Hersteller_Mackie
Test
2
12.05.2015

Praxis

Zum Test des Subwoofers standen mir die MR6 mk3 zur Seite, sodass ich den MR10S mk3 Subwoofer vor allem in Verbund mit diesen beiden Speakern testen konnte. In diesem Zusammenhang fiel mir natürlich das fehlende Low-Cut-Filter bzw. die fehlende Bassabsenkung der Speaker erneut negativ auf, da das „Crosover“ des Subwoofers ja nun eben nicht den Bassbereich der Satelliten-Ausgänge beschneidet. Schade, aber auch kein echtes Problem, denn dann wird der Sub eben entsprechend tief eingestellt, sodass es einfach so wenig Überlagerungen wie möglich im Bassbereich gibt. 

Als Startpunkt in 2.1-Setups hat es sich für mich bewährt, den Sub mit dem gleichen  Abstand zum Hörpunkt aufzustellen wie ihn auch die Speaker zueinander haben. Monitore und Subwoofer sind also auf einem Halbkreis um den Abhörpunkt versammelt. Wo genau auf dem Halbkreis der Subwoofer positioniert werden muss, kann hingegen nur durch Probehören und Rücken bzw. mit entsprechendem Messequipment herausgefunden werden. 

Das Gleich gilt natürlich auch für die Phase sowie für die genaue Definition des Gains und des High-Cuts. Hierbei ist es sehr hilfreich, das Einrichten nicht alleine vorzunehmen und einen Assistenten zu bitten, die entsprechenden Einstellungen am Gerät vorzunehmen, während man selber im Sweespot sitzt und mit Musik gegenhört. Mackie empfiehlt in Kombination mit der MR6 mk3 übrigens eine Trennfrequenz von 46 Hz, und auch ich habe mich nach einer Weile herumprobieren ungefähr darauf eingegroovt. 

Mit einem Subwoofer macht das Hören von Techno und HipHop natürlich immer gleich viel mehr Spaß, aber etwas Präzision und Neutralität bleiben dadurch leider fast immer auf der Strecke. Das ist aber nicht nur bei den Mackies so, sondern meiner Erfahrung nach bei fast allen Stereo-Systemen im unteren drei- bis vierstelligen Preisbereich der Fall - von daher geschenkt.

Zurück zum eigentlich Klang. Der Mackie Sub hat einen guten Punch, geht aber auch nicht wirklich besonders tief, was ich bereits in der Einführung versucht habe, technisch zu erläutern. Das musst allerdings ganz und gar nicht schlecht sein, da er ja auch kein echtes Schwergewicht ist und von daher einen guten Kompromiss aus Tiefe und der Anfälligkeit für (Gehäuse-)Resonanzen bietet, zumal sich ganz tiefe Frequenzen in kleineren Räumen eh problematisch verhalten, vor allem, wenn diese akustisch wenig optimiert wurden.

Apropos Resonanzen: hier hat der kleine Würfel bei hohen Pegeln durchaus mit ein paar Problemchen am rückseitigen Bassport sowie den Anschlussöffnungen zu kämpfen. Es sind leichte Turbolenzen zu hören, die allerdings bei gleichzeitig aktiven Satelliten wiederum kaum wahrzunehmen sind. Ich persönlich mag es ohnehin lieber, den Sub-Gain nur so minimal wie möglich aufzudrehen, sodass er subtil unterstützt - ohne sich in den Vordergrund zu schieben. Gerade bei vielen Heimkino-Setups wird das gerne falsch gemacht, sodass einem übertrieben der Putz von der Decke in das Gesicht rieselt, wenn der T-Rex einmal auf den Boden stampft.

Normalerweise würde ich an dieser Stelle gern das Auto-Power-Feature loben, allerdings ist die Implementierung hier leider ein echt schlechter Witz: Der Leerlaufstrom wird zwar nach einer gewissen Zeit der Inaktivität auf der Audioleitung reduziert, allerdings nur von 16 Watt auf 12 Watt, was erstens kaum einen Unterschied macht und zweitens für einen Stand-By einfach auch noch viel zu viel ist. Kleines Rechenbeispiel: 10 Stunden im Leerlauf entsprechen auch schon 0,12kWh und ein Jahr Leerlauf somit rund 27 EUR – also immer alles schön ausschalten!


2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare