Gitarre
Test
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11.08.2017

BlueAmps Spark Test

Aktive Fullrange-Lautsprecherbox

Klangtreuer Spielgefährte

Die BlueAmps Spark Fullrange-Box ist nicht nur für den interessant, der seinen Modeler auch auf der Bühne gerne in Stereo genießen möchte. Auch für "Mono-Gitarristen" kann dieser kleine Kraftprotz eine gute Wahl sein, denn das Fullrange-Cabinet ist mit vier Speakern bepackt und hat eine Stereoendstufe, die 2x 180 Watt liefert. Die Marke BlueAmps ist unter Umständen noch nicht jedem geläufig. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Calbe an der Saale und wendet sich mit diversen Fullrange-Lautsprecherboxen speziell an Gitarristen.

Kopf des Ganzen ist Marco Wendel, selbstverständlich Gitarrist, der schon lange mit Modeling-Gerätschaften im Studio und auf der Bühne arbeitet. Seit langer Zeit mit den Problemen der Schallübertragung des Gitarrensignals über Fullrange-Boxen vertraut, baute er 2008 seine erste Amp/Box. Außerdem entwickelte er bereits unter dem Namen KPA-Solutions zusammen mit Tilman Ritter (Ritter Amplifications) Endstufen und Lautsprecherboxen für den Kemper Profiler. Mit der Spark Box haben wir sein persönlich bevorzugtes Cabinet aus der BlueAmps-Produktlinie im Test.

Details

Gehäuse/Optik

Die Box kommt in kompakten Maßen mit 600 x 300 x 450 mm (BxTxH) und ist üppig bestückt, denn im Inneren sorgen zwei 10 Zoll Speaker und zwei Titan-Hochtöner für eine amtliche Schallübertragung. Das Ganze geht über eine hohe Bandbreite, denn laut Hersteller deckt die Box einen Frequenzbereich von 80 bis 25.000 Hz bei recht linearem Frequenzgang (+1/-2 dB) ab. Unser Testmodell ist aus 15 mm Birkenmultiplex gefertigt, kommt mit schwarzem Tolex überzogen und braunem Bespannstoff an der Front inklusive weißem Keder am Rand. Jede BlueAmps Box wird auf Kundenanfrage gebaut, daher sind natürlich auch andere Farbkombinationen möglich. Es gibt diverse Standard-Materialen, die im Grundpreis enthalten sind, Spezialwünsche werden gegen Aufpreis erledigt. An allen Ecken sind Schoner aus Kunststoff angebracht und an zwei seitlich angebrachten Schalengriffen kann das Cabinet recht bequem getragen werden. Mit einem Gesamtgewicht von 21,4 kg ist es auch noch möglich, den kleinen Brüllwürfel über kürzere Strecken auch mit nur einer Hand zu tragen.

Rückseite/Anschlüsse

Die Rückseite unserer Box ist geschlossen und in der oberen Hälfte ist mittig das Anschlussfeld der Endstufe montiert. Neben dem Power-Schalter finden sich hier zwei Eingänge mit Klinkenanschluss, denn die Box kann komplett in Stereo betrieben werden. Für den Schalldruck sorgt eine Class-D-Endstufe, die 2 x 180 Watt liefert. Wenn nur ein Eingang belegt ist, wird das Monosignal automatisch auf beide Seiten gelegt, dabei ist egal, welchen Anschluss der Modeler bespielt. Zur Stromversorgung von externen Geräten steht ein Powercon-Anschluss zur Verfügung, der den Modeler mit Netzstrom gleich mitversorgen kann und unter Umständen eine Mehrfachsteckdose einspart. Optional gibt es für die Endstufe für einen Aufpreis von 35 Euro auch einen separaten Lautstärkeregler. Den würde ich jedem empfehlen, der auch in moderaten Lautstärken spielt, denn die Endstufe packt ordentlich zu und beim Einsatz mit dem Kemper Profiler im Test wurde schon recht früh im Regelweg des Monitor Out die Zimmerlautstärke verlassen.

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