Gitarre
Test
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06.03.2013

AMT O-Drive OE-1 Test

Verzerrer-Pedal

Orange oder Mandarine?

Der AMT O-Drive OE-1 im bonedo-Test - Die Pedale, die von AMT bisher in der bonedo-Redaktion zum Testen vorlagen, haben allesamt gezeigt, dass man auch im fernen Sibirien weiß, was Gitarristen wünschen. Und nachdem schon der Sound diverser Klassiker mit durchaus respektablem Ergebnis auf Pedalformat eingedampft wurde, war es nur logisch, dass irgendwann auch eine der verbliebenen britischen Legenden an der Reihe ist, deren Produkte nicht nur wegen ihrer Farbe Karriere machten.

Kein Zweifel, dass die Amps von Orange zu den Klassikern gehören, die die Insel hervorgebracht hat. Neben Marken wie Marshall, Vox und Laney haben auch sie kräftig an der Rock-Geschichte mitgeschrieben und ihr den unverkennbaren orangefarbenen Stempel aufgedrückt. Interessant zu wissen, ob und wie es AMT gelungen ist, diese ganz eigene Verstärkerpersönlichkeit in ein Pedal zu sperren.

Details

Optik/Verarbeitung:

Das Gehäuse des OE-1 besteht wie bei allen bisher getesteten Pedalen aus dem Hause AMT vollständig aus Metall. Und seine Farbe? Natürlich orange, was auch sonst. Zumindest an diesen beiden Faktoren gibt es nichts auszusetzen, alles ohne Fehl und Tadel. Und mit seinen 110 x 62 x 58 mm hat es auch die typischen Fußpedal-Maße und sollte sich problemlos in jedes Pedalbord integrieren lassen.

Auf der Oberseite stehen drei Potis zur Verfügung, die mit Level, Tone und Gain bezeichnet werden. Auch hier keine Überraschungen, Gain regelt den Zerrgehalt, Level die Lautstärke und Tone eben genau diesen. Level bietet maximal aufgedreht +8dB, womit ein angeschlossener Amp eingangsseitig ordentlich angepustet werden kann. Ein Kippschalter mit der Aufschrift Voice hat seinen Platz zwischen Level- und Gainregler, er soll dazu dienen, den Sound des Pedals an den jeweils angeschlossenen Amp anzugleichen.

Der gewohnte Fußschalter aktiviert das Pedal mit einem spürbaren Klacken, was sich aber nicht auf den Amp überträgt. Aktiviert glüht eine rote LED, die auch in heller Umgebung gut zu sehen ist. Im deaktivierten Zustand arbeitet das OE-1 wie alle Pedale der AMT Drive-Serie im True-Bypass.

Die Gitarre wird an der rechten Gehäuseseite angeschlossen, links geht's zum Amp. Für die notwendige Energie sorgt entweder eine 9V-Batterie oder ein entsprechendes Standardnetzteil, das allerdings nicht zum Lieferumfang gehört. Letzteres findet seinen Anschluss ebenfalls an der rechten Seite.

Um an das Batteriefach zu gelangen, muss dieses per Kreuzschlitz-Schraubendreher geöffnet werden. Das ist meiner Meinung nach nicht sonderlich praxistauglich, daher empfehle ich den Betrieb mit einer externen Spannungsversorgung.

Davon abgesehen sorgen am Boden vier kleine Gummifüße für festen Halt auf glatten Flächen. Vorsorglich sind die aber lediglich aufgeklebt und lassen sich daher auch leicht entfernen, um das Pedal mithilfe eines Klettbandes auf einem Stressbrett unterzubringen.

So viel zu den Äußerlichkeiten.

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