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Test
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18.06.2018

Death By Audio Interstellar Overdriver Test

Overdrive-Pedal für E-Gitarre

Dynamik-Zerrmeister

Das Death By Audio Interstellar Overdriver Pedal aus den New Yorker Werkstätten des Boutique-Herstellers soll laut Produkttext genau den Sound liefern, den ein abgehangener Röhrenamp bei brachialer Lautstärke generiert - und das, ohne tatsächlich laut sein zu müssen. Seit 2002 werden Death By Audio Pedale in New York per Hand gefertigt und haben sich trotz, oder wegen ihrer ganz eigenen Klangästhetik eine große Anhängerschaft erarbeitet.

Dazu gehören unter anderem U2, Nine Inch Nails, Wilco und viele andere. Oliver Ackermann, Chef und Gründer der Pedaleffekt-Schmiede, schafft es immer wieder, mit neuen Entwicklungen Pedale zu kreieren, die zum Teil im Vergleich zum Mainstream - vorsichtig ausgedrückt - sehr speziell klingen. Um so spannender zu hören, in welcher Kategorie unser heutiges Testpedal beheimatet ist.

Details

Optik/Verarbeitung:

Der Interstellar Overdriver wird sicher verpackt in einem für Death By Audio üblichen bedruckten Karton geliefert, in dem sich außerdem eine kleine Bedienungsanleitung befindet.

"We like to try to destroy things and build these pedals to withstand those urges." heißt es auf der Website und das kann ich so unterschreiben, denn das aus Metall gefertigte Gehäuse sollte auch rustikale Umgangsformen locker wegstecken. Mit seinen Abmessungen von 120 x 101 x 51 mm und einem Gewicht von 335 Gramm macht es einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Die schnörkellose grau-schwarze Farbgebung gefällt mir sehr gut und verleiht dem Pedal eine gewisse Vintage-Note, die sich für meinen Geschmack im schier unüberschaubaren Pedalmarkt positiv abhebt.

Das Overdrive-Pedal lässt sich mit einem Netzteil betreiben, das jedoch nicht Teil des Lieferumfangs ist und sich an der Stirnseite anschließen lässt. Benötigt wird ein StandardAdapter, der 9-Volt-Gleichstrom liefert. Allerdings lässt sich das Pedal auch mit einem 9-Volt-Block betreiben, dessen Behausung hinter der mit vier Schrauben befestigten Bodenplatte liegt. Laut Hersteller beträgt die Stromaufnahme lediglich 1 mA, sodass auch eine frische Batterie über sehr lange Zeit als Energiespender dienen kann. Eine solche liegt übrigens in einer zugewiesenen Aussparung in der sauber bestückten Platine.

Bei einem Boutique-Pedal keinesfalls selbstverständlich und eigentlich schon eine Überraschung sind die vier kleinen Gummifüßchen, die an der Unterseite für rutschfesten Stand sorgen.

Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich rechts und links an den Gehäuseseiten, sind versetzt angebracht und mit dem Gehäuse verschraubt. Ein Blick auf die Oberseite zeigt den Fußschalter, der das True-Bypass-Pedal aktiviert, was von einer roten LED angezeigt wird. Zwei unterschiedlich große Potis mit griffigen Kunststoffknöpfen bestimmen Master und Overdrive. Die beiden Einstellmöglichkeiten erklären sich selbst, Master ist für die Lautstärke und Overdrive für die Zerr-Intensität zuständig.

Death By Audio beschreibt den Interstellar Overdriver als reinrassiges Overdrive-Pedal, das einen natürlichen Sound liefert und sich so verhält wie ein alter Verstärker - im positivem Sinne natürlich. Ich muss zugeben, das ich mich mit solchen Aussagen recht schwer tue, denn vollmundige Werbeslogans sind eine Sache, der Sound, der in der Realität dann ans Ohr dringt, oftmals jedoch eine ganz andere.

Die Verarbeitung des in Brooklyn handgefertigten Pedals ist über jeden Zweifel erhaben und hinterlässt einen sehr guten ersten Eindruck.

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