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11.09.2017

Mackie MR824 und MRS10 Test

Aktiver Nahfeldmonitor und Subwoofer

Großer Sound für kleines Geld

Irgendwann wird es albern. Und so lässt Mackie sinnigerweise bei der vierten Generation der MR Speaker den Zusatz MK4 auch konsequent weg. Besser so – es geht also wieder von vorne los: Mackie MR824 und MRS10 heißen unsere Testkandidaten.

So gut wie alle Generationen und Größen hatten wir bereits im Test und auch des Subwoofers Vorgänger ist uns nicht unbekannt. Wir hatten die Vorläufer MR624 Mk3, MR524 Mk3 und MRS10 Mk3 bereits im Test. Natürlich gibt es auch von der neuesten Serie weitere Größen, nämlich den MR624 und den MR524.

Details

Business as usual

Die Mackie MR Serie besteht aus drei günstigen und hochwertigen aktiven 2-Wege-Nahfeldmonitoren für das gehobene Budget-Studio, die einzeln verkauft werden Ein 10-Zoll-Subwoofer namens MRS10 gehört ebenfalls zum Sortiment und zu unserem Test. Die Größe steckt wie so oft mit im Namen. 

Bei unserem Testkandidaten, dem MR824, handelt es sich also um eine Box mit 8-Zoll-Woofer und damit um den größten Speaker der Range. Der MR624 bietet somit einen 6,5-Zoll-Woofer, die MR524 hingegen einen 5,25 Zoll großen Basstreiber. 

Über der MR-Serie ist die XR-Serie angesiedelt, von der wir bereits die XR824 getestet haben. Unterhalb der MR-Serie gibt es zudem die CR-Serie (CR3 und CR4 sowie CR5 BT). Doch nun genug des Vorgeplänkels, lasset Fakten sprechen! Wir beginnen mit den Monitoren.

Mackie MR824

Der Mackie MR824 ist aktiv und wird somit von zwei Endstufen, positioniert nach der Frequenzweiche, versorgt. 55 Watt @ 4 Ohm für den 8-Zoll-Propylen-Woofer, 30 Watt @ 6 Ohm für den 1 Zoll messenden Silk-Dome Tweeter um genau zu sein. Getrennt wird bei 1,9 kHz und mit 24 dB/Oktave. Der Übertragungsverlauf ist mit 38 Hz-20 kHz innerhalb der -3dB Marke und mit 35 Hz-20 kHz innerhalb der -10dB Marke beziffert.

Das Bassreflex-Gehäuse (runder Port hinten) sieht mit dem aufwendig geformten Front-Baffel äußerst beeindruckend und zugleich seriös aus. Der Hochtöner sitzt in einem äußerst üppigen und logarithmisch-geformten Waveguide, der Reflexion und Beugungen an zu harten Kanten vermeiden soll und damit den Tweeter auch besser an das Gehäuse koppelt. 

Hochwertige Verarbeitung, feinste Optik

Den günstigen Preis sieht man der schwarzen Box meiner Meinung nach absolut nicht an – ich bin begeistert! Auch die Verarbeitung ist super, genau wie die detaillierte Angabe aller relevanten Messwerte. Machen wir also weiter mit den Zahlen: Die Peak-Gesamtleistung wurde mit 170 Watt beziffert, womit das 10,4 kg schwere MDF-Gehäuse 107 dB SPL in einem Meter Abstand bei +4 dBu Input sowie maximal 113 dB SPL @ 1m im Paar erzeugt. Die Box ist recht tief, was die Front relativ schmal macht. Konkret: 400 mm x 256 mm x 320 mm (HxBxT).

Zwei einfache Filter

Rückseitig finden wir die Anschlüsse: XLR, TRS, RCA – alles am Start! Hinzu kommt ein Level-Poti sowie zwei Filter – eins für die Höhen (0, +2, -2 dB @ 3 kHz) und eins für den Bass (0, -2 dB, -4 dB). Letzteres nennt sich eigentlich Acoustic Space und kompensiert den Druckstau durch zu wand- oder ecknahe Platzierungen. Warum man hier den konkreten Frequenzeinsatz verschweigt, entzieht sich mir leider. Besonders umfangreich sind die Filter-Optionen nicht, aber für diese Preisklasse und die Zielgruppe vollkommen ausreichend.

Mackie MRS10 Subwoofer

Der passende Subwoofer der Serie sieht ebenfalls mächtig aus! Das tolle Design der Speaker findet hier ein sehr schönes Zitat, wobei die Abrundungen sicherlich mehr Design als Funktion sind. Das Reflexgehäuse aus MDF besitzt seinen schlitzförmigen Port ebenfalls rückseitig und liefert mit 120 Watt an 4 Ohm (240 Watt Peak) ordentlich Druck an den 10-Zoll-Woofer. Der Übertragungsverlauf ist mit 35 Hz-180 Hz innerhalb der -3 dB Marken und mit 28 Hz-180 Hz innerhalb von -10 dB bestimmt, der max. SPL mit 119 dB (Peak) beziffert. 

Mit Hinblick auf seinen Vorgänger liefert der Neue wichtige Verbesserungen. Zum einem handelt es sich bei dem 12 dB Crossover-Filter nicht mehr nur um einen Low-Pass für den eigentlichen Sub, sondern auch um einen High-Pass für die Satelliten. Sehr gut, so kommt es zu keinen unschönen Überlagerungen. Das Filter ist variabel von 40 Hz bis 180 Hz. Ebenfalls gut: Es gibt nun auch noch einen XLR-Out. Man könnte fast meinen, Mackie hat meine alten Contra-Punkte als Entwicklungsgrundlage des Nachfolgers genommen.

Alte Contras gibt es nicht mehr

Neu ist damit der fernschaltbare Bypass, welcher mit einem kleinen, mitgelieferten Footswitch aktiviert werden kann. Dieser deaktiviert nicht nur den Sub, sondern nimmt auch den High-Pass der Satelliten-Ausgänge aus dem Signalweg. Sehr gut, denn sollte man den Sub vom Netz nehmen wollen, werden die Satelliten stumm, da der Sub kein Hard-Bypass kennt. Macht nichts – auch in seiner Preisklasse, alles okay. 

Auf der Rückseite des 15 kg schweren Klotzes (Maße: 382 mm x 321 mm x 386 mm) finden sich alle Anschlüsse und Einstellungen. Da wären zum einem die XLR- und TRS-Eingänge sowie die XLR- und TRS-Ausgänge. Das Signal für die Monitore sollte also auch durch den Sub geleitet werden. Die Trennfrequenz und der Pegel werden mit zwei Potis angepasst. Hinzu kommen die Klinkenbuchse für den Footswitch, der Stromanschluss und zwei Schalter. Einer dient der Phasendrehung, der andere für das optionale Auto-Standby.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehört das passende Stromkabel. Eine andere Spannung als 240 Volt akzeptiert die Box übrigens nur nach einem Sicherungswechsel. Ein detailliertes, allerdings nur englischsprachiges Handbuch (MR824, MRS10) sowie einige kleine Filzgleiter für die Gummifüße sind ebenfalls im Karton enthalten.

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