Test
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12.04.2019

Praxis

Solide Montage mit hochfestem Befestigungsbügel

Das Panel kann mit entsprechendem Sicherungsseil an der Truss geflogen oder an geeigneter Stelle auf dem Boden platziert werden. Interessant ist der durchdachte Feststellmechanismus: Zunächst ist er hochsolide, des Weiteren greifen die Zähne der Konter-Scheiben sehr gut ineinander. Das Fixieren oder Lösen erfolgt über wirklich gut in der Hand liegende Drehgriffe. Der eingestellte Neigungswinkel kann an den aufgebrachten Winkel-Skalen abgemessen werden.

Für das Aufstellen ist das 32 HEX IP Panel von ADJ mit Gummifüßen ausgestattet. Soll es an der Traverse montiert oder an anderer Stelle geflogen werden, ist an dem Montage-Ständer eine Aufnahmevorrichtung für die Montage-Brackets vorhanden, die optional erhältlich sind.

Steuerung

Steuern lässt sich das Panel optional via DMX oder per manuellem Zugriff über das Display bzw. die Touch-Bedienflächen. Das Display bietet mit weißer Schrift vor blauem Hintergrund einen vernünftigen Kontrast und ermöglicht eine gute Ablesbarkeit, obschon es nicht besonders groß dimensioniert ist. Gerne etwas größer hätten die Touch-sensitiven Bedientasten ausfallen können. Menschen, die keine zarten, elfengleichen Finger besitzen, können hier leicht mal etwas unpräzise drücken. Zudem sind die Touch-Taster nicht hintergrundbeleuchtet.

Werksseitig integriert sind insgesamt 99 verschiedene und durchaus abwechslungsreiche Automatik-Programme, die bereit einen großen Bereich der denkbaren Anwendungen abdecken. Die Auto-Run-Programme bilden die Möglichkeiten von Wash-, Blend- und farblichen Strobe-Features des Panels ab, ebenso die vielfältigen Farbstimmungen bis zum UV-Bereich.

Wird das Gerät per DMX 512 gefahren, können dafür sechs verschieden DMX-Channel-Modi genutzt werden: 6, 10, 11, 16, 48 wie auch 96 Kanäle. Der Menü-Baum ist gut strukturiert und nach üblichem Strickmuster aufgebaut. Vom Haupt- bis zu dem Sub-Menüs ist der Zugang zu den Einzelfunktionen selbsterklärend.

Einstellen lassen sich sämtliche Farben inkl. LED-off und LED-on, auch die Strobe-Rate und die Strobe-Art wie Pulse-Strobe oder Random-Strobe, auch die jeweilige Dimmer-Kurve in 8- oder 16-Bit-Auflösung. Bei der manuellen Bedienung via Display sind die Einstellungen etwas aufwendig und zeitraubend, insbesondere was die Aufteilung der Farben auf die acht verschiedenen Zonen anbelangt.

Variable Licht- und Effektmöglichkeiten

Wash-, Blend- und Farb-Strobe-Anwendungen sind allesamt möglich und lassen sich ohne zeitlich wahrnehmbare Verzögerung oder unkontrollierte Überblendung durchführen. Die Farben sind intensiv und präzise. Homogen verbinden sie sich zu einem ansprechenden Gesamtbild.

Farbflexibilität im RGBWA+UV-Spektrum

Das Besondere dabei: Es stehen insgesamt 8 verschiedene Bereiche aus mehreren LEDs zur Verfügung, die separat angesprochen werden können und damit für einen facettenreichen Farbenmix sorgen. Hierbei werden jeweils 4 der LEDs zu einem Bereich zusammengefasst, die dann mit derselben Farbe gefahren werden und sich bereichsübergreifend individuell kombinieren lassen.

In der Praxis wird die Aufteilung der Farbzonen vermutlich eher selten zum Einsatz kommen, dennoch ist es sehr angenehm, dass sie vorhanden ist. Die Farben selbst zeichnen sich durch präzise Darstellung und Auflösung aus. Bei den Macros kann zwischen insgesamt 63 Farben gewählt werden.

Lichteffizienz

Eine umfassende Farbauswahl bietet das Gerät über die angebotenen mischbaren Farben im RGBWA+UV-Bereich. Der Abstrahlwinkel beträgt 24 Grad. Durch den Diffusor, für den ein magnetischer Rahmen zur Verfügung steht, kann das Panel als Wash-Effekt gefahren werden. Die professionelle Lichtqualität untermauert der CRI-Wert, der bei einem beachtlichen Wert von 81,6 liegt. Das Licht ist flackerfrei, wodurch es auch für die Königsdisziplin von Film- und Fernsehbeleuchtung zum Einsatz kommen kann.

Bei den Dimmerkurven kann zwischen 5 verschiedenen gewählt werden. Mittlerweile Standard im professionellen Bereich: Standard, Stage, TV, Architekturumgebung sowie Theater. Komplettiert wird die Lichtqualität durch die in mehreren Stufen zwischen 900 bis 25.000 Hz einstellbare Refreshing-Rate der LEDs sowie die Gamma-Werte in 0,2-er Stufen von 2,0 bis 2,8.

Geräuschentwicklung

In Sachen Kühlung und daraus resultierender Geräuschentwicklung ist das Panel sehr zurückhaltend und bietet sich damit auch geräuschsensible Events an. Im unteren Temperaturbereich ist nichts zu hören. Erst sobald die Temperatur ansteigt, schaltet sich die interne Kühlung zu, die aber keinesfalls aufdringlich ertönt.

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