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05.11.2016

Marantz MPM-3000 Test

Großmembran-Kondensatormikrofon mit Nierencharakteristik

Das Mikro macht eine gute Figur

Großmembran-Kondensatormikrofone erfreuen sich aufgrund ihres warmen, natürlichen Klangs großer Beliebtheit. Das hat auch der amerikanische Hersteller Marantz erkannt und bringt mit seinem MPM-3000 ein Großmembran-Mikrofon auf den Markt, das durch seine elegante Vintage-Form schon rein äußerlich eine sehr gute Figur macht.

Details

Auffälliges Design, aufwendige Kapselaufhängung

Die Aufhängung der Mikrofonkapsel des MPM-3000 wurde klassischen Vorbildern nachempfunden – das Design dieses Studiomikrofons kann man als äußerst gelungen bezeichnen. Der quadratisch geformte, schlanke Mikrofonschaft umschließt die interne Elektronik und dient als Halterung für die aufwendig gestaltete Kapselaufhängung. Der Mikrofonschaft selbst hängt schwingungsfrei in einem Rahmen, der fest mit dem Stativadapter verbunden ist. Auf diese Weise ist die Kapsel des Marantz komplett schwingungsfrei gelagert, so dass eventuell auftretender Körperschall nicht auf die Aufnahme gelangt. Die integrierte Schwingungsdämpfung hat den großen Vorteil, dass man keine Mikrofonspinne installieren muss, bevor die Aufnahme beginnen kann. Einfach das Kondensatormikro mit dem schwenkbaren Adapter auf ein Stativ aufschrauben, XLR-Kabel anschließen, fertig.

Feste Nierencharakteristik

Das im silbernen Finish gehaltene Marantz MPM-3000 hat eine Großmembran-Kondensatorkapsel an Bord, die besonders gut für Sprach- oder Gesangsaufnahmen geeignet ist. Das Mikrofon wird im stabilen Alukoffer ausgeliefert, der das Mikro vor unsanfter Behandlung schützt. Der mitgelieferte Poppschutz aus Metallgaze verhindert, dass ein Luftschwall auf die Membran auftrifft, wenn der Sänger Explosivlaute wie „P“ oder „B“ von sich gibt. Der filigrane und formschöne Poppschutz wird in einer dafür vorgesehenen Halterung befestigt, sodass kein externer Poppschutz gebraucht wird. Das Marantz MPM-3000 hat eine feste Nierencharakteristik, die für die meisten Aufnahmesituationen im Studio perfekt geeignet ist. Mikrofone mit Nierencharakteristik nehmen Schall von vorn mit maximalem Pegel auf, während von hinten einfallende Signale stark bedämpft werden. Ein Pad zur Bedämpfung von hohen Eingangspegeln sucht man vergeblich, aber mit 138 dB SPL ist der Grenzschalldruck hoch genug, um auch die lauteste Stimme verzerrungsfrei übertragen zu können. Mit 13 dB(A) Eigenrauschen ist das Mikro im guten Mittelfeld angesiedelt – bei der Aufnahme sehr leiser Instrumente ist es jedoch sinnvoll, einen hochwertigen MicPreamp einzusetzen.

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