Test
2
11.01.2021

Fazit
(5 / 5)

Microtech Gefells M 930 kann man getrost als Empfehlung nicht nur für den Broadcast, sondern für wirklich jeden nennen, der tontechnisch arbeitet. Selbst im Homerecording ist das Mikrofon eine treffende Wahl. Dort steht zwar eine vielleicht üppig erscheinende Anfangsinvestition einem Kauf entgegen, doch sind es auf lange Sicht Qualität und Werterhalt, die eine Anschaffung auch für Youtuber und Podcaster, ja selbst für Hobbyisten absolut rechtfertigen. Technisch wie klanglich gibt es nichts, was man dem Mikrofon auch mit bösesten Absichten wirklich ankreiden könnte. Wer eine andere Richtcharakteristik oder abweichende klangliche Grundeigenschaften sucht, ist vielleicht mit einem Geschwistermikrofon des 930 besser beraten – oder einem ganz anderen Mikrofontypus wie einem Kleinmembran-, einem Tauchspulen- oder Bändchenmikrofon. Wer aber ein absolut hochwertiges elektrostatisches Nierenmikrofon mit detailliertem, färbungsfreiem und formbarem Klang sucht, liegt mit dem M 930 aus Gefell in jedem Fall goldrichtig.

  • Pro
  • technisch hervorragend
  • offener, aber neutraler Klangcharakter
  • sehr detaillierter Klang
  • Signal „überlebt“ auch extreme Nachbearbeitungen
  • Patternverläufe sehr sanft, keine starken Färbungen
  • höchste Material- und Herstellungsqualität
  • selbst mit Poppschutz und elastischem Halter kompakt
  • Contra
  • keines
  • Features und Spezifikationen
  • Großmembran-Kondensatormikrofon
  • Richtcharakteristik: Niere
  • Eigenrauschen: 7 dB(A)
  • Grenzschalldruckpegel: 142 dB SPL (0,5% THD+N)
  • Übertragungsfaktor: 21 mV/Pa
  • Frequenzgang: 20 Hz - 20 kHz
  • Impedanz: 100 Ohm
  • Gewicht: 210 g
  • Höhe: 12 cm
  • Preis: 1079,– (Straßenpreis am 8.1.2020)
3 / 3

Verwandte Artikel

User Kommentare