Bass
Test
7
09.12.2009

DETAILS

 

Korpus
Form und Ergonomie des HBB1975 Korpus entsprechen denen des Originals aus den Siebzigern. Der eigentliche Unterschied liegt im verwendeten Korpusholz. Ab 1970 wurde beim J-Bass vorwiegend Esche anstatt der in den Sechzigern üblichen Erle als charakteristisches Klangholz verbaut. Der Harley Benton hingegen kommt mit einem Ahornkorpus, gefertigt aus drei geleimten Holzblöcken. Die positiven Eigenschaften des Klangholzes sind seine Stabilität, gut ausbalancierte Höhen und Bässe in Verbindung mit einem klaren, durchsetzungsfähigen Ton. Geschützt wird das Holz durch Klarlack, der die helle, angenehme Farbe gut zur Geltung bringt - wobei übrigens die Rückseite beim Testmodell eine schönere Maserung aufweist als die Vorderseite!

Hals
Genau wie das Griffbrett besteht auch der einteilige Hals des HBB1975 aus mit Klarlack lackiertem Ahorn, die zwanzig Bünde sind sauber in das Griffbrett eingelassen. Als Tribut an die Preisklasse, in der der Bass kämpft, hat man das schwarze Halsbinding nicht eingelegt, sondern aufgemalt. Auch die schwarzen Block-Inlays liegen sauber im Griffbrett. Der Sattel besteht aus einfachem, recht spröde wirkendem Kunststoff, der zwar nicht unbedingt fachgerecht bearbeitet wurde, technisch aber einwandfrei funktioniert. Der Halsverlauf ist schnurgerade. Falls die Halskrümmung dennoch einmal verändert werden muss, findet sich der Zugang zur entsprechenden Stellschraube auf der Kopfplatte am angestammten Platz oberhalb des Sattels.
Der Hals liegt passgenau in der Halstasche, vier Schrauben sorgen für eine feste Verbindung zum Korpus.

Ausstattung
Genau wie das legendäre Vorbild aus den Siebzigern kommt auch der Harley Benton HBB1975 mit einem Vintage-Steg. Vier separate Reiter sorgen dafür, dass sich Saitenlage und Oktavreinheit einzeln justieren lassen. Leider verlaufen die Saiten nicht exakt mittig über die Polepieces der Tonabnehmer. Beim Halstonabnehmer ist die Abweichung noch akzeptabel, der Verlauf über dem Stegtonabnehmer divergiert jedoch stark, wobei die E-Saite die größte Abweichung aufweist. Wie sich das auf das Klangverhalten der einzelnen Saiten auswirkt, werden wir im Praxisteil erfahren. Die Stimm-Mechaniken funktionieren jedenfalls und machen keinerlei Probleme. Auch das schwarze, dreilagig laminierte Pickguard aus Plastik ist ordentlich verschraubt.

Elektronik
Die Übertragung der Zupfkünste und der Ahorn-Klangcharakteristik übernehmen zwei passive Alnico-Tonabnehmer. Die zuständigen Regler haben auf der silbernen, länglichen Platte unterhalb des Pickguards ihren Platz. Dabei kommt jeder Tonabnehmer mit einem separaten Lautstärkeregler, den Tonregler teilen sich beide.

2 / 4
.

Verwandte Artikel

User Kommentare