Gitarre Hersteller_Nexi_Industries
Test
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13.11.2018

Praxis

Für die Audiofiles verbinde ich das Fuzz-Pedal mit dem Eingang meines Marshall JVM 410 und nehme die angeschlossene 2x12" Box mit einem SM 57 ab. Weitere klangliche Veränderungen habe ich weder bei der Aufnahme noch in der DAW vorgenommen. Als Gitarre kommt eine Les Paul zum Einsatz.

Los geht es mit dem clean eingestellten Amp ohne Pedal.

Jetzt aktiviere ich das Pedal, wobei alle Regler auf die Mittelposition zeigen.

Heraus kommt ein fetter, breiter Fuzz-Sound, der genügend Attack besitzt und so klar definiert wird. Schon in der Mittelposition kommt ein ordentliches Brett aus den Speakern, das zum Riffen einlädt.

Als nächstes möchte ich die Arbeitsweise des Gain-Reglers ausloten, dazu drehe ich ihn pro Durchgang von 9 Uhr auf 12 Uhr, dann über 15 Uhr auf Rechtsanschlag.

Schon im ersten Durchgang erzeugt das Pedal eine breite Zerre, die sich im Grunde bis zur Maximalstellung nicht wesentlich verändert. Der Sound wird bei höheren Reglerstellungen einfach nur fetter und in den Bässen undefinierter, was bei Fuzz-Pedalen üblich ist.

Ich wiederhole die Prozedur, jetzt aber mit dem Tone-Regler und drehe ihn von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung.

Der Tone-Regler zeigt sich als mächtiges Klangtool, denn er vermag den Klang grundlegend zu verändern. Ganz nach rechts gedreht wird der Sound der Höhen beraubt und klingt dementsprechend "wollig", die Töne bleiben aber klar definiert. In der Mittelstellung kommen die Höhen wieder hinzu und heraus kommt der gewohnte Klang des Pedals.

Ganz nach rechts gedreht werden aber nicht etwa die Höhen verstärkt, sondern das obere Mittenbild, was für einen gänzlich neuen Sound sorgt. Natürlich erhöht sich damit auch die Durchsetzungskraft.

Auffallend ist das geringe Nebengeräuschverhalten des Pedals auch bei maximalen Einstellungen, sehr gut!

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