Vinyl System) geeignet ist. Hier handelt es sich aber wohl eher um eine Marketing-Strategie, denn der erfahrene DJ weiß, dass Scratch Live mit fast jedem Tonabnehmer gut funktioniert. Wirklich interessant ist bei dem für 169 Euro angepriesenen S-120 ein Blick in die technischen Daten. Über ganze 10 mV  (bei 1000 Hz, 5 cm/Sek) Ausgangsspannung und einen Auflagekraftbereich von 1,5-10 Gramm (Nm) soll unser Kandidat verfügen. Damit wäre Ortofon der Konkurrenz definitiv einen Schritt voraus.

Bezüglich Preisklasse und Features tritt der S-120 unter anderem gegen den Q: Bert S für empfohlene 123 Euro an, ebenfalls von Ortofon und in ähnlichem Concorde-typischen Design. Weitere Mitbewerber sind der CS-1 von Numark für 69 Euro und der Shure Whitelabel zum Preis von 141 Euro. 

DETAILS

In der 16,5 cm x 4,5 cm x 12,3 cm (B x H x T) großen Pappschachtel finde ich ein nur unwesentlich kleineres und ziemlich edel anmutendes Aluminium-Case. Darin liegen sicher eingebettet in stoffbezogenen Kunststoffschalen der Tonabnehmer inklusive Abtastnadel, außerdem eine Nadelreinigungsbürste, eine Ersatznadel, ein Zusatzgewicht sowie ein rutschfester Gummiüberzug für den Tonabnehmergriff. Die zwei Faltblätter beinhalten Informationen zur korrekten Montage sowie die technischen Details. Zwar ist die Anleitung in deutscher Sprache verfasst, doch vermisse ich Informationen zum richtigen Justieren des Tonarms. Sowohl die Ersatznadel als auch der Diamant des Tonabnehmers sind durch praktische Nadelschutzkappen beim Transport vor Beschädigungen gefeit.

Eine hundertprozentige Kompatibilität des S-120 zu den weitverbreiteten Technics Plattenspielern (1200/1210 MkII/ 5) garantiert der Überhang von exakt 52 mm. Als „echtes“ Concorde-Mitglied verfügt auch dieses System leider über die allseits bekannten Schwächen. Der Griff aus Kunststoff ist relativ dünn und tendiert bei größerer Belastung dazu, abzubrechen. Außerdem ist er sehr glatt und wenig griffig. Zum Glück behebt der im Lieferumfang enthaltene, sehr griffige Gummiüberzug das letztgenannte Problem.   

Das Zusatzgewicht aus Metall und Gummi ist hufeisenartig geformt und kann bei Bedarf 1,5 Gramm mehr an Auflagegewicht bringen.   

Eine wirklich vorbildliche Qualität haben die SME-Kontakte der aktuellsten Concorde-Serien. Diese sind groß, vergoldet und verfügen über eine abgerundete Oberfläche mit großem Radius.   

Die Aussparung am vorderen Teil der Nadel erlaubt zwar einen Blick auf die Nadelspitze, doch leider ist die farbliche Markierung mal wieder zu dunkel und damit zu kontrastarm geraten. Naja! 

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare