Gitarre Hersteller_Thermion
Test
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25.07.2017

Thermion Heartbreaker Test

Overdrive Effektpedal

Über-Drive

Das Thermion Heartbreaker Overdrive-Pedal stammt aus den Werkstätten der erst 2012 gegründeten Marke mit Sitz im spanischen Albacete, wo Verstärker, Boxen und auch Pedale in Handarbeit entstehen. Der Heartbreaker Overdrive trägt als Zusatzbezeichnung den Slogan "Vintage Voiced Saturation" und damit eine relativ deutliche Richtungsbeschreibung.

Natürlich wird diese ein wichtiger Punkt im folgenden Test sein, aber beispielsweise auch die Fähigkeit des Pedals, Impulsantworten zu verarbeiten und damit digitale Modelle diverser Amps zur Verfügung zu stellen.

Details

Optik/Verarbeitung

Der 100 mm x 120 mm x 55 mm (B x L x H) große und 378 Gramm schwere Heartbreaker wird in einem Pappkarton geliefert, in dem sich zusätzlich noch eine Bedienungsanleitung und ein Firmenaufkleber befinden. Er besteht vollständig aus Metall und macht einen ausgesprochen robusten und wertigen Eindruck.

Sechs Potis, ein Dreiweg-Kippschalter und der obligatorische Bypass-Fußschalter samt weißer Status-LED bilden die Bedienoberfläche. Alle Regler besitzen schwarze Kunststoffknöpfe mit silberner Oberseite und dank eines kleinen, ebenfalls silberfarbenen Skalenstrichs ist ein exaktes Einstellen möglich. Da der Heartbreaker schwarzweiß lackiert ist, lassen sich die Bedienelemente aufgrund der je nach Hintergrund unterschiedlichen Beschriftung sehr gut ablesen. Die Potis justieren Treble, Middle, Bass, Level, Master und Preamp, was stark an die Bedienelemente eines Verstärkers erinnert. Und das soll auch so sein, aber dazu später mehr.

Der Dreiweg-Kippschalter ist mit mit M, R und V beschriftet wobei die Buchstaben für Modern, Raw und Vintage stehen und unterschiedliche Klangcharaktere ermöglichen sollen.

Laut Thermion lässt sich das Pedal auf drei verschiedene Arten betreiben.

1. Das Pedal wird mit dem Eingang des Amps verbunden. Dabei empfiehlt der Hersteller den Modus M- also Modern. Dieser Modus soll einen aggressiven Klang liefern, ohne dabei harsche Höhen zu produzieren.

2. Das Pedal wird mit dem Effekt-Return des Einschleifwegs des Amps verbunden, somit wird nur die Endstufe des Amps genutzt und das Heartbreaker Pedal wird zur Vorstufe. Dabei empfiehlt Thermion den Modus R wie Raw. Der Sound wird dabei höhenreicher.

3. Der Ausgang des Pedals wird mit der Soundkarte oder ähnlichem verbunden und in der DAW mit der hauseigenen SE2 Technologie nachbearbeitet. Dabei können die von Thermion erstellten Impulsantworten genutzt werden. Hier kommt laut Hersteller bevorzugt der R-Mode zum Einsatz.

Diese Impulsantworten stehen auf der Herstellerwebsite samt der Lepou Recab Freeware zum Download breit, sobald man sich registriert und die Seriennummer des Pedals eingegeben hat. Dazu aber später mehr.

Die V-Position des Dreiwegschalters steht für Vintage und soll klassische Overdrivesounds erzeugen. Thermion empfiehlt das Pedal in der V-Stellung in Verbindung mit klassischen Amps wie Fender oder Marshall. Das Heartbreaker Pedal lässt sich ausschließlich mit Netzteil betreiben, was jedoch nicht Teil des Lieferumfangs ist. Der Anschluss des 9-Volt-Gleichstromspenders befindet sich an der Stirnseite und wird bei Nichtgebrauch von einem Gummiverschluss abgedichtet. Dem Wegrutschen auf glatten Böden arbeiten vier Gummifüßchen entgegen. Die Unterseite selbst ist mit vier Schrauben am Gehäuse befestigt. Entfernt man sie, zeigt sich auch im Inneren eine saubere Verarbeitung.

Lepou Recab Plug-In

Das Lepou Recab Plug-In lässt sich auf einem PC als VST und auf dem Mac als AU und auch VST Plug-In innerhalb einer DAW betreiben.

 

Es erklärt sich von selbst, lediglich eine Impuls Antwort muss in den endsprechenden Slot geladen werden. Es lassen sich zudem verschiedene Impuls-Antworten für den linken und den rechten Kanal nutzen.

Folgende Files stehen auf der Thermion-Website zum Download bereit:

- Blackstar HT 100, 4x12 Closed Back, Celestion Vintage 30

- Blackstar HT100, 1x12 Open Back cabinet, Jensen G12K

- Diezel VH4, 1x12 Open Back cabinet, Jensen G12K

- Diezel VH4, 4x12 Closed Back, Celestion Vintage 30

- Framus Cobra, 4x12 Closed Back, Celestion Vintage 30

- Framus Cobra, 1x12 Open Back cabinet, Jensen G12K

- Genz Benz El Diablo, 1x12 Open Back cabinet, Jensen G12K

- Genz Benz El Diablo, 4x12 Closed Back, Celestion Vintage 30

 

Jede Amp/Cabinet-Kombination wurde mit einem der aufgeführten Mikrofone abgenommen:

- Audio Technica 4040

- Audio Technica 4041

- Shure SM7B - Shure SM57 off axis

- Shure SM57 on axis

Das ergibt eine stattliche Anzahl an Auswahlmöglichkeiten und ich bin schon sehr gespannt, wie das Pedal in den verschiedenen Anwendungsgebieten klingt.

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