Schrottpresse
Feature
9
25.02.2021

BackToL!ve: Rolling Stone-Magazin startet Initiative für Musikszene

Bald ist das traurige Jubiläum erreicht: Ein Jahr ohne Livekonzerte. Die Musikszene liegt derzeit zwischen Tiefschlaf und Vorfreude - bald muss es ja weiter gehen. Das Rolling Stone Magazin möchte in der aktuellen Situation auf die Stimmungslage der Kunstschaffenden aufmerksam machen und der Musikszene eine Stimme geben. Daher wurde eine neue Initiative ins Leben gerufen.

Corona verdonnerte uns in eine unfreiwillige soziale Zwangspause, die unseren täglichen Alltag bestimmt. Personen aus dem Eventsektor müssen sich nach neuen Jobs umsehen, auf staatliche Hilfen warten und Pläne für den Restart schmieden. Die Kampagne #BackToL!ve richtet sich dabei nicht nur an Musiker, sondern an alle Personen, die beruflich von den Einschränkungen im Live-Sektor betroffen sind: Veranstalter, Clubbesitzer, Stagehands, Tontechniker, Backliner, Tour-Crews usw. 

Das deutsche Rolling Stone-Magazin startet dabei in der Märzausgabe (25. Februar) mit einer umfassenden Berichterstattung über den Existenzkampf der Branche. Dabei kommen über 50 Musiker, Veranstalter, Politiker, Clubbesitzer und Stageheads in einer 22-seitigen Titelstory zu Wort. In der ersten Ausgabe geben unter anderem Größen wie Campino, Jan Delay, Universal-Chef Frank Briegmann, Veranstalter Marek Lieberberg und Kulturstaatsministerin Monika Grütters ihre Meinung zur aktuellen und zukünftigen Lage ab. 

"Das fehlt mir, die Isolation ist scheiße"

Jan Delay sagte zur Frage nach seiner geistigen Gesundheit: "Eben habe ich noch wegen Entschleunigung gejubelt, aber mir fällt schon auch die Decke auf den Kopf. Am meisten vermisse ich es, in den Club gehen, Leute tanzen zu sehen, auf Konzerten zu sein. Alles, wo Leute sind und zusammen Musik hören. Das fehlt mir, diese Isolation ist scheiße." Campino appelliert an Personen mit Geld, dieses in die Branche zu stecken "um alles vorübergehend über Wasser zu halten". Die Politikerin Grütters von der CDU erhofft sich noch in diesem Frühjahr ein Comeback der Veranstaltungsbranche. Demnach hoffe Sie sehr, dass "Festivals, Konzerte und Partys bald wieder ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags werden". Schon im Frühjahr sollen "kleinere Konzerte mit gebotenen Schutzmaßnahmen" möglich sein. Nach Ende der Pandemie erwartet sie einen "regelrechten Ansturm auf die Live-Musik und Kultur insgesamt". Wann genau das sein wird, kann freilich niemand sagen.

Regelmäßige digitale Inhalte

Neben dem Magazin gibt es auf der Homepage und in den sozialen Medien täglich Statements, Videos, Interviews und News zu #BackToL!ve. Außerdem findet am 16. März um 19 Uhr eine zweistündige Talkrunde mit radioeins statt, die bundesweit übertragen wird. 

Chefredakteur Sebastian Zabel sagte zu der Aktion: "Wir widmen diese Ausgabe den Clubs und Bühnen, die von Corona in die Zwangspause geschickt wurden, und überhaupt allen Menschen, die Musik leben lassen. Denn Musik ist systemrelevant, sie ist ein Lebensmittel für die Seele. Wir möchten mit #BackToL1ve eine Debatte dazu eröffnen: Zurück ins Leben!". 

Die Märzausgabe ist am 25. Februar erschienen und sowohl in Print als auch als ePaper erhältlich.

Verwandte Artikel

User Kommentare