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Test
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17.05.2016

Praxis

Um den Klang möglichst nicht zu beeinflussen, schließe ich das Pedal vorerst direkt an meine Lehle Sunday Driver DI-Box an und schicke das Signal von dort in den Digitalwandler meines Audio-Interfaces. Als Testgitarre kommt heute eine Yamaha Pacifica 611 zum Einsatz. Wie sich herausstellt, lässt sich das Pedal ohne die Wippenverlängerungen wirklich nicht besonders komfortabel bedienen. Ich klappe daher die Verlängerungen aus, spiele im folgenden eine Strummingfigur in Viertelnoten und drücke dabei ganz langsam die Wippe herunter.

Wie man hört, löst das Pedal das Signal auch bei geringer Lautstärke gut auf. Allerdings gestaltet sich der Verlauf etwas holprig, da der Regelweg spürbar kürzer ist als bei größeren Schwellerpedalen. Hier ist also Feingefühl gefragt und eine gewisse Eingewöhnungszeit vonnöten. Zudem habe ich den Eindruck, dass auf den "ersten Metern" dynamisch eine ganze Menge passiert, am Ende des Regelwegs dafür eher weniger. Bei der ersten Betätigung der Wippe mit der Hand fühlte sich der Mechanismus relativ schwergängig an - unterm Fuß entpuppt sich der Grad der Gängigkeit aber im Zusammenhang mit dem verkürzten Regelweg als passend.

Im Folgenden schalte ich das Pedal vor meinen Gitarrenamp, lege ein Delay in den Einschleifweg und versuche mich an den typischen Swell-Chords. Diese Disziplin lässt sich mit dem Pedal auf jeden Fall bewerkstelligen. Der kürzere Regelweg verlangt aber auch hier für gleichmäßige Klangflächen ein bisschen Übung.

Das Delay bleibt für das nächste Beispiel weiterhin im Einschleifweg. Nun schalte ich aber mein Okko Diablo Drive vor das Volume-Pedal, um die typischen Violin-Sounds zu erzeugen.

Auch diese Sound-Ästhetik lässt sich mit dem Leveline auf jeden Fall realisieren. Lautstärkepedale können natürlich auch als Alternative zum Volume-Poti an der Gitarre verwendet werden, um einen verzerrten Kanal unterschiedlich stark anzufahren bzw. um eine Boost Option zur Hand zu haben.

Abschließend schalte ich in den Leadkanal des Amps und drücke die Wippe in drei Stufen nach unten. Wie schon erwähnt, lassen sich mit etwas Feingefühl auch mehr Lautstärkestufen realisieren. Bedient man das Pedal aber auf die Schnelle in einer Livesituation, sind mehr als drei Abstufungen meiner Ansicht nach eher nicht drin.

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