Gitarre Bass Hersteller_Way_Huge
Test
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12.05.2018

Dunlop Way Huge Smalls Russian Pickle MKIII Test

Fuzz-Verzerrerpedal für E-Gitarre

Creme-Fuzz

Das Dunlop Way Huge Russian Pickle Fuzz-Pedal lehnt sich an den Sovtec Russian Muff an und zählt seit vielen Jahren zu den äußerst beliebten Fuzz-Zerren. Seit 2008 sind die Effektpedale mit den eigenwilligen Namen wieder auf dem Markt erhältlich, nachdem der Pedal- und Zubehörhersteller Dunlop sich um Herstellung und Vertrieb kümmert. Bereits 1992 hatte Jeorge Tripps die Firma gegründet, die er sieben Jahre später verließ und die Produktion einstellte. Im Verbund mit Dunlop ist er aber wieder an Bord und entwickelt fleißig neue Pedale.

Hergestellt wird unser heutiges Testobjekt allerdings in Taiwan, bewahrt sich aber trotzdem den Hauch eines Boutique-Pedals. Die dritte Generation hat man in ein kleineres Gehäuse gesteckt, bei ansonsten bewährter Technik - laut Hersteller hat sich an der Schaltung nichts geändert. Ob die russische Gurke sich auch im kleinen Gehäuse als der legendäre cremige Fuzz-Effekt beweist, als den man ihn kennt, haben wir uns angeschaut.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Russian Pickle MKIII steckt in einem kleineren Gehäuse, das mit 105 x 60 x 52,5 mm in der Tat sehr handlich ausfällt und so für mehr Platz auf dem Pedalboard sorgt. Exakt 201 Gramm bringt das traditionell matt-grün lackierte Kistchen auf die Waage, das mit einer roadtauglichen und hohen Verarbeitungsqualität gefallen kann.

Im Lieferkarton befindet sich neben unserem Testobjekt lediglich ein Firmenaufkleber - Gummifüßchen oder ähnliches wurden nicht beigelegt.

Ein solider Fußschalter aktiviert das ansonsten im True-Bypass schlummernden Fuzz-Pedals, angezeigt von einer blauen LED. Wird das Pedal in den Bypass versetzt, gelangt das einkommende Signal direkt an den Ausgang und muss nicht erst die gesamte Schaltung durchlaufen.

Drei samtig laufende Potis auf der Oberseite lassen ein Einstellen von Lautstärke (Volume), Zerrgrad (Distortion) und Klang (Tone) zu, wobei die online einzusehende Bedienungsanleitung die Arbeitsweise als von "warm to bright" beschreibt. Damit kann ich erstmal nicht ganz so viel anfangen, aber dafür gibt es ja den Praxisteil, wo ich die Wirkungsweise aller Potis näher beleuchten werde. Da das Pedal wie sein Vorbild über ein sattes Tiefmitten- und Bassfundament verfügt, lässt es sich auch für Bässe einsetzen, auch das werde ich später ausloten.

Die Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich an der Stirnseite. Soll das Russian Pickle mit einem Netzteil betrieben werden, wird dazu ein Standard-Boss-Netzteil mit 9-Volt-Gleichstrom benötigt und ebenfalls dort angeschlossen. Aber auch Batteriebetrieb ist möglich, dazu müssen jedoch drei Schrauben entfernt werden, um an das Innere des Pedals zu gelangen. Das ist beim größeren Modell des Russian Pickel wesentlich komfortabler gelöst, da es einen Verschluss an der Vorderseite gibt, der ein schnelles Wechseln der Batterie ganz ohne Werkzeug ermöglicht. Ich empfehle natürlich den Anschluss an ein Netzteil, oder, besser noch, eine zentrale Spannungsversorgung auf dem Stressbrett, was im Gegensatz zum Batteriebetrieb auch die Umwelt entlastet.

In puncto Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, das Pedal macht einen sehr robusten Eindruck und sollte auch härteren Belastungen standhalten.

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