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Akustisches Schlagzeug vs. E-Drums: Was klingt besser?

Was ist besser, ein akustisches Schlagzeug oder ein E-Drum? Diese Frage wird seit vielen Jahren heiß diskutiert. Eine klare Antwort ist hier gar nicht so leicht, weil beide Instrumententypen ihre ganz individuellen Qualitäten haben, aber natürlich auch klare Vor- und Nachteile mit sich bringen. Ich habe mich mit Ralf Schuhmacher von „digitaldrumming“ in seinem Studio in Mainz getroffen und ein Vergleichsvideo aufgenommen.

Akustisches Schlagzeug vs. E-Drums: Was klingt besser?
Ralf bei den Aufnahmen am Efnote Pro Set.

Ralf gilt nicht nur hierzulande als einer der E-Drum-Experten, der wahrscheinlich schon alle Marken und Preisklassen einmal unter den Stöcken hatte und jahrelang als Markenbotschafter von DrumTec im Internet präsent war. In letzter Zeit widmet er sich verstärkt seinem eigenen YouTube-Kanal digitaldrumming und betreibt dazu seinen eigenen Musikladen. Ralf ist ein fantastischer Drummer, der sich natürlich auch mit akustischen Drums bestens auskennt.

Akustisches Schlagzeug vs. E-Drums – Das Wichtigste in Kürze

  • Was sind die Vorteile von E-Drums gegenüber akustischen Drums? E-Drums sind viel leiser, eignen sich besonders zum Üben für lautstärkesensible Umgebungen oder zur Bandprobe in Zimmerlautstärke. Durch die vielen Modulsounds hat man eine große Soundauswahl, außerdem muss man sich über Stimmung oder Raumakustik keine Gedanken machen. Aufnehmen mit dem E-Drum ist sehr einfach, und man braucht keine Mikrofone oder teures Outboard-Equipment.
  • Was sind die Nachteile von E-Drums? Sehr gut und realistisch klingende E-Drums mit Pad-Größen, die eher akustischen Drums und Becken entsprechen (und mit echten Hi-Hat-Maschinen), sind meist recht teuer. Der Umstieg von einem sehr kleinen E-Drumset für Einsteiger auf ein normales Akustikset kann u. U. schwierig sein, besonders was die Dynamik betrifft.
  • Was sind die Vorteile von akustischen Drums? Man spielt keine Samples ab, sondern kreiert den Klang im Moment. Der individuelle Klang des Spielers lässt sich – je nach Können – viel facettenreicher gestalten, als es mit den oftmals eher statischen E-Drum-Sounds gelingt. In sehr dynamischen Settings, wie Besenspiel, können E-Drum-Module bislang nicht mithalten. Auch mit einem eher günstigen Akustikset mit amtlichen Fellen und guten Becken lassen sich professionelle Sounds realisieren.
  • Was sind die Nachteile von akustischen Drums gegenüber E-Drums? Ein akustisches Schlagzeug ist viel lauter, d. h., man muss u. U. einen Proberaum mieten, um zu üben. Die Raumakustik hat einen hohen Anteil am Gesamtklang, und es sind generell mehr Dinge zu beachten und zu erlernen, beispielsweise das Stimmen der Trommeln oder dynamisch angepasstes Spiel, wie z. B. die Balance zwischen Trommeln und Becken. Ein A-Drum kann man schließlich nicht einfach leiser drehen. Für Aufnahmen braucht man zudem Mikrofone, Stative, Kabel und ein Audio-Interface.
  • Was war das Ergebnis? Beide Kits machen Spaß, ich würde wahrscheinlich immer ein Akustikset vorziehen, aber für Musikproduktionen mit schnellem Workflow oder leisere Proben hat das Efnote klar die Nase vorn.

Welches Equipment kam für den Vergleich zum Einsatz?

Wir haben zwei nahezu gleich dimensionierte Setups aufgebaut. Das Sonor Vintage „Benny Greb“-Set mit einer 20“ Bassdrum, 10“ Tom und 16“ Standtom, mit passender Signature-Snare in 13“ aus Buche. An Becken kam eine Auswahl an Agean Cymbals zum Einsatz.

Das E-Drum-Set ist von Efnote aus der Pro-Serie und entspricht dem Modell 702, das allerdings ein zusätzliches 8“-Tom hat. Unser Set hat die Maße 20“ Bassdrum, 11“ Tom und 15“ Standtom sowie eine 14“-Snare. Bei der Auswahl der Modulsounds haben wir nach Trommel- und Beckenklängen gesucht, die am ehesten den Sounds des Sonor-Kits entsprechen – was überraschend schnell ging.

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Die Besonderheit des Efnote-Systems ist, dass die Samples zwar leicht bearbeitet, aber ohne Effekte aufgenommen sind, und es auch im Modul keine Effekte wie Hall oder Kompression gibt. Diese sollen – wie bei einem akustischen Set auch – in der Nachbearbeitung bzw. durch den Tontechniker vor der Bühne hinzugefügt werden. Und genau das haben wir gemacht.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Benny Greb Signature Snare.

Hier könnt ihr eine Groove-Strecke mit beiden Kits hören, jeweils einmal nur die „trockenen“ Fader-Signale und dann von Ralf gemischt. Wichtig: Für das Sonor Vintage haben wir nur Close-Mics an den Trommeln plus zwei Overhead-Mikrofone benutzt, aber keinerlei Raummikrofone.

Audio Samples
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Sonor Vintage – Ungemischte Signale Efnote Pro – Ungemischte Signale Sonor Vintage – gemischte Signale Efnote Pro – gemischte Signale

Außerdem noch der Lautstärke-Vergleich von beiden Sets, dazu haben wir ein mittig positioniertes Overhead-Mikrofon benutzt.

Audio Samples
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Noise Level – Sonor Vintage – 1 Mono-Overhead Noise Level – Efnote Pro – 1 Mono-Overhead

Hier ist das Video mit viele weiteren Sounds:

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