Gitarre Hersteller_Epiphone
Test
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04.01.2020

Epiphone Jared James Nichols Old Glory Les Paul Outfit Test

E-Gitarre

Weniger ist mehr!

Die Epiphone Jared James Nichols Old Glory des amerikanischen Gitarristen ist ein Les Paul Signature-Modell, das speziell auf seine Bedürfnisse und Spielweise zugeschnitten ist. Auffälliges Merkmal ist dabei die Pickup-Bestückung, denn die Gitarre hat lediglich einen Seymour Duncan P-90 Pickup in der Stegposition.
Ein Hals-Pickup wird nicht benötigt, sodass sich die Gitarre auf den ersten Blick sehr spartanisch präsentiert. Aber laut Hersteller steckt in dem Instrument, das für nur wenig mehr als 600 Euro über die Ladentheke wandert, eine Menge an Klangpotential. Ob das stimmt, wird der folgende Test zeigen.

Jared James Nichols

Jared James Nichols gehört zur Generation der jüngeren US-Blues-Rock-Spieler und eines seiner Markenzeichen hat er mit Jeff Beck, Mark Knopfler oder Richie Kotzen gemeinsam: Er schlägt die Saiten fast ausschließlich mit den Fingern der rechten Hand an - daher auch die Konzeption mit nur einem Pickup an der Stegposition. Da der Anschlag mit den Fingern generell etwas weicher im Ton ist, klang ihm der Hals-Pickups bei den meisten seiner Instrumente zu muffig und kam nur sehr selten zum Einsatz. Außerdem ist er ein großer Fan von P90 Pickups. Eine seiner Lieblings Les Pauls, eine Custom Shop von 2010, hatte bereits nur einen P90 und in einem Interview mit dem Magazin Music Radar sagte er, dass diese Limitierung auf nur einen Pickup ein entscheidender Wendepunkt für sein Spiel war. Die Kombination einer 1955er Les Paul Custom mit einem P90 Pickup in der Stegposition wurde dann auch die Grundlage für das Epiphone Signature Modell.

Details

Die Gitarre wird mit einem stabilen und leichten Softcase geliefert, dazu kommt das benötigte Werkzeug in Form von Inbus-Schlüsseln. Der Korpus in Les Paul Singlecut-Form ist aus Mahagoni gefertigt und in einem matten Schwarz lackiert (Aged Ebony Gloss). Die Decke umsäumt ein siebenlagiges Schwarz-Weiß-Binding, Korpus-Rückseite und Kopfplatte ein fünflagiges.

Die Bestückung entspricht eher einer Les Paul Junior, denn es gibt den bereits erwähnten P-90 Pickup mit zwei Regelmöglichkeiten und eine Lightning-Bar Wraparound-Bridge, die in der Höhe und mit zwei Inbus-Schrauben auch horizontal zur Einstellung der Oktavreinheit justiert werden kann. Der P-90 Dogear-Pickup wird von Seymour Duncan gefertigt und mit einem Volume- und einem Tone-Regler eingestellt. Hier sind die schwarzen Top-Hat-Knobs mit silberner Oberseite und Zahlenbeschriftung von 0 bis 10 im Einsatz. Die Anschlussbuchse ist wie gewohnt an der Zarge montiert und selbstverständlich hat diese Les Paul auch einen eingeleimten Hals.

Dieser ist ebenfalls aus Mahagoni gefertigt und hat ein Ebenholzgriffbrett mit Block-Griffbretteinlagen zur besseren Orientierung. Weiterhin befinden sich schwarze Punktmarkierungen auf der weißen Halskante. Bestückt ist er mit 22 Medium Jumbo Frets und bietet Freunden kräftiger Profile, die gerne beim Spielen etwas in der Hand halten, ein massives Stück Holz. Die offizielle Bezeichnung lautet 50's Style Rounded C, der Griffbrettradius beträgt 12 Zoll und die Mensur kommt Gibson-typisch mit 628 mm. Die Saiten laufen über einen Kunststoffsattel zu den Grover Rotomatics Tunern, beidseitig an der Kopfplatte angeordnet, die mit einer Übertragung von 18:1 für einen sauberen Stimmvorgang ohne Hänger oder tote Punkte sorgen.

Die große Epiphone-Kopfplatte trägt den Schriftzug oben und in der Mitte das Split Diamond-Inlay. Den Zugang zum Halsstellstab verschließt die typische glockenförmige Kunststoffplatte, und an der weißen Rückseite versteckt sich die Signatur des Künstlers.

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