Software
Test
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12.09.2020

Praxis

Was macht Izotope Stutter Edit 2 klanglich?

Um die Soundqualität und die Einsatzmöglichkeiten aufzuspüren, probieren wir einfach die mitgelieferten Bänke mit verschiedenen Gestures aus. Stutter Edit 2 kommt mit sechs Factory Banks: Experimental, Master Bus, Vocals, Cinematic and Trailers, BT Signature Banks sowie Bass, Beats and Instruments. Man bekommt anhand der Bezeichnungen der Bänke und Gestures schon eine grobe Hilfe, wofür man sie verwenden soll – im Ordner „Master Bus“ sind also etwa Vorlagen für die kreative Summenbearbeitung.

Beim Experimentieren wird man aber bald feststellen, dass man wild probieren und die Namen gern einmal ignorieren kann. Auf Anhieb gefallen die von BT designten Effekte am besten – wen wundert's? Er reizt die Effektparameter gekonnt aus und bringt seine kreativen Multi-Effekte immer auf den Punkt.

Acht Hörbeispiele skizzieren einige der klanglichen Möglichkeiten. Wer sich länger und intensiver mit Stutter Edit 2 beschäftigt, wird noch einige Details mehr entdecken. Zuerst kurz das unbearbeitete Audiomaterial, danach einige Gestures von Izotope Stutter Edit 2:

Bei den Hörbeispielen ist wenig mit dem Startpunkt und der Dauer für die Gestures ausprobiert worden. Oft ist es günstiger, wenn die Effekte innerhalb der Phrasen und Loops einsetzen und nur bei kürzeren Abschnitten ansetzen. Hier sollte man jedenfalls ein glückliches Händchen haben – die Software kann nicht alles erledigen. Die Effekte klingen sehr gut. Selbst der Reverb schwächelt nicht qualitativ. Leider gibt es keinen globalen Wet/Dry-Regler, um den gesamten Effektanteil auf die Schnelle zu dosieren. Immerhin lässt sich der Effektanteil bei den einzelnen FX-Blöcken regulieren.

Freilich kann man selbst leicht eingreifen und die wirklich sehr zahlreichen Effekt-Einstellungen verändern. Manchmal kommen mit ein wenig Glück originelle und brauchbare Ergebnisse heraus. Für ein richtig gutes Editing benötigt man aber einen konkreten Plan – man sollte also schon wissen, mit welchen Gesture man welchen musikalischen Effekt innerhalb des Song-Arrangements erzielen will. Genau das ist eigentlich nur von Producern zu schaffen, die viel Erfahrung mit dem Audio-Design haben.

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