Test
8
07.05.2019

Fazit
(4 / 5)

Hörluchs haben mit den HL 4210 Zwei-Wege-In-Ears mit ansprechendem Lieferumfang und glasklarem Sound im Programm. Und auch die mit identischem Lieferumfang aufwartenden HL 4220 haben durch ihren Bass-Boost definitiv ihren berechtigten Platz als eigenständiges Modell im Hörluchs-Programm.

Ja, beide Kopfhörer klingen deutlich unterschiedlich. Die HL 4210 präsentieren sich im Test vor allem als Tool für detailreiches Hören von Audiomaterial in moderaten Lautstärken. In Verbindung mit Bassanhebung und leichter Höhendämpfung per EQ bieten diese In-Ears einen differenzierten Klang, der vor allem in den Mitten und Höhen zahlreiche Feinheiten des Audiomaterials offenbart.

Die Qualität der Materialien wie auch der Verarbeitung ist bei beiden Kopfhörern durchweg auf hohem Niveau. Ihr ergonomisches Design führt zu angenehmem Sitz und guter Abschirmung von Außengeräuschen. Die beiliegenden Wechselfilter sind einfach einzusetzen und bieten ein Plus in Sachen Hygiene und Klangreinheit.

Den Einsatz der HL 4210 kann ich mir vor allem bei Moderatoren und Sängern, die Wert auf eine hohe Sprachverständlichkeit und ein durchsetzungsfähiges Stimmsignal im Monitormix legen. Jenseits der Bühne eignen sich diese In-Ears aus meiner Sicht nur für solche Hörer als Hi-Fi-Kopfhörer, die Wert auf differenzierte Mitten legen und denen der Bassbereich nicht zu wichtig ist. Auch wer sich diese hochwertigen In-Ears als Kopfhörer fürs Gaming gönnt, kann mit dem HL 4210 nichts falsch machen, sofern die Präsenz und Verständlichkeit von Stimmen für ihn/sie wichtig sind.

Anders sieht es bei den HL 4220 aus. Durch ihren eher warmen Klang und ihren kraftvollen Bassbereich eignen sie sich sogar für das Bühnen-Monitoring von Tiefton-Instrumentalisten wie Bassisten und machen auch beim Hi-Fi-Genuss und Gaming Spaß, wenn es um fette Bässe und imposante Sound-FX geht.

Die eingangs gestellte Frage muss sich allerdings jeder Käufer selbst beantworten. Rechtfertigt der klangliche Unterschied im Bassbereich eine Preisdifferenz von 100,– Euro bei der UVP der beiden In-Ears? Ich persönlich bin der Meinung, dass der Hörluchs HL 4220 für den Extra-Hunderter ein außergewöhnliches Bass-Erlebnis bietet, das wirklich stark ist. Zumal (Sub-)Bässe dieser Art bei In-Ears nicht oft zu finden sind. Wer dagegen ausschließlich einen besonders differenzierten Klang in den Mitten und Höhen sucht, braucht nicht weiter als bis zum HL 4210 zu schauen.

  • Pro
  • Lieferumfang
  • hohe Sprachverständlichkeit
  • starke Dämpfung von Außengeräuschen
  • detailreiche Mitten und Höhen (insbesondere HL 4210)
  • imposanter Bass-Boost (HL 4220)
  • individualisierbar/ausbaufähig durch optionales Zubehör
  • gute Materialqualität
  • wechselbare Filter
  • Contra
  • Klang weniger ausgewogen als beworben
  • bassarm (HL 4210)
  • Technische Spezifikationen
  • Treiber: 2-Wege
  • Impedanz: 30 Ohm
  • Frequenzbereich: 20Hz – 25 KHz
  • max. Schalldruck: 125 dB SPL
  • Gewicht: 6 g (ohne Kabel)
  • Kabellänge: ca. 1,60 m
  • Kabel: wechselbar
  • Farbe: Beige (optional: Schwarz, transparent/Grau)
  • Preis
  • 498,00 Euro (UVP) HL 4210
  • 598,00 Euro (UVP) HL 4220
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