Test
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25.08.2020

Praxis

Die Handhabung der CTM CE320 ist einfach und gut. Um die Ohrpassstücke aufzustecken, müssen deren gummierte Innenringe mithilfe der Hörfortsätze der In-Ears leicht gedehnt werden. Dann lassen sich die kleinen Pads problemlos befestigen. Die Hörfortsätze selbst reichen bis tief in den Gehörgang hinein, die In-Ears sitzen ausreichend fest und dank der Kabelführung über das Ohr auch sicher. Zwar verdreht sich die Zuleitung einerseits schnell, andererseits sorgt ihr verschiebbarer Spleiß-Reiter dafür, dass sich das Kabel unterhalb des Kinns nicht verheddert. Das Abnehmen und Anstecken des Kabels gelingt mühelos. Wer das Kabel wechseln möchte, sieht sich deshalb vor keine große Aufgabe gestellt.

Sound

Die Balanced-Armature-Technik gilt gemeinhin als eher bassarm. Gleich beim Einsetzen der ersten Töne meiner Test-Songs höre ich aber, dass das bei diesen In-Ears nicht der Fall ist. Denn Tiefbässe werden von den CE320 souverän wiedergegeben. Auch das Low-End von Urban Music kommt mit diesen Knopfkopfhörern gut wahrnehmbar herüber, wenngleich der obere Bassbereich auf mich leicht dominant wirkt. Die wahrnehmbare Mittenbetonung der Kopfhörer kommt beim Abhören einerseits der Sprachverständlichkeit zugute und dürfte insbesondere für die Monitoring-Arbeit von Instrumentalisten, die Sänger begleiten, Gold wert sein. Sie verlieren mit den CE320 zu keiner Zeit den Dreh- und Angelpunkt der eigenen Performance aus den Ohren.

Andererseits ist das Anhören gitarrenlastiger Musik aber schnell anstrengend. Am Übergang von Mitten zu Höhen wirkt der Klang der CE320 auf mich minimal zischelnd. Das führt unter anderem dazu, dass bei manchen Audio-Mixes die s-Laute für meinen Geschmack doch herausstechen. Die Höhen der In-Ears sind durchweg präzise und bieten einige Reserven. Das kommt vor allem dann zum Tragen, wenn die Möglichkeit besteht, in diesem Frequenzbereich ein wenig per EQ nachzuhelfen. Andernfalls bleibt dieser Teil des Spektrums dezent.

Die von den CE320 rübergebrachte Dynamik sorgt jederzeit für ein lebendiges Klangbild, egal ob bei geringen, mittleren oder hohen Wiedergabelautstärken. Das präsentierte Stereobild wirkt breit aufgestellt und die Tiefenstaffelung ist gelungen. Die Isolation der Ohrpassstücke ist insbesondere bei der Variante aus Memory-Schaumstoff top. Und auch die Isolation nach außen ist so gut, dass sich Anwender direkt vor einem Mikrofon keine Sorgen machen müssen, dass es bei moderaten Wiedergabelautstärken zu Übersprechungen oder Feedback kommen könnte. Wie zu erwarten, trägt die geringe Ohm-Zahl der CE320 dazu bei, dass sie auch mit schwachen Preamps eine hohe Lautstärke liefern können. Dabei fällt mir positiv auf, dass der Klang bis in sehr laute Bereiche hinein über das gesamte Spektrum verzerrungsfrei bleibt.

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