Gitarre Genre_Metal
Test
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21.01.2010

Morpheus Droptune Test

How low can you go?

Tiefer gestimmte Gitarren klingen einfach fetter! Hendrix hat bereits in den Sechzigern seine Strat gerne mal einen Halbton tiefer gestimmt. Und auch Eddie Van Halen oder Jimmy Page nutzten in den Siebzigern Drop D Tunings, um ihren Riffs mehr Schub im Bassbereich zu verleihen. Spätestens seit der Grunge-Revolution Anfang der Neunziger gehört das Tuning aber zum Alltag eines jeden Rock-Gitarristen. Doch die Szene beschränkt sich nicht nur auf ein normales Drop-D Tuning. Damit es noch gewaltiger klingt, wird die Gitarre auch mal insgesamt tiefer gestimmt. Slipknot beispielsweise kurbeln ihre Gitarren um bis zu drei Halbtöne herunter. Die tiefe E-Saite sogar um fünf, sodass sie als B klingt. In der Relation haben wir es also auch hier im Prinzip mit einem „Drop D“ Tuning zu tun – eben nur drei Halbtöne tiefer.



Bei einer Gitarre mit normaler Mensur und einem 010er Standardsatz schwingt die so heruntergestimmte E-Saite natürlich mit einer großen Amplitude, die das schnelle Spielen nicht unbedingt vereinfacht. Deshalb greifen Hardcore-Verstimmer gerne auf dickere Saitensätze zurück. Diese können dabei helfen, die Schlaffheit der Drähte zu kompensieren. Allerdings zieht ihre Verwendung immer auch eine Neujustierung der Halskrümmung und der Oktavreinheit nach sich – hat die Gitarre ein Tremolo-System, wird es noch aufwendiger.

Aber Detunen bringt noch weitere Probleme mit sich. So ist es natürlich nervig, wenn man im Rahmen eines Gigs Songs in verschiedenen Tunings spielt. Um auf der Bühne nicht mehr Zeit mit Stimmen als mit Spielen verbringen zu müssen, sollte man mindestens eine zweite oder sogar dritte Gitarre mitnehmen. Und genau hier kommt der Morpheus Droptune ins Spiel. Das Gerät ist ein Pitch-Shifter, der das Signal wahlweise bis zu 12 Halbtönen nach unten verbiegen kann. Das Original-Signal wird dabei selbstverständlich ausgeschaltet. Man braucht hierfür keinen Extra-Pickup, einfach die Gitarre anschließen und los geht´s. Bisher war es mit den meisten Octavern oder Pitch-Shiftern nur bedingt möglich, Akkorde zu spielen, weil der Prozessor für die Umrechnung eine enorme Leistung benötigt. Aber bei diesem Teil soll – so behauptet es zumindest der Hersteller - alles drin sein. Schau´n mer mal, oder besser: Hör´n mer mal! Die Antwort findet ihr in diesem Test.

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