Gitarre Hersteller_Yamaha
Test
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06.11.2017

Yamaha DXR12 Test

Aktive Full-Range Lautsprecherbox

Kraftprotz aus Fernost

Die Yamaha DXR12 erfreut sich wie ihre drei Geschwister aus der DXR-Serie des japanischen Herstellers großer Beliebtheit, wobei speziell unsere Testkandidatin und die mit dem kleineren 10" Speaker bestückte DXR10 auch bei Benutzern von Amp-Modeling-Gerätschaften einen guten Ruf genießen. Ein Grund, die beiden Aktivmonitore in unserem Testmarathon genauer zu beleuchten. Die Fakten, die für ihren Einsatz sprechen, sind beeindruckend: Ausgestattet mit einer Class D Endstufe, die insgesamt 700 Watt RMS auf Hochtöner und Basslautsprecher verteilt, liefern sie einen satten Schalldruck.

Dass die Boxen auch noch für ein recht schlankes Budget zu haben sind, ist ein weiteres Argument - unser Testmodell, die DXR12, ist für weniger als 700 Euro im Handel erhältlich. Papierform und Preis sind das eine, aber die eigentlich Bezugsgröße für uns sind Klang und Leistung unter realen Bedingungen. Wie es um diese beiden Faktoren im Zusammenhang mit Amp-Modeling-Geräten bestellt ist und mit welchen davon sich der Kraftprotz aus Fernost gut verträgt, das werdet ihr im folgenden Test erfahren.

Details

Gehäuse/Optik

Die DXR12 kommt in einem schwarzen Gehäuse aus ABS, das in der Lage ist, bei hohem Pegel Resonanzen abzufangen und somit für sauber Signalabgabe ohne eventuelle Verzerrungen stehen sollte. An der Frontseite ist ein stabiles Gitter angebracht, das sich schützend vor die beiden Lautsprecher stellt. Hier sind ein 12" Basslautsprecher und ein 1,4" Hochtöner im Einsatz, befeuert werden sie von einer Class D Bi-Amping-Endstufe, die 700 Watt RMS Power (LF: 600 W, HF:100 Watt) in die Waagschale legt. Laut Hersteller hat die DXR12 einen maximalen Schallpegel von 132 dB und deckt einen Frequenzbereich von 52 Hz bis 20 kHz ab. Auf dem Hochtöner befindet sich ein Horn (90° x 60°) in CD-Bauweise (Constant Directivity), das eine präzise Wiedergabe auch abseits der Hauptabstrahlrichtung ermöglichen soll.

Die DXR12 kann in unterschiedlichen Situationen und Positionen eingesetzt werden, einmal in der üblichen PA-Variante mit einem Boxenständer, sie hat aber auch zusätzlich Halte-Vorrichtungen für den geflogenen Einsatz. Der Boxenflansch ist für zwei Ausrichtungen geeignet, einmal ganz gerade (0°) und in der alternativen Einstellung um 7° geneigt. Durch die Wedge-Form kann die DXR 12 auch als Floor-Monitor benutzt werden und natürlich auch einfach senkrecht auf den Boden gestellt werden, so wie wir Gitarristen das von unseren Gitarrenboxen gewohnt sind. Auch dafür gibt es Gummifüße an der Unterseite. Zum Transport sind an den Seiten Griffe befestigt, damit lässt sich die 19,3 kg schwere Box recht gut und ausbalanciert tragen. Die kompletten Anschlüsse und Regelmöglichkeiten finden sich auf dem Bedienfeld an der Rückseite.

Rückseite/Anschlüsse

Hier ist einiges los, denn die DXR 12 ist mit einem 3-Kanal Mixer und diversen Regelmöglichkeiten ausgestattet. Kanal 1 verfügt über einen XLR-Eingang (female) und kann Mikrofon oder Line-Pegel bedienen, ein Schiebeschalter passt die Eingangsempfindlichkeit entsprechend an. Zusätzlich gibt es einen Thru-Anschluss (XLR Male), über den das Signal durchgeschleift werden kann. Die beiden anderen Kanäle sind für Line-Pegel (-10 dB) zuständig. Kanal 2 hat 6,3 mm Klinkenbuchsen und der dritte Kanal kann mit Cinch-Verbindungen angefahren werden. Der Level-Regler des jeweiligen Kanals bestimmt dessen Ausgangslautstärke. Über einen Link-Out können zwei DXR12 Boxen miteinander gekoppelt werden, sodass ein Bad im Stereo-Sound möglich wird, aber natürlich geht auch zweimal Mono. Über das DSP-Bedienfeld kann noch etwas Korrektur am Frequenzbild vorgenommen werden und der D-Contour-Schalter passt den Klang an Hochmontage oder Floor-Monitor-Einsatz an. Zusätzlich aktiviert der Schalter darunter den Hochpassfilter (HPF) in zwei Stufen (100 Hz oder 120 Hz). Die vier LEDs über diesem Bedienfeld geben Auskunft über den aktuellen Status (Power, Protection, Signal, Limit).

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