Test
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03.09.2019

Praxis

Das individuell anpassbare User Interface hat einen durchaus gefälligen Refresh bekommen, was für mein Dafürhalten auch echt Zeit wurde. In den Voreinstellungen kann der Hintergrund in vier Farbtonstufungen auf die Umgebungshelligkeit angepasst werden. Ich habe mich für den dunklen Hintergrund entschieden, weil es am für mich am angenehmsten ist.

Was das neue Icon-Design angeht, würde ich sagen, dass es eine Sache des persönlichen Geschmacks ist. Ich find's nicht wirklich toll, aber auch nicht besonders schlimm. Allerdings muss ich sagen, dass ich sie nicht so intuitiv finde wie in den Marketingtexten beschrieben. Im Gegenteil: Für mich persönlich ist es eine Umstellung, wenn auch keine besonders große. Schließlich habe ich mir in den vergangenen 20 Jahren ein paar Buttons und deren Zweck merken können. Aber das ist halt mein ganz persönlicher Eindruck.

An der mutmaßlich überarbeiteten Docking-Funktion kann ich im Übrigen keine wirklichen Änderungen feststellen. Es fühlt sich für mich ähnlich sperrig an wie in den Vorgängerversionen, wenn ich mein Default Layout erstelle. Vielleicht stelle ich mich hierbei auch einfach nicht besonders geschickt an.

Die neue VST-Engine sollte wesentlich stabiler sein und vor allem schneller während des Programmstarts beim Scannen der Plugin-Folder. Das ist in der Tat etwas ganz anderes als noch in meiner Version 11! MAGIX Software bootet unfassbar zügig und ohne einmal zu „husten“. Ebenso fühlt sich das komplette Handling an –  sehr solide. 

Hierzu ein Video mit dem Bootvorgang von SOUND FORGE PRO 13. Der Scan der VST-Bibliothek geht echt m-e-g-a-s-c-h-n-e-l-l vonstatten. Und bei mir auf dem Studio-PC sind echt viele Plugins installiert. Bei Version 9 dauerte das auch gern mal ein paar Minuten, da hatte man noch Zeit, um einen oder auch zwei Kaffee zu machen.

SOUND FORGE PRO unterstützt ja in Version 13 nun auch (endlich) die ARA2-Schnittstelle, über welche die DAWs mit Plugins in Echtzeit Daten über das Projekt und das zu bearbeitende Audiofile austauschen, was ich direkt am bereits vom Plugin vorgewählten korrekten Tempo erkennen kann. Das hat bei mir in Version 11 definitiv nicht funktioniert. Chapeau!

Die neue Monitoring-Anzeige, das „Peak Meter V2“, visualisiert auf dezente und dennoch unmissverständliche Weise die Pegelverhältnisse am Eingang während der Aufnahme ODER am Ausgang während des Abspielvorgangs bzw. der Bearbeitung. Das Design gefällt mir und konkret ist die Anzeige ebenfalls. Sie erweist sich aber zudem – wenn auch nicht auf den ersten Blick – als sehr flexibel, was ein Rechtsklick auf das Meter durch Erscheinen des Optionsmenüs offenbart.

Zu den neuen internen Effekten, die in Version 13 Einzug in die Software gehalten haben, zählen die neuen coreFX Mastering-Effekte (2-Point-Compressor, Limiter, Expander, Kompressor und Gate) und die coreFX- Delay, Chorus, Flanger und Acoustic Mirror. Auch sie können klanglich überzeugen. Zu beiden coreFX-Gruppen folgt je ein Audiobeispiel.

Das VST-Plugin „WaveHammer 2.0“ ist ebenso wie sein Vorgänger on Board. Und zu dem Hammer stelle ich euch ebenso gerne eine Audiodatei im Anschluss bereit.

Zu guter Letzt möchte ich noch auf den Batch Converter hinweisen, der es dem User ermöglicht, mehrere Audio-Dateien als Stapel zu verarbeiten. Für ständig wiederkehrende Aufgaben, die ein hohes Automationspotenzial haben, sowie für zahlreiche Files, die allesamt die gleiche Bearbeitung erfahren sollen, ist das ein echter Segen. Doch das ist noch längst nicht alles, was sich skripten lässt; ein Blick auf den zweiten Screenshot lässt erahnen, womit SOUND FORGE PRO 13 dem vielbeschäftigten User jede Menge Arbeit abnehmen kann..

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