Test
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23.12.2016

DW 7002PT Double Bass Drum Pedal Test

Doppelfußmaschine

Schnell genug?

Seit der Übertragung des Camco-Pedal-Patents auf die eigenen Modelle Anfang der 80er Jahre stehen Fußmaschinen des amerikanischen Herstellers DW hoch im Kurs bei Trommlern aller Stilistiken. Mit dem 5000er Modell hat man seitdem einen Klassiker im Programm, der immer wieder modifiziert und an die aktuellen Bedürfnisse der Kundschaft angepasst wurde. Am oberen Ende der Preisskala wurden jüngst die High-End Modelle der MDD und MCD Reihe vorgestellt, welche den Mythos noch weiter befeuern dürften, aber nicht nur in den höheren Preisgefilden kann man in den Genuss eines DW-Pedals kommen. Wer nur einen überschaubaren Betrag in seine Pedalerie investieren kann, für den könnte sich ein Blick auf unser heutiges Testmodell, das 7002PT Doppelpedal, lohnen.

Wer schon ein paar Jahre lang spielt, wird sich beim Blick auf das Testmodell fragen, ob hier womöglich einfach die alten Baupläne der originalen 5000er Maschine wieder aus der Schublade geholt wurden. Ein Indiz dafür sind die schlanken Trittflächen, ebenso wie die Tatsache, dass man auf die verrundeten Fersenteile zurück greift. Und wie beim – mehr als doppelt so teuren – 5002 Modell gibt es auch hier die Zahnkranz-Umlenkrollen. Ob die 7002PT also das Zeug zur „Volks-DW“ hat, lest ihr auf den folgenden Zeilen.  

Details

Platzsparende Bauweise trifft auf gute Verarbeitung

Beim Auspacken aus dem kompakten Transportkarton fällt zunächst auf, dass es hier farblich trister zugeht als bei den anderen DW-Maschinen. Es gibt weder rote Bodenplatten noch sonstige Akzente, welche den Blick auf spezielle Features lenken könnten. Abgesehen von einer fehlenden Tasche ist die 7002PT allerdings durchaus gut ausgestattet. Technisch haben wir es mit einem linear arbeitenden Pedal zu tun, was bedeutet, dass die Fußkraft über ein rundes Kettenblatt übertragen wird. „Turbo“ heißt diese Form bei DW. Im Gegensatz zu den meisten anderen Pedalen haben wir es hier mit Zahnrädern zu tun, gleich vier Stück sind davon paarweise verbaut, denn schließlich besitzt das Testmodell jeweils Doppelketten. Stabilität verleihen zwei Bodenplatten, die insgesamt schmaler ausgelegt sind als jene der teureren Kollegen. Das hängt damit zusammen, dass auch die Trittplatten und das verrundete Fersenteil von schlankerer Bauart sind. Eventuelle Rutsch-Ambitionen der Pedale sollen sowohl durch ausfahrbare Dornen als auch mittels zusätzlicher Klettstreifen auf den Unterseiten der Bodenplatten im Keim erstickt werden. Ein typisches Merkmal der DW Doppelpedale ist die elegante, einsäulig aufgebaute Slave-Pedal-Konstruktion. 

Für eine möglichst reibungslose Kraftübertragung besitzt das 7002PT Pedal Aluminium-Scharniere zwischen Fersenteilen und Trittplatten, an den oberen Federaufhängungen kommen Kugellager zum Einsatz. Hier bleibt das Auge an einer kleinen, aufgedruckten Skala hängen, deren nähere Inspektion ergibt, dass sich an dieser Stelle der Beater-Winkel sowie der Winkel der Trittplatte mithilfe eines Stimmschlüssels verändern lassen. Eine voneinander unabhängige Einstellung der beiden Parameter ist nicht möglich. Die Befestigung der Maschine am Spannreifen kann komfortabel von der Seite per Flügelschraube vorgenommen werden. Neben dieser Schraube befindet sich auch ein integrierter Stimmschlüsselhalter samt Stimmschlüssel. Sehr praktisch. Bei den Beatern greift man auf die klassischen, zweiseitig spielbaren DW-Versionen mit Hartplastik- und Filzfläche zurück. Ihre Positionierung lässt sich über kleine schwarze Memory-Ringe festhalten, für deren Verstellung allerdings die Zuhilfenahme des mitgelieferten Inbus-Schlüssels notwendig ist. Eine einfach gehaltene Kardanwelle rundet den Lieferumfang ab. Die gesamte Verarbeitung des Testexemplars ist makellos. 

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