Bass Hersteller_Lehle
Test
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02.05.2018

Lehle RMI Basswitch Enhanced Overdrive Test

Overdrive-Pedal für Bass

Böser, böser Bass!

Die Basswitch-Serie der luxemburgischen Firma RMI (Ruppert Musical Instruments) wächst langsam aber stetig und wird im Jahre 2018 mit einem neuen Pedal erweitert. Der Familienzuwachs hört auf den Namen "Enhanced Overdrive". Dabei handelt es sich um ein Overdrive-Pedal, das speziell für die Verwendung mit dem Bass entwickelt wurde.

Hergestellt wird der Enhanced Overdrive (wie alle anderen RMI-Produkte) von der deutschen Firma Lehle, die vor allem für ihre hochwertigen Splitter und Loop-Boxen bekannt ist und seit Jahren einen hervorragenden Ruf in der Szene genießt. Der brandneue Bassverzerrer der luxemburgisch/deutschen Kooperation ist vor kurzem im bonedo-Testlabor eingetroffen und muss in diesem Test zeigen, was er kann!

Details

Sämtliche Geräte aus der Basswitch-Serie strahlen Qualität aus - das ist auch beim neuen Enhanced Overdrive erwartungsgemäß nicht anders. Alle verwendeten Materialien wirken absolut hochwertig und die Verarbeitungsqualität des Pedals kann man nur als perfekt bezeichnen. Das Design und die Bauform des Enhanced Overdrive ist identisch mit den früheren Basswitch-Pedalen. Das elegante Metallgehäuse misst dementsprechend 14,4 x 6 x 4,5 cm und ist somit etwas schmaler und etwas länger als ein Boss-Pedal in Standardgröße.

In der Bodenplatte sitzen vier in kleine Öffnungen gesteckte Gummifüße, die je nach Nutzung des Pedals auf einem Board oder als Standalone-Pedal abgenommen und wieder aufgesteckt werden können - eine clevere und praktikable Lösung!

Alle Anschlüsse wurden auf der Stirnseite des Gehäuses untergebracht. Hier finden wir einen Klinkeneingang für den Bass, einen Klinkenausgang für die Weiterleitung des Signals zum Amp, und schließlich den Netzanschluss. Ein Betrieb mit Batterien ist nicht möglich und das passende Netzteil wird leider auch nicht mitgeliefert, der neue Basswitch-Sprössling zeigt sich in Sachen Stromversorgung dafür aber sehr flexibel und kann mit Spannungen von 9-15 Volt umgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen passenden Stromlieferanten in der Schublade hat, ist also relativ groß.

Zum Einstellen des Sounds bietet der Enhanced Overdrive insgesamt vier Regler, die versenkt in das Gehäuse installiert wurden. Dieses Design hat den Nachteil, dass die Bedienung der kleinen Regler nicht wirklich komfortabel ist, andererseits werden die Potis durch die versenkte Bauweise sehr gut vor Fußtritten geschützt.

Als nächstes schauen wir uns die Regler und die darunter liegenden Parameter im Einzelnen an: Links oben parkt der Volume-Regler für die Gesamtlautstärke des Pedals, rechts daneben sitzt der Gain-Regler, mit dem die Intensität der Verzerrung kontrolliert wird. In der Reihe darunter finden wir den Mix-Regler für die stufenlose Mischung des Originalsignals mit dem verzerrten Signal, und schließlich einen Tone-Regler, der die Klangfarbe der Verzerrung beeinflusst. Hierbei handelt es sich um einen Equalizer, der vor der Gainstufe platziert ist. Im linken Bereich des Reglerwegs werden die Mitten um 500 Hz und die Höhen bei 2 khz kontinuierlich angehoben. Dreht man in die andere Richtung, senkt der Tone-Regler die tiefen Mitten bei 300 Hz immer weiter ab.

Auf dem vorderen Bereich der Gehäusefront sitzt schließlich ein extrem hochwertiger und verschleißarmer Fußtaster, mit dem der Verzerrer aktiviert oder das Pedal in den Bypass-Modus (Buffered Bypass) geschaltet wird. Ein große LED signalisiert gleichzeitig den Betriebszustand - ist der Verzerrer an, leuchtet die LED blau, den Bypass-Modus zeigt die LED mit Weiß an.

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