Embodme Erae 2 Test

Mit dem Erae 2 präsentiert die französische Firma Embodme die zweite Version ihres taktilen Controllers. Und dabei wurde kräftig aufgebohrt, denn der mit 1008 LEDs gespickte Controller beherrscht jetzt nicht nur MIDI, sondern verfügt auch über 24(!) CV-Ausgänge. Kombiniert mit einem Looper, einem kleinen Display mit Jogwheel und einigen weiteren Tasten zur Programmierung und Steuerung ist der Erae 2 eine kleine Sensation unter den vielen ähnlich konzipierten MIDI-Controllern.

Embodme Erae 2 Test – 16000 Drucksensoren für eine Halleluja !

Mit dem Erae 2 macht man direkt auf der Oberfläche mit den Fingern Musik. Wer lieber mit Sticks spielt, nutzt die alternative Gummioberfläche – extra für die Schlagzeugspielenden unter uns. Wir haben uns die neuste Version angesehen und sind der Frage nachgegangen, ob es neben den vielen LED-Lichtern auch Schattenseiten gibt.

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • Einzigartige Kombination von MIDI/CV-Controller und Looper
  • Gute Bedienung auf der Hardware
  • leuchtet hübsch auf der Bühne
  • 24 CV-Ausgänge
Contra
  • Editor etwas sperrig

Embodme Erae 2 Highlights

  • Was ist der Embodme Erae 2? Der Erae 2 ist ein programmierbarer MIDI – und CV Controller mit eingebautem Looper
  • Was ist das Besondere am Embodme Erae 2? Der Erae 2 kann zwischen acht verschiedenen Oberflächen umschalten. Man kann also auf der ersten Oberfläche die Loops starten, auf der zweiten die Drums spielen und auf der dritten den Arpeggiator spielen. Außerdem liefert der Erae 2 mit seinen vielen LEDs direkte visuelle Rückmeldung und sieht auf der Bühne klasse aus.
  • Gibt es noch etwas? Ja, der Erae 2 hat ganze 24 CV Ausgänge. Mit denen kann man auch das Eurorack bespielen. 
  • Was sagt der Test? Der Tester findet das Gerät klasse, bemängelt aber unvollständige Anleitung. Und die braucht man, wenn man das Gerät ernsthaft programmieren will.

DETAILS

Embodme Erae 2 – die Hardware

Der Embodme Erae 2 ist eine ziemliche Wuchtbrumme: 2,5 kg wiegt das solide Gerät mit seinem Metallchassis und der Stoffbespannung. Erae 2 ist rechteckig, 40 cm breit und 27 cm hoch. Am oberen Rand befinden sich hintergrundbeleuchtete Drucktaster, ein kleiner, aber sehr scharfer Farbbildschirm und ein Jogwheel.

Hochwertige Verarbeitung und feines Bediengefühl im Aluminium-Gehäuse

Darunter kommt dann schon die eigentliche Spielfläche, hinterlegt mit ca. einem Zentimeter großen Leuchtpunkten. Vertikal gibt es davon 24 Stück, horizontal 40. Die Leuchtpunkte sind programmierbar und fungieren zum Beispiel als Fader, Drumpads, xy-Pads oder als Klaviertastatur.

Spielt man mit den Fingern auf der Oberfläche, erscheinen kleine Animationen. Beim Drumpad sieht es zum Beispiel so aus, als würde ein Tropfen auf eine Wasseroberfläche fallen. Als MPE-Controller beherrscht das Gerät natürlich auch polyphonen Aftertouch. Dabei lässt man mit dem Finger erstmal einen Klang entstehen, um ihn dann mit ein wenig Druck zu verändern. Die maximale Drucktiefe beträgt ungefähr einen Zentimeter.

Welche Anschlüsse bietet der Erae 2 ?

Alle Anschlüsse befinden sich auf der Oberseite des Gerätes. Und davon gib es eine Menge: Allein 24 CV-Ausgänge beherbergt Erae 2. Ausgeführt sind sie als 3,5-Millimeter-Stereoklinkenausgänge. Für die meisten Leute dürfte das bedeuten: erstmal Adapter anschaffen. Ausgang 11 und 12 dienen gleichzeitig als Inputs für Sustain- und Expressionpedale.

Daneben gibt es einen Micro-SD-Karten-Slot für Speicherplatz, drei MIDI-Anschlüsse (auch diese in Form von 3,5-TRS-Klinken) und drei USB-C-Anschlüsse. Die MIDI-Anschlüsse – zwei Adapter auf 4-pol-MIDI sind dem Gerät beigefügt – setzen sich aus einem MIDI-In und zwei MIDI-Outs zusammen – also kein MIDI-Through, wie man es von MIDI-Trios gewohnt ist.

Die drei USB-C-Anschlüsse sind für die Stromversorgung über ein externes 65-Watt-Netzteil und den Anschluss an einen Computer vorgesehen. Beim dritten USB-Anschluss handelt es sich um einen USB-Host-Anschluss. Ihr könnt also externe USB-Geräte direkt an Erae 2 anschließen, ohne einen Computer bemühen zu müssen. 

Welche Bedienelemente gibt es ?

Programmiert wird das Gerät mithilfe des als „Erae Lab“ bezeichneten Editors – er steht für Mac, Windows und Linux bereit. Man kann aber natürlich auch gleich die acht Presets nutzen, die man über die separaten Druckschalter auf dem Gerät abruft.

Für den Looper, den Arpeggiator, die Skaleneinstellung für MIDI-Mapping „on the fly“ gibt es weitere sechs Drucktaster und eine +/- Wippe. Ganz rechts oben befindet sich dann das kleine, aber wirklich scharfe Display. Eingaben auf dem Display erfolgen über ein großzügiges Jogwheel mit Drucktaster.

Der Editor des Erae 2

Der Editor funktioniert folgendermaßen: Zunächst wählt man oben einen der acht Speicherplätze aus. Dann zieht man die Steuerelemente von der linken Seite auf die Steuerfläche und designt sich so sein Instrument. Zur Verfügung stehen acht Elemente:

  • Keys/Keyboards/Keygrids/Drumpads für Noten und zum Triggern –  beispielsweise von Patterns oder Sequenzen
  • Fader
  • XY-Pad
  • Button

Besonders praktisch: ein LivePad zur direkten Verbindung mit Ableton Live und eine API Zone, in der geneigte Programmierende auch Smileys und ähnliche Inhalte auf die Oberfläche zaubern können. Gerüchten zufolge kann man heute sogar Dinge programmieren lassen, was ich an dieser Stelle aber nicht ausprobiert habe.

Einmal fertig programmiert, wird das neue Layout per Klick auf das Gerät übertragen. Das könnt ihr dann übrigens auch vom Computer abstöpseln. Auf der Webseite von Embodme kann man Layouts sogar tauschen.

Woher kommt Strom ?

Ist das Gerät ohne externen Strom an den Computer angeschlossen, funktioniert es zwar, allerdings mit erheblichen Einschränkungen: Die CV-Ausgänge und die Pedaleingänge sind deaktiviert, das Metronom, MIDI-Out B und USB-Host funktionieren nicht mehr. Die LEDs leuchten nur noch mit 25 Prozent Helligkeit. Schöner ist es also mit (externem) Strom. 


Die Programmierung in der Praxis

Wie für jeden Controller gilt auch für Erae 2: Vor dem Spielen kommt das Programmieren. Vieles lässt sich direkt über die Hardware einstellen: Ausgang, MIDI-Kanal, Druck, X- und Y-Achsen-Daten. Wer einen einzelnen Fader programmiert, kann damit gleich fünf (!) Steuerbefehle an vier verschiedene Kanälen schicken: X relativ und absolut, Y relativ und absolut und Z.

Die Bedienungsanleitung spricht hier von einem cartesian frame of reference – wer hätte gedacht, dass ein MIDI-Controller derart in die Tiefe geht. Man muss es aber ja nicht gleich so kompliziert machen: Wer nur einen oder zwei Parameter kontrollieren will, ist schnell fertig. Was man übrigens nicht über eine einzelne Taste einstellen kann, ist die MIDI-Note, die sie tatsächlich spielt. Das geht nur über den Editor.

Exkurs: Absolut und relativ bei MIDI-Controllern

Der Unterschied zwischen abs, was für absolute steht, und rel, was für relative steht, ist folgender: Sendet die X-Achse absolute Werte eines Elements, dann sendet die Kante ganz links den MIDI Wert 0 und die Kante ganz rechts den MIDI Wert 127. Sendet die X-Achse dagegen relative Werte, dann heißt das, dass der Punkt, an dem das Element angeschlagen wird, immer den MIDI-Wert 63 ausgibt, egal, ob nun wirklich die Mitte oder ein anderer Punkt auf der X-Achse berührt wurde. Bewegt man den Finger von dort aus jetzt nach links oder rechts entlang der X-Achse, steigt oder sinkt der Wert – ausgehend vom initialen Wert 63. 

Übersetzen wir das in Musik: Wenn ich eine Tastatur habe, die auf „relativ“ eingestellt ist, gibt die Taste bei jedem Anschlag immer den korrekt gestimmten Ton aus, egal an welcher Stelle der Taste ich spiele – also wie bei einem Klavier. Wenn ich dann den Finger hin- und her bewege, spiele ich ein Vibrato. Ist die Tastatur hingegen auf „absolut“ eingestellt, arbeitet die ganze Tastatur als Kontinuum. Wenn ich die Taste in diesem Fall also nicht ganz in der Mitte treffe, sondern ein bisschen weiter links, erklingt beim ersten Anschlag ein tieferer Ton. Das Verhalten entspricht dann dem eines Ribbon-Controllers.

Der Editor in der Praxis

Für alles andere gibt es den Editor, den „Erae Lab“. Er funktioniert intuitiv: Elemente von links auf die Spielfläche ziehen, Größe und Farbe nach Belieben anpassen, und schon geht’s MIDI-programmiertechnisch ans Eingemachte. Beim Fader könnt ihr folgende Dinge festlegen: die Bewegungsrichtung (oben/unten/links/rechts), welchen Ausgang und MIDI-Kanal er nutzt, ab welchem CC-Wert das Aftertouch mitläuft und mit welchem Amount – und falls ihr CV nutzen wollt, auch den Output und die Voltzahl. Da kratzt man sich schon mal am Kopf.

Mit dem EraeLab wird die Editierung (fast) ein Kinderspiel

Die englischsprachige Anleitung hilft dabei leider nur bedingt: Sie ist nicht nur etwas nerdig geschrieben und wenig anfängerfreundlich, sondern schlicht noch nicht fertig. Zur Editiersoftware gibt es gerade einmal vier Absätze. Was zum Beispiel „Keygrids“ genau sind, wozu sie gut sind und wie man sie programmiert, wird gar nicht erklärt. Bei einem Gerät, das locker über zwei Dutzend Parameter pro Element anbietet, ist das eindeutig zu wenig. Hinzu kommt, dass das Hereinziehen und Platzieren der Elemente auf die Spielfläche sehr intuitiv funktioniert, das eigentliche Programmieren in der kleinen Seitenleiste hingegen aber sehr eng und kryptisch anmutet. Erst wenn man sich eingearbeitet hat, ist alles logisch. Bedienungsfreundlich ist es deshalb aber trotzdem noch nicht.

Embodme hat immerhin fertige Layouts für populäre Synthesizer wie den Arturia Pigments gebaut, die zum Beispiel aus einer Tastatur am unteren Rand und einer Reihe von Fadern und Buttons bestehen – sehr hilfreich für den Einstieg. Einen Haken hat die Sache allerdings: Die Bedienelemente lassen sich nicht beschriften. Man muss sich also merken, wo man was abgelegt hat. Und die Darstellung, welche Töne zur Tonleiter gehören, ist zumindest gewöhnungsbedürftig.

Die MIDI-Möglichkeiten

Von den genannten Schwachpunkten einmal abgesehen eröffnen sich im MIDI-Bereich umso beeindruckendere Möglichkeiten. Jedes Element kann einen eigenen MIDI-Kanal, einen eigenen CV-Ausgang oder beides gleichzeitig nutzen – wahlweise über alle Ports hinweg. So steuert man aus einem einzigen Preset verschiedene Geräte gleichzeitig an, ohne zwischen Layouts wechseln zu müssen. Das XY-Pad ist dabei ein besonders gelungenes Beispiel: Overdrive auf der einen Achse, Hall auf der anderen und mit dem Druck dann noch den Klang formen. Das funktioniert überraschend natürlich und macht direkt Spaß.

Für die Programmierenden unter uns gibt es außerdem eine API, mit der sie eigene Elemente und Visualisierungen auf die Oberfläche zaubern können. Und wer bei all dem nicht weiterkommt: Der Chatbot auf der Embodme-Seite ist überraschend hilfreich. Er beantwortet selbst komplexere Fragen geduldig, allerdings auch nicht immer richtig. Einen Versuch ist es allemal wert. Der Bot antwortet übrigens sogar auf Deutsch, wenn man die Frage auf Deutsch stellt.

Vorbereitung ist Alles

In der Praxis bedeutet das aber auch, dass man auch instrumentenseitig noch programmieren muss. Wer die Filterfrequenz eines Minimoog VST zum Beispiel mit polyphonem Aftertouch spielen will, muss das sowohl am Erae 2 als auch in der Software einstellen. Das ist bei anderen MIDI-Controllern zwar genauso, beim Erae 2 steigert sich dieser Aufwand aber deutlich. Das liegt daran, dass man hier so viele Elemente auf die Oberfläche ziehen kann und jedes auch noch einzeln programmieren muss. Beim Roli Rise oder dem Expressive E Osmose ist der Aufwand viel überschaubarer, weil man dort praktisch nur eine einzige Oberfläche programmiert.

Aber auch da ist es schon nicht leicht – zum Beispiel, wenn man eine Tastatur und ein Software-Cello so aufeinander abstimmen möchte, dass das Cello tatsächlich schön spielbar ist. Hinzu kommt, dass man bei MPE-Instrumenten kaum mit MIDI Learn arbeiten kann: Es werden so viele Daten gleichzeitig geschickt, dass das empfangende Gerät gar nicht weiß, welcher Kanal und welcher Parameter gemeint sind. Hier ist also Handarbeit angesagt.

Erae 2 als Keyboard

Was nicht so ganz natürlich funktioniert, ist das Spielen am Keyboard. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätte jemand eine Klaviertastatur auf einen Tisch gezeichnet. Wer schon mal ein Ausroll-Keyboard ausprobiert hat, weiß, was ich meine.

Am besten lässt sich die Oberfläche des Erae 2 vielleicht mit dem Haken-Fingerboard vergleichen: eine plane Fläche, auf der man kein richtiges Klavier spielen kann, dafür aber andere Dinge, die auf einer Klaviatur nicht möglich wären – quer über die Tastatur sliden zum Beispiel. Das Gerät versteht sich also nicht als Ersatz für eine Klaviatur, sondern als eine Oberfläche, die Druck, Position und Bewegung gleichzeitig in Musik umwandelt. Wer bereit ist, sich die Zeit sowohl am Gerät als auch in der Software zu nehmen, kann damit durchaus expressiv spielen. 

Looper und Arpeggiator

Kommen wir zum Looper, der vielleicht das Sahnehäubchen auf dem Erae 2 ist. Der Looper hat satte acht Spuren mit bis zu 64 Schritten. Das Wichtigste gleich vorweg: Der Looper nimmt weder Audio- noch MIDI-Daten auf, sondern tatsächlich die Bewegungen auf der Spielfläche. Das hat den Vorteil, dass man die gleiche Geste auf verschiedene Parameter mappen kann. Was man also beim Aufnehmen als Filterbewegung eingespielt hat, kann man später auf das Delay routen.

Bis zu acht Loops lassen sich gleichzeitig abspielen, und während der Looper läuft, kann man zwischen den verschiedenen Layouts wechseln. Man könnte also mit dem Bass anfangen, auf ein Pad umschalten, erst die Melodie und schließlich den Rhythmus drauflegen – jeweils mit dem Layout, das am besten zum gerade gespielten Instrument passt. Einzelne Loops könnt ihr auch muten, zum Beispiel um eine ruhigere Bridge zu gestalten. 

Tanz der Moleküle

Hat man dann verschiedene Loops am Laufen, sieht das Ganze optisch klasse aus: Die Leuchtpunkte wirken aus der Nähe betrachtet durch die Stoffoberfläche ein bisschen angeschmutzt, aus etwas Entfernung ziehen sie die Blicke aber auf sich – sie fangen plötzlich an, im Rhythmus zu tanzen. Das ist genau das Richtige für Leute, die das Licht im Studio ausmachen um die ganzen Geräte leuchten zu sehen wollen. Wir nennen es „das Weihnachtsbaumgefühl“. Live auf der Bühne kommt das erst richtig gut, egal, ob man mit den Fingern und mit Sticks spielt. Die Elemente reagieren beim Antippen mit verschiedenen Animationen. Für alle, die ihre simple Eurorack-Performance aufpeppen wollen, ist der Erae 2 dank 24 CV-Ausgängen die ideale neue Schaltzentrale des Systems.

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Mehr Informationen

Ein nettes Extra verbirgt sich auch im eingebauten Metronom: Die Oberfläche des Erae 2 vibriert hier im eingestellten Tempo. Das brummt zwar auch ordentlich, ist aber eine smarte Idee und funktioniert super. Ohnehin müsste es viel mehr Controller mit haptischem Feedback geben, liebe Hersteller. Ich will endlich ein Expressionpedal, bei dem man fühlt, wo man sich gerade befindet!

Der Arpeggiator fällt dagegen etwas ab. Mit hoch, runter, hoch-runter und random ist auch schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Als Schmankerl gibt es hier noch die Möglichkeit, Aftertouch auf die Geschwindigkeit zu legen – was aber leider nicht polyphon funktioniert. Aber es muss ja auch nicht jeder Controller einen Arpeggiator haben, die meisten Instrumente bringen ohnehin ihren eigenen mit.

FAZIT – Embodme Erae 2

Der Erae 2 ist eine kleine Wunderkiste: Er blinkt, er leuchtet, er loopt, er kann völlig frei konfiguriert werden und hat auch noch 24 CV-Ausgänge. Er kann mit der Hand oder mit Drumsticks gespielt werden und er macht sich auf der Bühne optisch auffällig. Er ist außerdem sehr solide gebaut – zählt zum richtig wertigen Equipment im Proberaum. Das ist vermutlich auch der Grund, wieso die Kickstarter Kampagne achtfach überzeichnet wurde. Und im Gegensatz zu Aodyo Anyma Omega und Loom hat Embodme mit Erae 2 ein richtig überzeugendes Gerät abgeliefert – das jetzt zu einem fairen Preis in den Läden steht.

Embodme hat hier also alles richtig gemacht. Die Influencer-Schar reißt die Augen folgerichtig ganz weit auf und spricht sogar von einer Revolution. Was man allerdings nicht unterschätzen darf, ist die Mühe, die es kostet, Hard- und Software so miteinander zu verbinden, dass man tatsächlich ausdrucksstark spielen kann. Wer mit Ableton Live oder ähnlichem arbeitet, muss vorher natürlich erstmal die ganzen Loops herstellen, um sie nachher mit dem Erae 2 abfeuern zu können. 

Und so stellt sich die Frage, ob der Erae 2 abseits des Loopers mehr ist als ein schicker MIDI-Controller – ein sehr, sehr schicker Controller. Wenn jemand wie Jean Michel Jarre mit vier dieser Geräte auf der Bühne steht, dann wird die Eurorack-Performances durchaus auch visuell zu einem Erlebnis.

Features

  • Standalone-fähiger Controller für MIDI und CV mit großer Oberfläche
  • 24 CV-Ausgänge
  • Looper mit 8 Spuren
  • Druckempfindliche Oberfläche mit 16.000 Sensoren
  • Editor Software
  • Arpeggiator
  • Scharfes Display
  • Intuitive Bedienung über Jogwheel
  • SD-Karte zur Speicherung
  • USB-Host-Anschluss
  • Abmessungen (B x T x H): 402 x 277 x 20 mm
  • Gewicht: 2,5 kg
  • Preis: € 949,- (Straßenpreis am 31.3.26)
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