Test
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10.10.2019

Praxis

Die beiden Endstufen sind nicht nur unterschiedlich schwer und groß, sondern weisen auch unterschiedliche Leistungsdaten auf. Die MX2500 stellt dem Anwender 2x 750 Watt an 4 Ohm zur Verfügung, während die MX3500 annähernd die doppelte Leistung (2x 1350 Watt an 4 Ohm) erzeugt. Damit bietet sich folgende Arbeitsteilung an: Die MX2500 ist prädestiniert für den Antrieb von Topteilen und Monitoren, während Subwoofer bevorzugt mit der MX3500 angetrieben werden wollen.

Nach dem Blick unter die „Motorhaube“ ist bereits klar, dass die MX-Endstufen nicht gerade ein Paradebeispiel an modernster Endstufentechnik sind. Das wollen sie auch gar nicht sein. Das Konzept stellt dafür eine gute Verarbeitung samt bewährtem Ringkerntrafo in den Fokus.

Kurz gesagt: Die MX-Endstufen schraubt man in ein Rack und vergisst sie einfach. Mehr Aufmerksamkeit als ab und zu den Staubfilter zu reinigen, klagen sie nicht ein. Keine Firmware-Updates, keine DSP-Programmierung – die MX-Amps empfehlen sich damit auch für eine budgetorientierte Festinstallation, wo das höhere Gewicht durch den Ringkern zudem keine Rolle spielt.

Wer mehr Kontrolle über den Sound und zusätzliche Limitierung benötigt, dem würde ich den Mackie SP260 Controller ans Herz legen. Der eingebaute Clip-Limiter der MX-Amps verhindert lediglich ein Überfahren der Eingangsstufe, wer seine Boxen vor zu hohen Ausgangsleistungen schützen möchte, der benötigt zusätzlich einen PA-Controller.

Die Clip-Limiter zeigen sich im Test allerdings als zuverlässig. Das gilt auch für die verbauten Lüfter, die unter Volllast für einen ordentlichen Durchzug im Amprack sorgen. Die MX-Serie kann auch leise. Die MX2500 angeschlossen an zwei Studiomonitore überzeugt mit einem rauscharmen, artefaktfreien Sound. Somit lassen sich die Amps auch für größere Studios oder Heimkinos einsetzten.

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