Test
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08.09.2016

Praxis

Unser Testkandidat besitzt ein klar strukturiertes, aufgeräumtes Layout. Der Crossfader-Bereich auf der Arbeitsoberfläche steht – für einen Battlemixer optimal – vollkommen frei und wurde nicht mit anderen Bedienelementen zugebaut. Helle, zehn-segmentige LED-Displays signalisieren die jeweiligen Arbeitspegel: in der Mitte das Master-Signal (Stereo-Display), jeweils links und rechts neben den EQs die Einzelkanäle. Im Gegensatz zu vielen anderen Battlemixern dieser Preisklasse hat man so ohne umzuschalten alle relevanten Audiopegel im Blick. Thumbs up!

Fader, Channel-EQs & Co

Der Hamsterswitch wurde gut erreichbar oben auf dem Mischer untergebracht und verfügt über eine praktische Statusleuchte. Die drei verbauten Mini-Innofader haben eine Regelweg von 45 Millimetern und einen angenehmen Arbeitswiderstand, wobei dieser beim Crossfader passenderweise ziemlich leicht ausfällt, während die Up&Down-Fader mir ein wenig mehr Widerstand entgegen bringen, aber dennoch sehr gut für die gängigsten Scratch-Techniken wie Echos oder Stabs zu gebrauchen sind.

Die Arbeitskurve des Crossfaders lässt sich erfreulicherweise stufenlos justieren. In der „softesten“ Einstellung ist sie eher linear, in der schnellsten Einstellung öffnet der Regler nach circa 1,5 Millimetern. Somit sind mit diesem Mischer gängige Scratches wie Flares und Crabs problemlos möglich. Der Crossfader lässt sich an die unterschiedlichen Anforderungen und DJ-Stile optimal anpassen und wird somit Mixing-DJs und Scratch-Nerds gerecht.

Für die Klangregelung stehen in den Kanälen Dreiband-EQs ohne Full-Kill bereit, zu deren Regelwerten der Hersteller keine Angaben macht, doch meiner Meinung nach eignen sie sich hervorragend zur Abstimmung der Musiksignale und dazu auch für effektartige Soundmanipulationen – warm und musikalisch.

Apropos Sound: Die Phono-Vorverstärker klingen hochwertig und glänzen vor allem durch eine sehr brillante Reproduktion des gesamten Höhenbereichs. Ein druckvolles und übersteuerungsfestes Signal liegt an den Master-Buchsen des Mischpults an. Hier kommen mir satte Bässe, ein solider Mittenbereich sowie klar aufgelöste Höhen zu Ohren. In Schulnoten ausgedrückt, möchte ich hier eine 2 vergeben.

Mikrofonsektion

Die Mikrofonsektion ist mit einer nützlichen On/Off-Taste inklusive Status-LED bestückt. Gain und Lautstärke werden gemeinsam mit dem Level-Drehregler justiert. Ich vernehme ein linear klingendes, ziemlich rauscharmes Signal und der Zweiband-EQ eignet sich sehr gut zur klanglichen Optimierung. Im Test stellte sich jedoch heraus, dass die Sektion ein vergleichsweise schwaches Ausgangssignal liefert und man bei spontanen Rap- oder Gesangseinlangen eventuell gezwungen ist, das Playback entsprechend leiser zu machen. Das sorgt in meiner Bewertung für einen leichten Punktabzug.

Cue-Sektion

Eher minimalistisch fällt die Cue-Sektion aus: Ein Drehregler blendet stufenlos zwischen den beiden Vorhörquellen. Soll nur den Master zu hören sein, steht dafür die Taste Master-Cue bereit. Grundsätzlich bietet die Cue-Abteilung des CUT folglich alles, was das „Battle-Herz“ begehrt, doch finde ich für derartige Mischer Mini-Crossfader zur Auswahl der Preview-Quelle wesentlich praktischer, da sich mit diesen einfach schneller arbeiten lässt. Ein hohes Tempo beim Mixing ist bei Battle-DJs schließlich sehr wichtig. Vielleicht ist das aber auch eine individuelle Geschmackssache. Das Audiosignal, das an den beiden Buchsen des Frontpanels anliegt, ist angenehm druckvoll und neigt auch bei höheren Lautstärken nicht zu Verzerrungen.

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