Test
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29.12.2019

LP 1436 Laptop Conga Test

Kompakt-Conga

Soundwunder im handlichen Laptopformat

Wer auf der Suche nach einer transportfreundlichen und preisgünstigen Conga-Alternative ist, könnte mit unserem heutigen Testkandidaten, der LP Laptop Conga, fündig werden. Wie bereits am Namen zu erkennen, ist das Instrument flach und rechteckig, sodass es beim Spielen problemlos auf den Oberschenkeln platziert werden kann. Die Optik erinnert aufgrund der Schlagflächen aus Holz eher an ein Cajón. Welche Klänge man der LP Laptop Conga entlocken kann und ob es sich um eine ernst zu nehmende Alternative zur traditionellen Conga handelt, könnt ihr hier nachlesen. 

Details & Praxis

Der Name ist Programm, und so kommt die Laptop Conga in einer flachen, rechteckigen Form daher und wird beim Spielen auf den Oberschenkeln platziert. Ein schwarz lackierter Holzkorpus und Schlagflächen aus Birkenfurnier verlocken spontan zum Aufsitzen und Losjammen. 

Auch wenn die Optik mehr an ein flacheres Cajon erinnert: Bei näherem Hinsehen stechen sofort die zwei durch einen Steg voneinander getrennten Schlagflächen ins Auge, die an Congas erinnern und das Instrument mit einem hohen und einem tiefen Sound ausstatten. Die Entwicklung der Laptop Conga basiert laut Hersteller LP auf einer Erfindung des schwedischen Designers Valter Kinbom, der vor allem durch die von ihm gegründete Firma Valter Percussion bekannt wurde und bereits eine ganze Serie innovativer „Special Cajons“ entworfen hat.

Optisch erscheint die LP Laptop Conga als makellose, glatte Hülle, auf der lediglich zwei Schrauben sichtbar werden. Diese dienen der Befestigung eines Gurtes, den man sich wahlweise um Hüfte oder Beine schnüren kann, um das Instrument beim Spielen zu fixieren, da es aufgrund seines leichten Gewichts bei handfesten Rhythmen schnell mal in Bewegung gerät.

Bereits ohne Gurt wird jedoch ein durchaus sicheres Spielgefühl erzeugt: Die Unterseite ist mit einer Sandlackbeschichtung ausgestattet und findet somit stabilen Halt auf Hose und Bein.

Für das flache Format klingt die Laptop Conga erstaunlich erwachsen

Der Klang geht deutlich über die Erwartungen hinaus. Erinnert die LP Laptop Conga optisch eher an ein Cajon, überrascht sie klanglich jedoch mit vollen und vielseitigen Sounds. Vom fetten Open Tone bis hin zu filigranen Ghostnotes lässt sich fast jeder Klang in erstaunlicher Vielseitigkeit erzeugen, auch wenn Slaps und Basstöne in Klang und Dynamik nicht ganz an das fellbespannte Original rankommen.

Einziger Kritikpunkt: Der hohe Ton spricht im Vergleich zum tiefen deutlich träger an und entwickelt seine klangliche Qualität erst bei deutlich stärkerem Anschlag. Das kann zunächst irritierend sein, wenn man das Spielen auf traditionellen Congas gewöhnt ist und eingeübte Patterns nun leicht anpassen muss.

Die klangliche Vielfalt und der individuelle Holzsound machen also Lust auf mehr und laden zum Jammen ein. Über größere Distanz und in lauter Umgebung geht diese Vielseitigkeit jedoch schnell verloren. Außerhalb von Proberaum und über das Üben allein hinaus muss die Laptop Conga also entsprechend mikrofoniert werden, um in Live-Situationen auch gegen lautere oder elektrisch verstärkte Instrumente anzukommen.

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