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Test
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28.09.2015

DW 6000AX Single Bass Drum Pedal Test

Fußmaschine

Back to the Roots

Das DW 6000AX Single Pedal im bonedo Test. Auf Retro und Vintage getrimmte Produkte sind momentan absolut in, und die Schlagzeughersteller überbieten sich geradezu im Wiederauflegen ihrer alten Klassiker. Dazu muss man allerdings erst einmal über eine entsprechend lange Firmengeschichte verfügen. Drum Workshop (DW) ist zwar ein noch relativ junges Unternehmen, aber der Konkurs der Firma Camco in den Siebzigerjahren ermöglichte den DW Gründern John Good und Don Lombardi den günstigen Ankauf eines Teils der Produktionsanlagen. Darunter befanden sich auch die Maschinen zur Herstellung der Camco Fußpedale.

1980 wurde das Design verbessert, indem man statt des bis dahin verwendeten Bandzugs eine Kette installierte. Diese lief auf einer Art Fahrradzahnkranz, und bis heute gilt die Konstruktion als Urvater aller modernen Kettenpedale. Der steigenden Nachfrage nach den alten Fußmaschinen begegnet man jetzt mit einer ziemlich originalgetreuen Wiederauflage. Ob die neuen Versionen immer noch so atemberaubend schnell und gleichzeitig unkompliziert zu handhaben  sind, haben wir für euch getestet. 

Details

Beim 6000AX handelt es sich um eine Konstruktion alter Schule 

Hach, wie erfrischend: keine Tasche, keine auswechselbaren Cams, keine optional montierbaren Antriebsvarianten, keine Bodenplatte. Beim Öffnen des kleinen Kartons fühle ich mich direkt an meine schlagzeugerische Jugend erinnert und an den Moment, in dem ich meine erste Tama Camco Maschine aus ihrer Verpackung befreite. Allerdings sollte ich erwähnen, dass der Karton der 6000er netter aussieht als bei den alten Vorbildern und man auch an einen Stimmschlüssel sowie zwei Inbusschlüssel gedacht hat, wobei der kleinere der beiden allerdings keine mir ersichtliche Funktion an diesem Pedal erfüllt. Der Verzicht auf jeglichen Schnickschnack lenkt den Blick schnell aufs Wesentliche: Hier wie auch beim Originalpatent tut ein einfacher, zweisäulig aufgebauter Rahmen seinen Dienst, auf der Antriebsachse sitzt ein „echtes“, exzentrisch geformtes Kettenblatt mit Zahnkranz, auf welchem eine Einzelkette läuft. Übrigens bietet DW die 6000er unter der Bezeichnung CX auch mit mit linearem, also halbrund geformtem Kettenblatt sowie als NX mit Bandzug an. Als Luxus dürfen die beiden herausdrehbaren Metalldornen gelten, welche dem Pedal zusätzlichen Halt verleihen, sowie die Möglichkeit, Beater- und Trittplatten-Winkel zu justieren. Das geschieht selbstverständlich nicht unabhängig voneinander, aber immerhin unkompliziert mit Stimmschlüssel. Weiße Markierungen helfen sogar beim Wiederfinden der Lieblingsposition.

Während die Ur-Ur-Version der Camco Pedale über Fersenteil-freie Longboard-Trittplatten verfügten, gibt es bei der DW 6000AX das bekannte, kugelgelagerte Delta Scharnier. Typisch DW ist auch der  recht schwere Zweiwege-Beater, den man entweder mit der Filz- oder der Plastikseite verwenden kann. Ein per Inbusschlüssel bedienbarer Ring merkt sich seine Position in der Beater-Aufnahme. Auch dies ein Luxus, von dem die Camco-Besitzer nur träumen konnten. Insgesamt macht das Pedal einen sehr gut verarbeiteten Eindruck, ich freue mich also auf den Praxisteil

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