Test
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01.01.2018

Keeley Engineering Delay Workstation Test

Effekt-Pedal

Doppelt hält besser

Mod, Tone und nun auch die Delay Workstation. Keeley Engineering baut recht komplexe Pedal und wir haben schon einige getestet. Anstatt uns heute auf die Verwendung mit Gitarre zu stürzen, werde ich aber das Pedal mit Hinblick auf Synths im Studio testen.

Details

Allgemeines

Die Keeley Engineering Delay Workstation ist ein etwas größeres, digitales Effekt-Pedal für Gitarristen, lässt sich aber durchaus auch mit Synths und anderen Klangquellen betreiben.

Es besitzt zwar nur einen Eingang (mono), gibt aber optional auch Stereo aus. Die Metallkiste ist solide verarbeitet, macht einen hochwertigen Eindruck, wiegt 400 Gramm und misst 99 x 120 x 53 mm. Eine Stromversorgung mit Batterien ist nicht vorgesehen, das passende 9-V-Netzteil muss separat erworben werden.

Dual FX Bank

Die Workstation ist zwei Effekte in einem: In der oberen Reihe finden wir eine Reverb-Bank und in der unteren eine Delay-Bank. Beide bieten jeweils acht Modes, was uns insgesamt 8x8 = 64 verschiedene Kombinationen beschert. In der Reverb-Sektion stecken genau genommen fünf Räume sowie ein Flanger und zwei Delays.

Jeder der beiden Effekte ist mit jeweils fünf Potis versehen, wobei das erste die Mode-Auswahl übernimmt (SELECT), der zweite das Dry/Wet-Verhältnis regelt (BLEND) und die anderen drei dann erst den eigentlichen Effekt parametrisieren.

Hall on me

Bei dem Reverb sind das DECAY, also die Länge der Hallfahne, das PREDELAY, was das Einsetzen der ersten Reflexionen und damit unser Empfinden für die Größe des Raumes steuert, sowie MORPH. Morph regelt dabei individuelle Parameter des gerade geladenen Effektes, genau wie auch Predelay und Decay bei einzelnen Effekten abweichen. Es gibt hier jedenfalls folgende Effekte: Spring, Chamber, Hall, Plate, Shimmer, Flanged, Tape Delay und Digital-Delay.

Don‘t be late

Die untere Sektion bietet die beiden selben Delays wie sie auch in der Reverb-Bank zu finden sind – Tape und Digital – sowie zusätzlich: Slapback, Multi-Head, Analog, Sub-Divided, Ducking und Pitch. Time regelt dabei immer die Delay-Zeit, also den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Verzögerungen, und Feedback das Abklingverhalten. Der Morph-Parameter variiert wieder in der Parametrisierung.

Controll I‘m here

Beide Effektwege können individuell mit den Fußtastern aktiviert werden, sodass man auch durchaus von zwei Presets sprechen könnte. Hinzu kommt rechts außen ein Taster für das Tap-Tempo.

Auf der Rückseite finden wir die Audioverbindungen in Form eines 6,35-mm-TS-Eingangs (große Monoklinke) und zwei 6,35-mm-TS-Ausgängen (mono/stereo bzw. wet/dry). Ergänzt wird das Ganze vom Netzteilanschluss sowie einem Tap und einem Expression Pedal Eingang. Diese regeln das Tap-Tempo der Delay-Bank sowie das Decay der Reverb-Bank. Schade, eine freie Zuweisung wäre sinnvoller gewesen.

 

 

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