Test
5
18.06.2019

Praxis

Jetpack Slim

Der kompakte Rucksack punktet vor allem durch sein großes, gefüttertes Laptop-Fach. Ein 15 Zoll MacBook Pro sitzt sicher und fest, mit dennoch genügend Spiel und damit Schutz gegen Stöße. Mit einem 17 Zoll Laptop samt Case kommt das Fach fast an seine Grenzen, die Ecken des Laptops berühren beinahe den Reißverschluss. Die beiden Timecode-Vinyls verstaue ich in den beiden Slots beim Laptop, alternativ auch ein iPad Pro als Remote-Controller.

Kopfhörer, Serato-Interface, Tonabnehmer und die notwendigen Kabel plus Netzteil finden übersichtlich ihren Platz in dem vorderen Fach. Meine Novation Dicer passen beispielsweise auch in eine der beiden verschließbaren Taschen oder ich lege sie neben den Ständer mit rein. Zur Not bekommt man auch noch ein Mikrofon reingequetscht. Damit ist das erste Fach bis Oberkante gefüllt. Platz für schmale Controller wie einen Native Instruments D2 geht allerdings auf Kosten für Kopfhörer, Ständer etc.

Dank der breiten Gurte und dem recht leichten Gewicht sitzt der Rucksack auf den Schultern wirklich bequem. Zudem schlagen auch die verstauten Accessoires nicht so sehr auf die Waage, sodass der Rucksack auch als Handgepäck bei Flügen durchgeht. Obwohl mir der Jetpack Slim optisch, haptisch als auch von seiner Wertigkeit zusagt, wird er sich vermutlich gegenüber den beiden Mitbewerbern nur schwer durchzusetzen. Denn Magma Beatpack L und UDG Ultimate Backpack spielen qualitativ in der gleichen Liga, liegen preislich drunter und bieten noch mehr Stauraum.

Jetpack Cut

Orbit Concepts schließt mit dem Jetpack Cut eine kleine Marktlücke. Ein Rucksack ausschließlich für portable Turntables wäre (zu) speziell, wenn er nicht im Praxis-Test seine Anpassungsfähigkeit beweisen würde. Denn neben allen gängigen mobilen Scratch-Plattendrehern schluckt das reservierte Fach genauso so gut einen Pioneer DJ DJM-S9 oder Rane DJ Seventy-Two, die mancher Portablism-DJs vielleicht sein Eigen nennt. Letzterer passt wie angegossen, als wäre das Bag für ihn gemacht.

,Das spart ein zusätzliches Mixer- wie auch MIDI-Controller-Case. Denn auch eine Native Instruments Maschine MK3 oder Ableton Push 2 finden hier bequem Platz. Von allen Seiten sehr gut gepolstert, vertraut man dem Jetpack Cut sein Equipment an. Andere Hardware-Cases sind von den Maßen weniger flexibel und bieten keine weiteren Fächer für zusätzliche Accessoires – ein klarer Vorteil für den Jetpack Cut. 

Auch die zehn praktischen 7-Inch-Slots verstecken alternativ Kabel, Netzteil oder Tonabnehmer. Das untere der beiden großen Front-Fächer fasst auch größere Gadgets, wie kleinere Add-on-Controller, iPad, Kopfhörer, Serato-Interface. Dem oberen Fach würde ich wirklich nur Kabel und Batterien anvertrauen, da am Reißverschluss die Naht als Tropfschutz fehlt. Hinsichtlich des Tragekomforts gibt es nichts zu beanstanden: Der Rucksack sitzt dank der robusten und einstellbaren Gurte sattelfest auf den Schultern. Selbst mit schwererem Equipment wie einem Mixer fühlt er sich bequem an. Man traut sich mit ihm auch einen längeren Fußmarsch zu. Seine Maße erfüllen zudem auch die Handgepäcksnorm der Fluggesellschaften. 

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare