Test
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21.09.2016

Fender FXA7 Pro In-Ear Monitors Gold Test

Handgefertigter In-Ear-Hörer

Gold für die Ohren

Mit den FXA7 Pro IEM Gold bietet Fender handgefertigte In-Ears an. Ja, richtig gelesen: handgefertigte In-Ears von Fender. Die beiden Ohrknöpfe wollen unsere Gehörgänge dank patentierter Zweiwege-Technik mit differenziertem Sound versorgen. Das ist natürlich nicht zum Schnäppchenpreis möglich. Wir checken, ob bei diesen In-Ears Preis und Leistung in gesundem Verhältnis zueinander stehen.

Nanu, seit wann stellt Fender Kopfhörer her? 2011 gründete Mastering-Experte Dale Lott in den USA die Kopfhörerschmiede Aurisonics, die handgefertigte Geräte selbst entwickelte. Fender kaufte die in Nashville ansässige Firma kurzerhand auf -- Fenders und Lotts Einstieg in die Massenproduktion von Kopfhörern. Anders als beispielsweise Marshall produziert Fender vornehmlich für den ausübenden Musiker. So sind auch die FXA7 Pro IEM professionelle In-Ear-Monitore mit Fender-Logo.

Details

Auch wenn die FXA7 Pro beim Unboxing ein wenig wie das schlafende Schneewittchen im Glassarg daher kommen, steckt ordentlich Leben in der Transportbox. Denn in der kleinen Kiste ist reichlich Stauraum für den Lieferumfang. Das Etui, zum Beispiel, ist ein wahres Platzwunder. Es enthält sechs Paar Wechsel-Ohrpassstücke (SureSeal-Tips) in verschiedenen Größen, einen vergoldeten Klinkenstecker-Adapter sowie ein samtenes Transporttäschchen. Sogar ein Reinigungstool und ein Paar Akustikohrstöpsel liegen bei. Außerdem sind eine Kurzanleitung mit Piktogrammen und eine Garantiekarte enthalten. Auf dieser Karte wird unter anderem ein handschriftlicher Nachweis von Herstelldatum und Qualitätskontrolle geführt. Hier zeigt sich deutlich Fenders Anspruch an Qualität und Exklusivität. Nebenbei erwähnt, werden die FXA7 Pro IEM tatsächlich in den USA gefertigt und nicht nur geprüft, nachdem sie aus Fernost versandt wurden.

Aufbau

Die flache Form der In-Ears bezeichnet Fender als Low-Profile-Design. Die Form soll helfen, die In-Ears über einen längeren Zeitraum ermüdungsfrei tragen zu können. Tausende von Hörkanälen wurden laut Fender analysiert, um eine Passform zu finden, die den meisten Anwendern gerecht wird. Die schließlich realisierte Form soll daher fast ebenso gut passen wie maßgefertigte In-Ears.

Einen Pluspunkt heimsen die im 3D-Drucker gefertigten Gehäusehälften ein, weil sie servicefreundlich verschraubt sind. Die FXA7 müssen also bei Defekten nicht entsorgt werden, sondern können zur Reparatur auf die Krankenstation. Daumen hoch! Das silberbeschichtete Kabel der FXA7 Pro ist abnehmbar. Für die Steckverbindungen von Zuleitung und Buchse kommen MMCX-Verbinder zum Einsatz. Das verspricht relativ sicheren Sitz und einfache Handhabung. Außerdem verfügt das Kabel über eine biegbare Ummantelung im Ohrbereich, um das Kabel zur Zugentlastung über die Ohrmuschel legen und an ihre Form anpassen zu können.

Nebenbei sei erwähnt, dass die goldene Farbgebung der FXA7 Pro IEM Gold nicht jedem gefallen muss. Alternativ können die In-Ears in Kürze auch in Metallic-Schwarz erstanden werden.

Technik

Um Musikerohren mit einer besonders gelungenen Klangabstimmung zu verwöhnen, hat sich Fender etwas einfallen lassen: Im Innern der In-Ears befinden sich jeweils zwei Tweeter sowie ein 9,25-Millimeter-Treiber. Ergänzt wird dieser Aufbau durch eine kleine Bass-Reflex-Röhre. Diese HDBA genannte Technologie hat sich Fender patentieren lassen. Auf eine Frequenzweiche können die FXA7 übrigens verzichten. Stattdessen sorgen Aufbau und Abstimmung der Komponenten für die entsprechende Frequenztrennung.

Bei den technischen Werten liegen die FXA7 gut im Rennen. Die In-Ears besitzen eine sehr geringe Impedanz von 16 Ohm und eine hohe Empfindlichkeit von 110 dB. Der von 6 bis 24.000 Hz reichende Frequenzgang deckt von tiefsten Sub-Bässen bis zum Hochtonbereich ein deutlich breiteres Spektrum ab, als das Durchschnittsohr zu hören vermag. Gegenüber den kleineren FXA6 sind sie vor allem im Hochtonbereich besser aufgestellt.

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