Anzeige

Regelmäßig Musik hören oder machen? So schützt du dein Gehirn vor Demenz

Gute Nachrichten für alle, die Musik lieben. Regelmäßiges Musikhören oder Musizieren kann das Demenzrisiko im Alter deutlich senken. Das zeigt eine aktuelle Studie der australischen Monash University.

Shutterstock, Sheeyla

Welche wissenschaftlichen Studien belegen die Schutzwirkung von Musik gegen Demenz?

Für die Untersuchung wurden Daten von rund 10.800 Personenüber 70 Jahre analysiert. Die Teilnehmenden wurden danach eingeteilt, wie häufig sie Musik hören – nie, selten, manchmal oder regelmäßig. Dabei kam heraus: Personen, bei denen Musikhören zum Alltag gehört, ist das Demenzrisiko um 39 Prozent geringer als bei den Personen, die nur selten Musik hören. Wer selbst ein Instrument spielt, senkt das Risiko um etwa35 Prozent. 

Ein weiterer, super Nebeneffekt ist, dass bei regelmäßigem Musikkonsum oder Musizieren die kognitiven Fähigkeiten und die episodische Erinnerung (die Alltagsereignisse speichert) wesentlich besser erhalten bleiben als bei der Kontrollgruppe der Wenig- oder Nichthörer*innen. 

Weltweit mehr Demenz: Warum Musik jetzt als Schutzfaktor gilt 

Wie wichtig diese Erkenntnisse der Demenzprävention sind, zeigt die steigende Zahl von Demenzerkrankungen. Laut euronews leben weltweit mehr als 57 Millionen Menschen mit Demenz. Jährlich kommen laut Alzheimer’s Disease International über 10 Millionen neue Fälle hinzu.

„Es gibt Hinweise darauf, dass die Alterung des Gehirns nicht nur vom Alter und der Genetik abhängt, sondern auch durch die eigene Umwelt und den Lebensstil beeinflusst werden kann. Unsere Studie legt nahe, dass lebensstilbezogene Maßnahmen wie das Hören und/oder Spielen von Musik die kognitive Gesundheit fördern können“, schreibt Emma Jaffa in der Monash-Studie, Professorin Joanne Ryan fügt hinzu: „Da es derzeit keine Heilung für Demenz gibt, ist es von entscheidender Bedeutung, Strategien zu finden, die helfen, das Auftreten der Krankheit zu verhindern oder zu verzögern.“ 

Wo Musik im Gehirn verankert ist 

Dass Musik eine besondere Rolle im Gehirn spielt, zeigen auch andere neurowissenschaftliche Studien. Forschende des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften fanden bereits 2015 in einer Studie heraus, dass Musik und Lieder in Hirnarealen gespeichert werden, die für komplexe motorische Abläufe zuständig sind. Diese Regionen bleiben von der Zerstörung durch Eiweißablagerungen wie sie für Demenz typisch sind oft lange verschont. Zudem erhöht sich die Vernetzung der für die Musikerkennung zuständigen Areale im Gehirn mit anderen gut erhaltenen Hirnregionen. Dadurch, dass die neuronalen Pfade erhalten bleiben, können sie noch lange als Brücke für eine Kommunikation mit demenzkranken Personen genutzt werden und ihr emotionales Wohlbefinden erhöhen. 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Bleib musikalisch – dein Gehirn wird es dir danken 

Und was heißt das für uns? Musik lohnt sich ein Leben lang. Also: Immer schön weitermachen und nie aufhören mit dem Musikmachen und Musikhören. Vielleicht wissen wir dann irgendwann nicht mehr unseren Namen, aber wir haben all die Musik und all die Songs, die unser Leben erzählen, für immer bei uns. Was ich sehr beruhigend finde. 

FAQ

1. Kann Musik das Demenzrisiko senken?
Ja. Eine Studie der Monash University mit über 10.800 Teilnehmenden über 70 Jahren zeigt: Menschen, die regelmäßig Musik hören, haben ein um 39 % geringeres Demenzrisiko. Wer selbst musiziert, senkt das Risiko zusätzlich um etwa 35 %.

2. Warum schützt Musik das Gehirn im Alter?
Musik aktiviert viele Hirnregionen gleichzeitig, stärkt die Vernetzung und erhält kognitive Funktionen. Dadurch bleiben Gedächtnis und Alltagswahrnehmung länger stabil – selbst bei beginnenden degenerativen Prozessen im Gehirn.

3. Welche Vorteile hat regelmäßiges Musikhören oder Musizieren?
bei regelmäßigem Musikkonsum oder Musizieren bleiben die kognitiven Fähigkeiten und die episodische Erinnerung (die Alltagsereignisse speichert) wesentlich besser erhalten.

4. Wie erklären Forschende die Wirkung von Musik auf Demenz?
Laut Neurowissenschaftler*innen werden Musik und Lieder in Hirnarealen gespeichert, die motorisch aktiv bleiben und von Demenz typischen Schädigungen oft lange verschont sind. Diese Netzwerke ermöglichen eine bessere Kommunikation und Erinnerung.

5. Wie kann ich mein Gehirn mit Musik schützen?
Höre regelmäßig Musik, singe oder spiele ein Instrument. Schon tägliche musikalische Aktivität kann helfen, die geistige Fitness zu erhalten und das Risiko für Demenz im Alter messbar zu senken.

Quellen

Studie: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/gps.70163

www.monash.edu/medicine/news/latest/2025-articles/music-can-stave-off-dementia-by-up-to-40-per-cent,-monash-study-finds

https://de.euronews.com/gesundheit/2025/11/19/studie-fast-tagliches-musikhoren-konnte-das-demenzrisiko-bei-alteren-senken

Hot or Not
?
Gute Nachrichten für alle, die Musik lieben. Regelmäßiges Musikhören oder Musizieren kann das Demenzrisiko im Alter deutlich senken.

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • Maton EBG808 Tommy Emmanuel – Soundcheck in Front of the Mic 🎤
  • NAMM 2026: UDO Audio Booth Tour
  • Kala U-Bass Nomad - Sound Demo (no talking)