Die Palmer Orbit 11 ist eine aktive 3-Wege-Studioabhöre. Mitten- und Hochtöner befinden sich in koaxialer Bauweise auf derselben akustischen Achse. Ihr dritter Weg ist mit zwei Tieftönern ausgestattet. Mit geschlossener Bauart verspricht die Box ein konsistentes Abstrahlverhalten und eine stabile Klangabbildung. Im bonedo-Test darf das zweite Boxenmodell der Hessen zeigen, was es kann.

- Koaxial-Speaker für präzise Ortung
- Spitzenklang, homogen durch alle Lautstärken
- ausgewogener Frequenzgang inklusive sehr guter Basswiedergabe
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Koaxiale Mitten und Höhen und zwei Woofer im Bassweg
Die Palmer Orbit 11 kombiniert einen 6,5“-Mittentöner und einen 1“-Hochtöner zu einem Koaxial-Lautsprecher. Zu den zwei Wegen gesellen sich für den Bassbereich als dritter Weg zwei impulskompensierte 8“-Tieftöner hinzu. Die beiden Woofer sitzen sich links und rechts gegenüber und pumpen Basssignale beidseitig aus dem relativ kleinen Korpus in den Raum. Der Hersteller verspricht eine Basswiedergabe bis hinunter zu 28 Hertz mit Abweichungen von bis zu 3 Dezibel.


Die Orbit 11 von Palmer – Studiomonitor par excellence
Ohne zu viel vorwegzunehmen: wer nach Boxen für das Mixing, Mastering, Sounddesign oder für die Content-Creation sucht, sollte die Orbit 11 aus der Marke Palmer aus dem Hause „Adam Hall“ unbedingt mal anhören. Die Abhöre ist kompakt, leistungsstark und besitzt einen Koaxialspeaker, der eine präzise Verortung im Stereobild zulässt.
Was war nochmal ein Koaxialspeaker? Da Hoch- und Mittentöner übereinander verbaut sind, strahlen deren Signale aus der gleichen akustischen Achse; für unser Gehör quasi eine Punktschallquelle. Dies minimiert Phasenprobleme und klingt meist klarer und präziser ortbar, als bei herkömmlicher, versetzter Anordnung der einzelnen Lautsprecher.
Enormes Leistungspaket
In einem geschlossenen Aluminiumdruckgehäuse mit zirka 30 cm Höhe, 30 cm Tiefe, 20 cm Breite und einem stattlichen Gewicht von fast 14 Kilo kommt die Orbit 11 daher. Für solche Gehäusemaße bringt die Box außergewöhnlich viel auf die Waage. Was steckt alles drin?
Ein vorne eingesetzter Koaxial-Mitten-Hochtöner und zwei seitlich verbaute 8-Zoll-Woofer werden von Class-D-Verstärkern mit sage und schreibe 400 Watt Durchschnitts- und 1000 Watt Spitzenleistung angetrieben. 2 mal 250 Watt gehen zum Koaxialspeaker und 500 Watt stehen den beiden Woofern zur Verfügung. Ein maximaler Schalldruck-Peak von 116 Dezibel bei einem Frequenzgang von 28 bis 28000 Hz (bei -3 dB Abweichung) soll laut Herstellerangaben möglich sein. Entwickelt und designt wurden die Palmer Orbit 11 übrigens in Neu-Anspach (Hessen), hergestellt werden sie in China. Die Box ist sowohl in schwarzer als auch in weißer Gehäusefarbe erhältlich.
Anschlüsse
Die Orbit 11 der Marke Palmer besitzt zwei Audioeingänge: einen analogen und einen digitalen. Der analoge XLR-Eingang ist für symmetrische Analogsignale ausgelegt. Die Digitalschnittstelle besteht aus zwei AES3-Buchsen im XLR-Format: ein Input und ein Output. Das digitale Audiosignal wird per sogenanntem Daisy-Chain-Prinzip angeschlossen. Hierbei wird ein digitales AES/EBU-Signal zunächst zu einer Box geschickt, und von dort aus dann mit einem weiteren AES3-XLR-Kabel zur zweiten Abhöre des Stereopaars weitergeleitet. Am Bedienfeld auf der Oberseite der Box stellt man ein, welche Box die linke und welche die rechte Abhöre im Stereosetup zu sein hat. Der AES3-Eingang unterstützt Abtastraten bis maximal 96 Kilohertz und eine Auflösung von 24 Bit.

Orbit 11 ohne Zucker und mit Touch-Display
Apropos Bedienfeld: Recht praktisch und intuitiv zu bedienen, befinden sich ein Display und drei berührungsempfindliche Tastenfelder oben auf dem Boxengehäuse. Hier lassen sich sämtliche Einstellmöglichkeiten der Box bedienen und deren Status ablesen. Mit zwei Richtungs- und einer Bestätigungstaste tippt und skipt man sich durch die verschiedenen Funktionen. Das Display erlischt automatisch, sollte man nach einer gewissen Zeit keine Tasten berührt haben.

Rückseite
Unten, ein wenig nach innen versetzt, befinden sich vier Anschlüsse. Drei Buchsen für Audiosignale und eine zur Stromversorgung. Ein Kaltgerätestromkabel wird mitgeliefert. Eine Autostandby-Funktion beziehungsweise Stromsparfunktion ist nicht vorhanden. Die Orbit 11 wird mit einem kleinen Powerswitch oberhalb des Stromanschlusses ein- und ausgeschaltet.
Mit Hilfe ihrer Befestigungspunkte mit Gewinde und M8-Ösenschraube lässt sich die 14-Kilo-Box an Wand oder Decke montieren. Palmer hat hierfür auf Kompatibilität mit der 20B-Halterung der Firma Gravity geachtet.

Einstellmöglichkeiten mit Fingerspitzengefühl
Die Bedienfeatures der Orbit 11 sind vorne, oben auf der Box zu finden. Drei Touchbuttons ermöglichen den Zugriff auf ein mehrstufiges Eingangs-Pad, einen 3-Band-EQ, Tisch- und Wandpresets und ein 80-Hz-Hochpassfilter. Neben den klangbeeinflussenden Features, lässt sich hier außerdem einstellen, welches Eingangssignal benutzt werden soll.


