Gitarre Hersteller_Boss
Test
1
12.03.2020

Boss DD-8 Test

Digital Delay

Delay-Profi

Das Boss DD-8 wird vom renommierten Pedalhersteller als bisher umfangreichstes Delay-Pedal der hauseigenen Kompaktserie beworben. Tatsächlich kommt dieses Pedal in Standardgröße mit gleich elf Delay-Modi, einer zusätzlichen Looper-Funktion und Stereo-Ein- und Ausgängen.
Die Boss Digital-Delay-Serie hatte in letzter Zeit einige Updates zu bieten, beispielsweise in Form des etwas größeren Boss DD-200, das wir ebenfalls im Test hatten. Beim neuen Boss DD-8 setzt der Hersteller augenscheinlich wieder auf eine simplere Bedienung. Ob das Pedal klanglich ebenfalls zu überzeugen weiß, soll der heutige Test zutage fördern.

Details

Lieferumfang/Gehäuse

Geliefert wird das Boss DD-8 in einem Pappkarton, der neben dem Pedal auch eine mehrsprachige Bedienungsanleitung bereithält. Sehr schön aufbereitet findet der Käufer die Informationen zu diesem Pedal aber auch auf der Website des Herstellers. Im Lieferumfang befindet sich außerdem auch gleich eine 9V-Batterie, die bereits unter dem Fußschalter eingesetzt wurde. Herstellertypisch muss zum Wechseln der Batterie einfach nur die Schraube vorne am Fußschalter gelöst werden. Alternativ lässt sich das Pedal aber auch mit einem optionalen 9V-Netzteil betreiben. Das DD-8 kommt ansonsten in der vertrauten Standardgröße, misst dabei 73 x 129 x 59 mm (BxTxH) und bringt mit verbauter Batterie 443 g auf die Waage.

Anschlüsse

Wie schon das DD-7, kann das DD-8 komplett in ein Stereo-Setup integriert werden. Dafür befinden sich an der rechten und linken Seite jeweils zwei Ein- und Ausgänge. Trotz des kompakten Aufbaus wurde an der rechten Seite außerdem ein mit Tempo/Exp betitelter Anschluss untergebracht, der für hauseigene Fußschalter oder Expression-Pedale vorgesehen ist. Das Netzteil wird an der Stirnseite angeschlossen.

Bedienelemente und Funktionen

Auch wenn viele Gitarristen nach dem Auspacken wohl erst einmal das Gefühl haben, einen alten Bekannten in der Hand zu halten, kann das DD-8 mit einigen Updates aufwarten. Auf der Oberseite des Pedals stehen drei Potis zur Steuerung des Delay-Sounds zur Verfügung plus ein Drehwähler zum Ansteuern von insgesamt elf unterschiedlichen Effekt-Modi. Die mit E.Level, Feedback und Time beschrifteten Regler kümmern sich dabei um den Anteil des Delay-Effekts und um die Länge und das Tempo der Wiederholungen. Eine genauere Betrachtung der elf Delay-Modi des Drehschalters verspricht dann eine große Vielseitigkeit. Hier kommt eine Übersicht mit Beschreibungen des Herstellers:

Wie von Boss gewohnt, arbeitet auch das DD-8 mit einem gepufferten Bypass. Mittels eines kleinen Schalters an der Stirnseite kann der Anwender wählen, ob die Wiederholungen beim Deaktivieren des Pedals ausklingen sollen oder nicht. Hält man den Fußschalter länger gedrückt, springt das Pedal in den Tap-Tempo-Modus, bei dem das Delay-Tempo anschließend über den Fußschalter eingegeben werden kann. Über eine Befehlskombination wird dabei vorab eine gewünschte rhythmische Unterteilung zu den eingegebenen Viertelnoten angewählt. Auch wenn das DD-8 im Erscheinungsbild sehr simpel aufgebaut ist, lassen sich für die Anbindung mit einem Expression-Pedal oder zusätzlichen Fußschaltern noch einige weitere Optionen konfigurieren. Nach vorheriger Zuweisung können so beispielsweise auch Potifunktionen einzeln oder auch zusammen mit dem Expression-Pedal gesteuert werden. Hat man einen passenden zusätzlichen Fußschalter zur Hand, lässt sich außerdem die sogenannte TWIST-Funktion verwenden, bei der ein starker Rotations-Effekt erzeugt wird.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare