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Test
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17.12.2010

Tama Speed Cobra Test

Doppelfußmaschine

Live aus der Schlangengrube

Als William F. Ludwig im Jahre 1909 das erste Bassdrum-Pedal der Weltöffentlichkeit vorstellte, war dies eine kleine Sensation. Durch seine Neuentwicklung war es erstmals möglich, zwei Instrumente (nämlich Snare und Bassdrum), die vorher von unterschiedlichen Personen des Ensembles gespielt wurden, gleichzeitig zu bedienen. Dadurch legte Herr Ludwig ganz nebenbei auch den Grundstein für die Entwicklung des klassischen Drumsets, wie wir es heute kennen. Knapp 30 Jahre nach seiner bahnbrechenden Erfindung brachte Ludwig mit dem “Speed King”-Pedal dann den ersten echten Klassiker unter den Fussmaschinen auf den Markt. Dieses Pedal arbeitete nach dem Druckfederprinzip und bestach durch seine für damalige Verhältnisse exzellenten Laufeigenschaften. Unfreiwillig legendär wurde es allerdings auch durch seine Nebengeräusche, vor allem das berüchtigte Quietschen, zu hören übrigens besonders schön auf dem Led Zeppelin-Song „Houses of the holy“ vom „Physical Graffiti“-Album. Nichtsdestotrotz wird die Maschine noch heute fast unverändert gebaut, und angeblich hat ein Herr namens Phil Collins nie ein anderes Pedal benutzt.

Ein weiterer Meilenstein unter den Fussmaschinen war das 1981 vorgestellte Tama/Camco-Pedal, welches mit einer Fahrradkette angetrieben wurde und der direkte Vorläufer der ebenso berühmten DW 5000 ist. Die Kombination von Zahnkranz und Fahrradkette hat sich seitdem auf breiter Ebene durchgesetzt und gilt heutzutage als Standard. Tamas Ingenieure ruhten sich aber nicht auf ihren Lorbeeren aus und brachten 1994 die Iron Cobra auf den Markt, welche eine immense Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten bot. Der Clou war aber, dass die Maschine mit zwei unterschiedlichen Zahnkränzen lieferbar war (Rolling Glide und Power Glide), so dass jeder Drummer die Version  auswählen konnte, die dem bevorzugten Spielgefühl entsprach. Die Tama Speed Cobra, welcher sich dieser Test widmet, ist die konsequente Weiterentwicklung der erfolgreichen und nach wie vor erhältlichen Iron Cobra. Es wurden viele bewährte Details übernommen, aber auch zahlreiche technische Neuerungen umgesetzt. Ziel der Tama-Ingenieure war es, ein Pedal zu kreieren, das schnell und leicht spielbar ist und dennoch Power hat. Ob dies gelungen ist und ob Tama mit der Speed Cobra den nächsten Klassiker am Start hat, soll der nun folgende Test zeigen.

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