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Test
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06.05.2014

AKAI Professional RPM800 Test

Aktiver Studio Nahfeldmonitor

Rot und laut!

Bereits 2009 stieg AKAI in das Geschäft mit Studio-Lautsprechern ein und präsentierte den aktiven Nahfeldmonitor RPM8, welcher einem gewissen Alesis-Speaker doch recht ähnlich sah. Kein Wunder, gehören beide Marken mittlerweile doch zum Numark-Konzern. Wie dem auch sei, rund fünf Jahre später steckt nun der neuentwickelte Nachfolger in den Startlöchern, welcher auf den Namen RPM800 hört, und wir haben ihn für euch auf den Prüfstand gestellt!

Details

Der AKAI RPM800 ist ein aktiver Zwei-Wege Studio-Nahfeldmonitor mit einem 8-Zoll Tieftontreiber aus Kevlar und einem 1,25 Zoll großen Seidenkalotten-Hochtöner (Silk-Dome). Bei unserem Testexemplar sticht vor allem die auffällige Farbwahl aus dezentem Schwarz und feurigem Rot ins Auge. Es handelt sich hierbei allerdings um ein “Aktions-Modell“, die reguläre Version hingegen besitzt dezentere, schwarze Seitenteile, welche aber ebenfalls in einer edlen Pianolack/Hochglanz-Optik daherkommen.

Bei einer Größe von 434 x 287 x 361 mm (HxBxT) und einem stolzen Gewicht von 13,66 kg pro Box dürfte es allerdings schwer werden, diese Lautsprecher auf einem normalgroßen Arbeitsplatz unterzubekommen, weshalb Stative definitiv mit in die Budgetierung einkalkuliert werden sollten. Weiterhin sollte man auch genügend Abstand zur Wand einhalten, denn wie beim Großteil aller Studiomonitore kommt auch hier das Bassreflex-Prinzip zur Anwendung, wobei sich hier der dafür benötigte Bassreflexport auf der Rückseite des Lautsprechers befindet.

Die Frontseite beherbergt beide Treiber und wurde optisch ansprechend nicht abgesetzt. Die aktive Frequenzweiche trennt beide Wege bei etwa 2,7 kHz voneinander und das natürlich auch vor der „Bi-Amping“-Verstärkung. Durch die eingebauten Class A/B Verstärker wird der Tief/Mittelton-Bereich dann mit üppigen 80 Watt (RMS) Leistung versorgt, während der Hochtonbereich 40 Watt (RMS) spendiert bekommt. Diese Werte sind für Lautsprecher dieser Größe und Preisklasse absolut angemessen. Weiterhin wird laut Hersteller ein Übertragungsbereich von 38 Hz bis 30 kHz abgedeckt.

Die Rückseite der RPM800 bietet natürlich auch eine Vielzahl an praxisgerechten Anschlussmöglichkeiten. Dank Combo-Buchse ist es möglich, sowohl XLR- als auch symmetrische 6,3 mm Klinken-Stecker zu verwenden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, sich unsymmetrisch per Cinch zu verkabeln. Zur Anpassung der Lautstärke besitzt jede Box weiterhin auch einen Volumen-Regler, welcher allerdings recht klein und damit etwas fummelig ausfällt.

Positiv fallen wiederum die umfangreichen Filterschaltungen auf, die in Form von Kippschaltern aus Metall realisiert wurden. Mit Hilfe eines Low-Cut-Filters (60 Hz oder 80 Hz), eines Mittenboosts (ca. +2dB @ 2 kHz) sowie eines Höhenfilters (-2dB, 0 dB, +2 dB) und einer Bassabsenkung ( 0dB, -2dB oder -4 dB) können die Lautsprecher somit an den jeweiligen Raum umfangreich angepasst werden, doch dazu später mehr im Praxis-Teil.

Die RPM800 ist allerdings nicht nur schön, sie hat auch innere Werte zu bieten: Und so verfügt sie nicht nur über eine integrierte Ein- und Ausschaltverzögerung, was unerwünschte und teilweise sogar äußerst gefährliche Schalt-Knackser unterbindet, sondern bietet mit Hilfe des eingebauten Limiters auch zuverlässigen Schutz vor Pegelspitzen, welche durchaus physische Schäden an den Membranen verursachen könnten. Sogar eine thermische Schutzschaltung wurde verbaut, um auch ein dauerhaftes Überhitzen zu vermeiden. Weiterhin befindet sich noch ein Subsonic-Filter im Signalweg, um die Boxen von äußerst tieffrequenten Anteilen zu entlasten.

Zum Lieferumfang gehören neben der gedruckten, deutschen Bedienungsanleitung auch die passenden Netzkabel sowie ein Paar dünne Isolation-Pads, welche vor allem zur Schonung der Unterseite der Boxen beitragen sollen. Für eine deutlich bessere Entkopplung der Monitore zum Untergrund hin sorgen jedoch die dicken und mitgelieferten Schaumstoffkeile, mit denen sich sogar unterschiedlichste Aufstellungswinkel realisieren lassen. Solche eine Dreingabe ist recht selten und darf hier deshalb besonders gelobt werden. Nur eine Auto-Stand-By oder Stromsparfunktion vermisse ich mal wieder.

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