Hersteller_Roland E-Drum_Test_Mid_Roland_TD11K_TD11KV
Test
4
20.02.2014

Roland TD-11K und TD-11KV E-Drum Set Test

E-Schlagzeug inklusive Hardware

Zwei Helden für wenig Geld

Mit dem Roland TD11K und der Variante TD11KV geht es in diesem Testbericht um das meist verkaufte E-Drumset unserer Tage. Der einzige Unterschied zwischen den zwei Versionen bezieht sich auf Ausstattungsdetails, so wird Ersteres mit gummierten Tom-Pads geliefert, während das KV-Kit mit Mesh-Head-Toms aufwartet. Alle weiteren Features und Ausstattungsmerkmale sind identisch, weshalb ich die Sets in diesem Test zusammenfasse. Der jeweils überschaubare Preis und die Features des Moduls richten sich vor allem an Einsteiger und Hobby-Drummer. Allerdings sollten auch die Sparfüchse unter den Profis einen Blick auf diesen Test riskieren.

Die Roland TD11-Kits liegen innerhalb des E-Drum-Programms der Firma im Mittelpreis-Segment. Nach oben wird die Produktpalette durch die Modelle TD25, TD30 und TD50 erweitert, von unten grüßen das TD1KPX2, das TD4KP und das TD1K/KV. Im Vergleich zu anderen als Hobby-E-Drumsets zu bezeichnenden Konkurrenzprodukten muss man sowohl für das TD11K als auch für das TD11KV aber etwas mehr Geld auf den Tisch blättern. Ob der Preis gerechtfertigt ist, erfahrt ihr in diesem Test.

Details

Nachdem wir von bonedo in unserem großen Testmarathon mit den hochpreisigen E-Sets begonnen haben, fällt mir bei der Fahrt ins Gaga-Tonstudio in Hamburg sofort auf, dass ein TD11-Drumset-Karton ganz locker in den Kofferraum passt, ohne dass ich die Sitze umklappen muss. Auch ist niemand vonnöten, der mir beim Tragen hilft. Zum Vergleich: Das eine oder andere Flaggschiff des E-Drum-Universums macht sich derart breit, dass ein ganzes Set mitunter nicht in ein normales Auto passt, obwohl die hinteren Sitze ausgebaut wurden.

Ausstattung

Die TD11-Drumsets haben die für Basiszusammenstellungen typische Ausstattung. Auf dem Boden steht der KD-9-Bassdrum-Trigger, alle restlichen Pads werden auf dem mitgelieferten Rack montiert. Grundsätzlich dabei sind das PDX-8-V-Pad für die Snare, der FD-8 Hi-Hat-Controller und das zugehörige CY-5-Hi-Hat-Pad sowie Rack, Modul und sämtliche Kabel. Während das TD11K-Drumset mit gummierten Tom-Pads und kleinen CY-8 Cymbal-Pads ausgestattet ist, darf sich der Besitzer eines TD11KV über Mesh-Head-Toms (PDX8, PDX6) und hochwertige Cymbalpads freuen.

Das Modul

Das TD11-Modul unterscheidet sich von den Flaggschiffen TD30 und TD50 durch das nicht vorhandene, vielgerühmte "Positional Sensing", das unterschiedliche Schlagpositionen des Sticks auf dem Fell erkennen und mit entsprechend variantenreichen Klängen versehen kann. Somit ist diese Funktion zu den Luxus-Features verbannt, was insofern erstaunt, als dass einige Roland-Kits bereits 1999 über eine Positionserkennung verfügten. Des Weiteren ist der obligatorische MIDI-Ausgang vorhanden, ein Kopfhörerausgang, ein Mini-Klinken-Eingang zum Anschließen eines MP3-Players, ein USB-Speicher-Dock, eine USB-Schnittstelle für die Kommunikation mit einem Rechner sowie sämtliche Trigger-Eingänge. Die Oberfläche wird von einem großen Datenrad in der Mitte dominiert, oberhalb dessen sich, umrandet von diversen Menütasten, ein kleiner Bildschirm sowie ein Main-Volume-Drehknopf und der Ein-/Aus-Schalter befinden.

Das untere Drittel der Bedienoberfläche beherbergt übersichtliche Shortcut-Tasten zur Aktivierung verschiedener Play-Alongs, des Metronoms, der Aufnahmefunktion, der Coaching-Funktion und zum Blättern durch die Drumkits. Insgesamt sieht das kleine Gerät aus wie der Kopf von Shaun das Schaf in einer Enterprise-Cyborg-Version.

Die Pads

Die PD-8 Gummipads des TD11K sind acht Zoll groß und verfügen über zwei Trigger-Zonen, nämlich den Rand und die Schlagfläche. Sämtliche Cymbal-Pads des günstigeren TD11K-Kits verfügen über eine dunkle Gummioberfläche als Trigger-Zone unterhalb der Bell. Der einzige Unterschied zwischen dem CY-5 für die Hi-Hat und den beiden CY-8-Pads für die Becken sind die Größen von zehn beziehungsweise zwölf Zoll Durchmesser. Das CY-5 Hi-Hat-Pad stellt denn auch die erste Gemeinsamkeit in der Pad-Zusammenstellung beider Ausstattungsvarianten TD11K und TD11KV dar.

Die beiden Testkits werden mit der gleichen Snare und der gleichen Bassdrum ausgeliefert, nämlich dem gummierten KD-9 Kick-Pad und dem PDX-8 Snare-Pad. Letzteres ist mit Mesh-Heads ausgestattet, das sind weiße, gewebte Felle, die sich mit Stimmschrauben sogar variabel stramm spannen lassen. Wer sich für knapp 300 Euro Aufpreis das TD11KV gönnt, der bekommt ein Set, dessen Toms zusätzlich komplett mit Mesh-Heads ausgestattet sind und dessen Cymbals etwas größer sind und originalgetreuer aussehen.

Die Hardware, die Kabel und der Hi-Hat-Controller

Das Rack ist in schlichtem Schwarz gehalten und hat eine leicht glänzende Oberfläche. Darüber hinaus ist es im Gegensatz zu den meisten anderen E-Drum-Racks wirklich leicht. Das liegt vor allem daran, dass die Klammern aus Plastik und lediglich die Rack-Stangen aus Metall bestehen. Am Rack werden außerdem sämtliche Verbindungskabel zwischen dem Modul und den Triggern befestigt, lediglich der Bassdrum-Trigger und der Hi-Hat-Controller sind frei stehend.

1 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare