Bass
Test
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15.11.2011

DETAILS

Die zwei 10 Zoll Hybrid Lautsprecher mit Neodym-Magneten  arbeiten in einem luftdicht verschlossenen Gehäuse und nicht, wie üblicherweise bei kleinen Combos, in einer Bassreflex-Konstruktion mit einem oder mehreren Kanälen. Ein Bassreflex-Gehäuse sorgt durch die zusätzlich bewegten Luftmassen für eine kräftigere Basswiedergabe, ein geschlossenes Gehäuse hat aber den Vorteil, dass der Sound gerade bei höheren Lautstärken straffer bleibt und weniger dröhnanfällig ist. Das Gehäuse des Hartke-Combos ist sehr stabil und widerstandsfähig, die Wände aus 15mm Pressspan sind mit schwarzem Vinyl überzogen, chromfarbene Metallkappen schützen die Ecken, und die Lautsprecher sitzen absolut sicher hinter einem robusten Metallgitter mit Hartke-Schriftzug. Trotz der relativ leichten 10 Zöller mit Aluminiumrahmen und Neodymmagneten gehört unser Kandidat tatsächlich nicht zu den Fliegengewichten und befindet sich mit stattlichen 38kg in der Gesellschaft von vielen 2 x 10er anderer Hersteller. Hartke hat dem Combo aber Rollen spendiert und auch die Griffschalen an den Seiten sehr großzügig dimensioniert, damit der Transport nicht zur Schufterei wird.

In puncto Verstärker bedient sich Hartke bei der hauseigenen LH-Serie und verbaut im 5210C den „kleineren“ LH500 mit 500Watt Ausgangsleistung, der in meinem bonedo-Test vom November 2010 schon positiv auffiel. Der LH500 ist ein sehr einfach und klar aufgebauter Solid State Verstärker mit einer Röhrenvorstufe, der nicht mit den allerneuesten Killerfeatures aufwartet, sondern mit einer soliden Leistung und einem fundamentstarken Ton überzeugen will, was er in meinem damaligen Test ja auch geschafft hat. Zu diesem Konzept passt dann auch die etwas schmucklose und spartanische Front des Verstärkers. Es gibt nur wenige Bedienelemente und die klare Struktur und die Anordnung derselben werfen keinerlei Fragen auf und sollten auch von Einsteigern schnell zu durchschauen sein.

Der Preamp kann mit aktiven oder passiven Bässen gefüttert werden, wofür separate Klinkeneingänge mit verschiedenen Empfindlichkeiten zur Verfügung stehen. Danach kommt schon der Volume-Regler für die Endlautstärke - auf einen Gainregler zum pegeln der Vorstufe verzichtet Hartke. Ein EQ-Preset-Taster mit der Bezeichnung „Brite“ dient zum Boosten des Höhenbereiches. Damit sind wir schon im Zentrum der Front mit einem 3 Band EQ und den entsprechenden Reglern Bass, Mid und Treble. Hartke hat sich hier für ein Fender Tone-Stack entschieden, die Bänder können also nur geboostet werden und arbeiten wesentlich interaktiver als ein EQ mit festgelegten Einsatzfrequenzen. Mit einem zweiten kleinen Taster samt Betriebs-LED kann ein Limiter eingeschaltet werden, der die lauten Pegelspitzen abfängt, um Verzerrungen zu verhindern und die Lautsprecher vor Beschädigungen zu schützen. Die symmetrische XLR-Buchse verbindet den Hydrive mit einem Mischpult oder einem weiteren Verstärker und greift das Signal direkt an der Vorstufe ab - EQ Einstellungen und Effekte werden also nicht transportiert.

Den besonders Aufmerksamen unter euch wird vielleicht das dubiose kleine Schwämmchen neben dem Powerschalter aufgefallen sein, aber auch dahinter versteckt sich kein neues Killerfeature, sondern lediglich der Lüftertunnel zur Kühlung des Verstärkers. Der Schwammfilter kann zur Reinigung auch abgenommen werden. Der passende Lüfter zum Tunnel sitzt auf der Rückseite des Combos, wo wir auch die restlichen Anschlüsse finden.

Zwei Klinkenbuchsen stehen zum Anschluss von Boxen zu Verfügung, eine ist allerdings schon von den internen Lautsprechern des Combos besetzt. Zur Erweiterung kann man also noch eine Zusatzbox anschließen und so den 5210C zu einem kräftigen kleinen Bass-Stack ausbauen. Der Verstärker liefert dann an 4 Ohm seine ganze Leistung von satten 500 Watt, genug Power, um auch bei größeren Gigs ausreichend Saft unterm Volume-Regler zu haben. Auch an die Verwendung externer Effekte wurde gedacht, zum Einschleifen steht ein Weg mit Send- und Return-Klinkenbuchsen zur Verfügung. Fast zu übersehen ist der kleine Schalter zum Anpassen des Hochtöners. Die Lautstärke lässt sich damit zwar nicht stufenlos regeln, wie man es von vielen ähnlichen Boxen kennt, der Schalter erlaubt aber immerhin die drei Positionen On, Off und - 6dB – Letzteres entspricht der halben Hochtöner-Lautstärke.

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