Gitarre Hersteller_Electro-Harmonix
Test
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02.10.2019

Praxis

Als erstes wird die Signalqualität geprüft, dazu ist ein Marshall SLP100 im Einsatz, der an eine Marshall 4x12 Box (Celestion G12M) angeschlossen ist. Die Box wird mit einem Neumann TLM-103 abgenommen. Zuerst hört ihr die direkte Verbindung von Gitarre und Amp, dann die Verbindung mit dazwischengeschaltetem Switchblade im Bypass-Zustand. Der Signalverlust ist gering und absolut im Rahmen dessen, was passiert, wenn man ein Pedal zwischen Gitarre und Amp schaltet. Im dritten Beispiel hört ihr den Einsatz des Switchblade Pro mit Boost-Funktion über den Dry Volume (17 Uhr). Unity Gain ist bei allen Level-Reglern bei 12 Uhr und bei Rechtsanschlag liefert das Pedal einen Gain-Boost von 6 dB.

Jetzt kommt das Thema Effekte im Loop und zwar mit einem Phase 90, der ja bekanntlich keinen Regler zum Einstellen des Mischungsverhältnisses hat. Ihr hört einmal das Signal Gitarre - Phase 90 - Amp, dann mit Switchblade Pro, bei dem der Phase 90 im Loop 1 positioniert ist. Im zweiten Beispiel noch ohne Direktsignal, im Dritten dann mit hinzugemischtem Direktsignal und weniger Pegel beim Loop, um einen etwas dezenten Phaser-Sound zu erhalten. Das funktioniert gut, allerdings muss man vor allem bei Modulationseffekten auf die Phasenverschiebung (logisch beim Phaser ...) achten, denn dabei kann das Hinzumischen des Direktsignals einen dünneren Sound zur Folge haben. Hier wäre ein Phasenumkehrschalter optimal.

Als nächstes ist ein Overdrive-Pedal (Okko Diablo) an der Reihe und dem Zerrsound wird etwas Direktsignal hinzugemischt. Auch hier gibt es wieder drei Varianten: Gitarre - Overdrive - Amp, dann mit Overdrive im Loop 1 des Switchblade Pro (Level auf 12 Uhr). Im dritten Beispiel ist das Direktsignal hinzugemischt.

In einem Loop des Switchblade Pro klingt der Overdrive-Sound leider etwas anders. Der Preamp hat kein neutrales Klangverhalten, es fehlt in dieser Konstellation an tiefen Mitten im Vergleich zur Direktverschaltung. Wer beim Sound von Zerrgeneratoren pingelig ist, sollte sie nicht im Loop parken. Schade, denn die Möglichkeit, das Direktsignal hinzuzumischen, ist eine gute Sache, aber wenn der Frequenzgang des Overdrives nicht stabil bleibt, dann trübt das die Freude.

Als nächstes wird der Unterschied zwischen serieller und paralleler Verschaltung der Loops beleuchtet, wobei man mit Delay und Reverb sehr unterschiedliche Sounds erzeugen kann. Befindet sich das Delay vor einem stark eingestellten Reverb, erhält man logischerweise immer eine Hallwolke auf jede Echowiederholung. Sind die beiden Effekte parallel, gibt es eine Hallwolke auf das Direktsignal, aber die Echowiederholungen bleiben trocken. Das bringt einen etwas klareren Sound und ist ein Plus, mit dem der Switchblade Pro in diesem Einsatzbereich punkten kann.

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